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Warum das Herz schwach wird
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In den meisten Fällen sind ein zu hoher Blutdruck oder eine Erkrankung der Herzkranzgefäße für eine Herzschwäche verantwortlich. Dabei machen Luftnot und Blutrückstau die Hauptbeschwerden aus.
Bei der Herzschwäche besteht ein Missverhältnis von Blutbedarf im Gewebe und dem Angebot durch das Herz. Da das Herz seine Leistung grundsätzlich um ein Vielfaches steigern kann, ist es naheliegend, dass bei der Herzschwäche diese Steigerungsfähigkeit verringert ist. Patienten mit einer Herzschwäche klagen daher oft über Atemnot bei Belastungen und über eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit.
Rückstau von Blut
Einerseits pumpt das Herz zu wenig Blut, um die Organe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen, und andererseits fließt nicht genügend Blut aus den Venen zurück ins Herz. Daher staut sich Blut vor dem erkrankten Herz, wodurch die Venen prall gefüllt sind. Durch den Druck wird aus dem gestauten Blut Flüssigkeit durch die Gefäßwände in das umliegende Gewebe gepresst. Es entstehen Flüssigkeitsansammlungen, so genannte Ödeme.
Rechts- und Linksherzinsuffizienz
Je nachdem, ob die rechte oder die linke Herzhälfte geschwächt ist, bildet sich ein Blutrückstau vor der erkrankten Seite. Danach unterscheidet man eine Rechtsherz- und eine Linksherzinsuffizienz. Ist das linke Herz betroffen, staut sich das Blut in der Lunge. Ist dagegen die rechte Seite erkrankt, bleibt das Blut im Körperkreislauf zurück und verursacht Ödeme vor allem an den Unterschenkeln. Es gibt auch Kombinationen von beiden Formen, was dann als Globalinsuffizienz bezeichnet wird. Während das Herz zunächst versucht, die Belastung durch eine Vergrößerung des Herzens und eine Zunahme von Muskelmasse auszugleichen, kann es bei einem anhaltenden unzureichenden Leistungsausgleich, einer so genannten „Dekompensation“, zu lebensbedrohlichen Wassereinlagerungen in der Lunge und zu Herzversagen kommen.
Vier Stadien
Nach der New York Heart Association (NYHA) werden vier Schweregrade der Herzschwäche unterschieden. Dabei gilt das Ausmaß der Luftnot als Parameter für die Herzschwäche:
- I - Keine klinische Beschwerden
- II - Leichte Luftnot bei normaler Belastungen
- III - Erhebliche Luftnot bei normaler Belastung
- IV - Luftnot bereits unter Ruhebedingungen
Viele Ursachen
Zahlreiche Erkrankungen können eine Herzschwäche begründen. In 90 Prozent aller Fälle sind jedoch ein arterieller Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit) für die chronische Herzschwäche verantwortlich. Aber auch Herzklappenfehler oder Erkrankungen des Herzmuskels können zu einer Schwächung der Pumpkraft des Herzens führen. Ebenso kann der Herzschwäche eine Lungenerkrankung, etwa durch Rauchen verursacht, zugrunde liegen. Die akute Form der Herzinsuffizienz wird meist durch eine Lungenembolie, einen Herzinfarkt oder durch Herzrhytmusstörungen hervorgerufen.
AZIB-ATA-6398/09
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Updated 08.09.2010 01:18 GMT
