Sie sind hier
- Willkommen
- Therapiebereiche
- Herz-Kreislauf
Die Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit
-
Arterieller Verschluss
- Symptome
- Diagnose
- Therapie
- Das können Sie tun
- Adressen & Links
Die Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit (AVK) besteht in erster Linie aus einer Vermeidung oder Bekämpfung der Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhten Fettwerten, Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Arzt Medikamente verordnen, die die Gefäße erweitern und damit die Durchblutung verbessern.
Das Rauchen gilt als der größte Risikofaktor für die AVK. Die Erkrankung tritt häufiger auf und schreitet auch schneller voran, wenn die Betroffenen das Rauchen nicht aufgeben. Es gibt heute zahlreiche Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung, deren Erfolg aber eng mit der Bereitschaft des Patienten gekoppelt ist, tatsächlich aufzuhören.
Stoffwechselstörungen und Bluthochdruck konsequent behandeln
Verschiedene Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen wirken sich negativ auf den Verlauf einer Verschlusskrankheit aus. Zur umfassenden Therapie der AVK gehört daher auch die Behandlung dieser Begleiterkrankungen. Auch Bluthochdruck sollte bei Patienten mit Verschlusskrankheiten konsequent behandelt werden (z.B. mit AT1-Blockern).
Sollte bei Ihnen ein erhöhter Blutdruck festgestellt worden sein kann die Patientenbroschüre "Diagnose Bluthochdruck" helfen, die Krankheit im Alltag besser in den Griff zu bekommen. Sie können sie hier kostenlos bestellen.
Bewegung regt die Bildung von Umgehungsarterien an
Ein Geh- und Gefäßtraining bietet sich zur Behandlung von Gliedmaßenarterienverschlüssen im Stadium II an. Folgende Ziele werden verfolgt:
- Verbesserung der Sauerstoffversorgung in der Muskulatur
- Bildung von Umgehungsarterien
- Zunahme der kleinen Gefäße im Gewebe
- Steigerung der muskulären Ausdauerleistung
- Erhöhung des Sauerstoffangebots im Gewebe
Das Gefäßtraining sollte mindestens zwei- bis viermal pro Woche für die Dauer von 60 Minuten durchgeführt werden. Eine Übungsstunde umfasst vier Trainingsphasen mit folgenden Inhalten:
- Aufwärmphase (zehn Minuten):
Lockerungs-, Dehnungs- und Koordinationsübungen - Gehtraining (20 Minuten):
Belastungsorientiertes Intervallgehtraining, bei dem der Patient mit einer ansteigenden Ganggeschwindigkeit von 60 bis 150 Schritten pro Minute dreimal zwei Drittel seiner schmerzfreien Wegstrecke zurücklegt und danach eine Pause von etwa zwei Minuten einlegt. Ein Metronom - ein mechanischer oder elektronischer Taktgeber, wie ihn auch Musiker verwenden - hilft bei der Vorgabe der Schrittfrequenz. - Pedal-Ergometer-Training (20 Minuten):
Metronomgesteuertes Pedal-Ergometer-Training mit Pausen von zwei Minuten - Entspannungsphase (zehn Minuten):
Ballspiel, Lockerungsübung - Abschlussgespräch mit Trainer und Arzt
Durch ein über vier bis fünf Jahre hinweg durchgeführtes Gefäßtraining kann eine bis zu 600-prozentige Verlängerung der schmerzfreien Wegstrecke erzielt werden.
Medikamente verhindern die Bildung neuer Gefäßverschlüsse
Von vorrangiger Bedeutung für den AVK-Patienten ist - neben der Beeinflussung bestehender Risikofaktoren - die frühzeitige Gabe von Substanzen, die ein Verklumpen von Blutplättchen und damit die Entstehung neuer Gefäßverschlüsse verhindern. Zur Behandlung von chronischen Gliedmaßenarterienverschlüssen eignen sich Thrombozytenfunktionshemmer oder auch Antikoagulanzien.
Gefäße mit einem Ballon weiten
Die durch Ultraschalluntersuchung oder Kontrastmitteluntersuchung erkannten Einengungen oder Verschlüsse von Arterien können mittels Katheter, an dem sich ein Ballon befindet, aufgedehnt werden. Nicht alle Gefäßverengungen oder Verschlüsse können mit diesem Verfahren behandelt werden. Ein Gefäßspezialist muss im Zweifelsfall über das richtige Vorgehen entscheiden.
Einlage einer Gefäßstütze (Stent)
In der letzten Zeit versucht man, neben der Erweiterung einer Gefäßverengung mittels Ballon so genannte Stents (Gittergerüste) in das Gefäß einzubringen. Sie sollen ein Wiederauftreten der Gefäßverengung an dieser Stelle verhindern. Es hat sich gezeigt, dass diese Maßnahme im Fall von Einengungen im Bereich der Beckenarterie durchaus sinnvoll ist.
AZIB-ATA-6396/09
Sie sind nicht angemeldet.
Aktienkurs
- London
30,10 GBP- Stockholm
318,60 SEK- New York
47,50 USD
Updated 05.02.2012 09:08 CET
