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Das menschliche Herz ist das zentrale Organ, das einen konstanten Blutfluss während des gesamten Lebens gewährleistet. Der Mensch ist auf das normale Funktionieren seines Herzens unbedingt angewiesen.

Das Herz ist ein kräftiger Muskel, der mit jedem Schlag ca. 70ml Blut rund 70 Mal pro Minute befördert. Daraus ergibt sich das so genannte Herzzeitvolumen (HZV) von ca. 5 Litern pro Minute. Die Schlagzahl wird hauptsächlich von einem eigenen Mechanismus im Herzen vorgegeben. Unter körperlicher Belastung ist das Herz in der Lage, sowohl den Blutauswurf als auch die Herzfrequenz zu steigern. Dadurch können bei Bedarf über 20 Liter Blut pro Minute transportiert werden. Insgesamt befördert das Herz Tag für Tag rund 10.000 Liter Blut und etwa 180 Millionen Liter im Laufe eines Lebens.

Zwei getrennte Pumpsysteme

Man unterscheidet einen großen Körperkreislauf und einen kleinen Lungenkreislauf. Während aus der linken Herzhälfte das arterielle Blut in den Körper strömt und die Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, gelangt das sauerstoffarme Blut über die Venen zurück zur rechten Herzhälfte. Von dort aus wird es in die Lunge gepumpt und wieder mit Sauerstoff versorgt, um dann über die linke Herzkammer erneut in den Körper zu strömen. Damit schließt sich der Kreislauf.

Herzschwäche vor allem bei alten Menschen

Das Herz muss Schlag für Schlag Kraft aufwenden, um alle Organe ausreichend mit Blut zu versorgen. Reicht diese Kraft nicht mehr aus, um die Zirkulation des Blutes aufrechtzuerhalten, spricht der Arzt von Herzinsuffizienz oder Herzschwäche, einer Krankheit, die mit höherem Lebensalter an Häufigkeit zunimmt. Während in der Gruppe der 45- bis 55-Jährigen ein Prozent der Bevölkerung von der Erkrankung betroffen ist, liegt dieser Wert für die Altersgruppe von 65 bis 75 Jahren bereits bei zwei bis fünf Prozent und bei den über 80-Jährigen bereits bei fast zehn Prozent (1).

Verschiedene Formen

Meistens beginnt die Herzschwäche schleichend und entwickelt sich zu einer chronischen Erkrankung. Dann stehen für die Patienten Luftnot bei Belastungen oder sogar schon in Ruhe sowie Wassereinlagerungen im Vordergrund ihrer Beschwerden. Daneben gibt es auch akute Formen der Herzinsuffizienz, das bedeutetet, die Blutversorgung ist plötzlich gefährdet. Oft sind diese Formen sogar lebensbedrohend.

Quelle:
(1) Hoppe UC et al. Z. Kardiol. 2005;94:488-509

AZIB-ATA-6398/09

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Updated 30.07.2010 10:15 GMT

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