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Regionalanästhesie in der Geburtshilfe
Die Geburt eines Kindes ist wahrscheinlich eine der tiefgreifendsten und bewegendsten Erfahrungen des Lebens. Wer bereits eine Geburt erlebt hat, wird mit Erstaunen festgestellt haben, welche ungeahnten Kräfte dieses Ereignis freisetzt und welche Fähigkeiten der eigene Körper zu entwickeln in der Lage ist.
Für jede Frau ist dieses Ereignis mit Erregung und Freude, genauso jedoch mit Schmerz, Angst und harter Arbeit verbunden. Die intensiven Schmerzen werden von jeder werdenden Mutter unterschiedlich empfunden. Die Schwangere kann sie bis zu einem bestimmten Punkt tolerieren, doch über das individuell erträgliche Maß hinaus gehende Schmerzen beeinträchtigen nicht nur das Geburtserlebnis, sie können auch negative Auswirkungen auf das Kind haben.
Einerseits wünschen Frauen für sich selbst eine möglichst schmerzfreie Geburt. Andererseits soll die Geburt möglichst natürlich und ohne künstliche Eingriffe ablaufen, denn nach wie vor befürchten viele Mütter Schäden für ihr Kind, wenn sie vom Arzt beispielsweise Schmerzmittel erhalten.
Die Furcht vor Schäden ist jedoch heute weitgehend unbegründet, denn die moderne Medizin ermöglicht eine ständige Überwachung des Kindes und es gibt verträgliche Medikamente, die stets in der geringstnötigen Dosis verabreichen werden, so dass der Geburtsverlauf möglichst nicht gestört und das Kind nicht beeinträchtigt wird.
Die Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie der Universität Bonn hat ein Informationsschreiben für Patienten mit dem Titel „Verfahren zur Schmerzlinderung unter der Geburt“ herausgegeben. Darin wird folgendes Fazit gezogen: „Insgesamt bedeutet die Durchführung der Geburt in Periduralanästhesie nach heutigen Erfahrungen kein erhöhtes Risiko für Sie und Ihr Kind. Ganz im Gegenteil ist es ein aufwendiges, aber schonendes und effektives Verfahren zur Schmerzlinderung unter der Geburt, von dem Sie und Ihr Kind profitieren.
AZIB-EML-6219/09
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Updated 30.07.2010 10:03 GMT
