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Volkskrankheit Bluthochdruck
In Deutschland leiden 20-30 Millionen Menschen an einem dauerhaft erhöhten Blutdruck (Hypertonie) 1. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter an: Wer älter als 65 Jahre ist, wird mit 60-70-prozentiger Wahrscheinlichkeit in späteren Jahren eine Hypertonie entwickeln. Bluthochdruck ist also eine Krankheit, von der die meisten Menschen irgendwann in ihrem Leben betroffen sind.
Der Blutdruck ist die Kraft mit der das strömende Blut gegen die Arterienwände drückt. Er wird in der Einheit mmHg ausgedrückt, was den Stand des Quecksilbers auf einer Skala in Millimetern bedeutet. Der Blutdruck wird in zwei Werten gemessen: Der systolische Blutdruck entsteht, wenn das Herz schlägt, und der diastolische Druck bezeichnet den Druck, wenn sich das Herz zwischen zwei Schlägen entspannt. Der systolische (obere) Blutdruck wird dabei immer als erster genannt und der diastolische (untere) als zweiter. Als normaler Blutdruck beim Erwachsenen gelten Messwerte bis zu 140 mmHg für den systolischen und 90 mmHg für den diastolischen Druck.
Wenn das Blut unter Hochdruck steht
Es kann aus verschiedenen Gründen zu einem Anstieg des Blutdrucks kommen. Zum Beispiel verursachen körperliche Anstrengung oder kreislaufanregende Stimulanzien wie Inhaltstoffe aus Tee oder Kaffee eine Blutdrucksteigerung. Bei manchen Menschen steigt der Blutdruck sogar mit der Wetterlage. Werden bestimmte Richtwerte bei mehreren Blutdruckmessungen überschritten, handelt es sich also um einen dauerhaft erhöhten Blutdruck, so spricht man von einer Krankheit - in der Fachsprache "Hypertonie" genannt.
Bluthochdruck - oft bemerkt man ihn erst, wenn es zu spät ist
Die Hypertonie ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Das Herz muss im Dauerstress gegen einen erhöhten Druck anpumpen und hat folglich Mehrarbeit zu leisten. Außerdem kann ständiger Bluthochdruck zu einer Verhärtung der Gefäßwände (Atherosklerose) führen. Die Erkrankung bleibt zunächst unauffällig, der Patient merkt gar nicht, dass er an einer Hypertonie leidet. Symptome wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel oder Kurzatmigkeit treten meist erst dann auf, wenn bereits die Blutgefäße, das Herz und andere Organe durch den dauerhaft größeren Druck geschädigt worden sind. Um das Risiko von Spätfolgen wie Herzmuskelschwäche, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenversagen zu senken, muss ein Bluthochdruck unbedingt behandelt werden. Eine gesunde Lebensführung und blutdrucksenkende Medikamente helfen, die Hypertonie zu kontrollieren.
Die Patientenbroschüren "Diagnose Bluthochdruck" und "Bluthochdruck: Schlaganfallgefahr!" informieren umfassend über den richtigen Umgang mit der Krankheit. Beide können Sie hier kostenlos bestellen.
Quelle:
(1) M. Middeke in: "Epidemiologie und Behandlungsstatus der Hypertonie in Deutschland"; Springer Berlin Heidelberg 2008
AZIB-ATA-6401/09
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Updated 30.07.2010 10:00 GMT
