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Diagnostik einer Herzschwäche
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Herzschwäche
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Da es sich bei der Herzinsuffizienz um eine schwere Erkrankung mit vielen verschiedenen Ursachen handelt, ist eine genaue diagnostische Abklärung sehr wichtig. Erst danach kann der Arzt in Absprache mit dem Patienten über die richtige Therapiestrategie entscheiden.
Erst fragen...
Für den Arzt ist es zunächst wichtig, die Krankengeschichte des Patienten genau zu erfragen. So kann sich der Arzt ein erstes Bild über Vorerkrankungen, Risikofaktoren oder auch die Schwere der Herzschwäche verschaffen. Beispielsweise ist der Grad der Luftnot in Liegeposition ein Parameter für das Stadium der Herzschwäche. Ärzte fragen daher häufig nach der Anzahl der Kissen, die sich der Patient während der Nachtruhe unterlegen muss, um ohne Atemnot schlafen zu können. Dabei deuten eine große Anzahl Kissen und eine aufrechte Schlafposition auf eine schwere Herzschwäche hin.
...dann untersuchen...
In der klinischen Untersuchung verschafft sich der Arzt einen Überblick über die Herzfunktion und –frequenz, wobei auch die Rhythmik der Herzaktionen von Bedeutung ist. Ebenso ist das genaue Abhören der Lunge wichtig sowie die Suche nach möglichen Flüssigkeitseinlagerungen am Unterschenkel oder in der Bauchhöhle (dem so genannten Aszites). Zusätzlich sollte er sich anschauen, wie gut Haut, Lippen, Finger und Zehen durchblutet sind. Und natürlich darf eine Blutdruckmessung bei der Untersuchung nicht fehlen.
...und dann Technik
Erhärtet sich der Verdacht einer Herzinsuffizienz, sollten verschiedene technische Untersuchungsverfahren durchgeführt werden:
- Das Röntgenbild des Brustkorbes zeigt die Größe des Herzens und mögliche Flüssigkeitsansammlung in der Lunge oder über dem Zwerchfell an.
- Ein Elektrokardiogramm (EKG) kann darüber Aufschluss geben, welche Herzseite stärker belastet ist. Ein so genanntes Belastungs-EKG prüft die Herzfunktion bei steigender körperlicher Aktivität. Damit sollen Beschwerden aufgedeckt werden, die bei normaler Herztätigkeit ohne Anstrengungen übersehen würden.
- Mittels Ultraschall (dem so genannten Echokardiogramm) lässt sich sowohl die Funktion der Herzklappen als auch das ausgeworfene Volumen sehr gut bestimmen. Auch die Dicke der Herzwand und eine mögliche Herzvergrößerung können mit diesem Verfahren ausfindig gemacht werden.
Die zahlreichen Untersuchungen ergeben ein genaues Bild der Erkrankung und ermöglichen dem Arzt die Auswahl einer geeigneten Therapie.
AZIB-ATA-6398/09
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Updated 05.02.2012 08:22 CET
