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Die Therapie der Herzschwäche geschieht vorwiegend durch Medikamente. Verschiedene Wirkstoffe haben sich in der Behandlung der chronischen Herzschwäche bewährt.

Man kann vier Gruppen von Medikamenten mit jeweils unterschiedlichen Angriffspunkten unterscheiden:

ACE-Hemmer

Die so genannten ACE-Hemmer haben die Aufgabe, ein bestimmtes Enzym in der Niere zu blockieren, das einen entscheidenden Einfluss auf die Nierendurchblutung und den Blutdruck besitzt. ACE-Hemmer wirken so, dass Wasser und Kochsalz vermehrt ausgeschieden werden können und sich durch die Volumenreduktion der Blutdruck senkt. Das Herz wird dadurch entlastet. Der gleiche Effekt wird von so genannten Angiotensin II – Hemmer erwartet, die in klinischen Studien im Vergleich mit den ACE-Hemmern eine geringere Nebenwirkungsrate gezeigt haben.

Betablocker

Betablocker hemmen die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin am Herzen. Dadurch werden zunächst die Herzfrequenz und das Herzzeitvolumen noch zusätzlich herabgesetzt, doch langfristig nimmt die Kontraktionskraft des Herzens zu. Denn durch Betablocker kommt das Herz zunächst zur Ruhe und kann sich erholen. Anschließend besitzt es eine bessere Pumpleistung. Das haben klinische Studien gezeigt, in denen die Sterblichkeit bei Patienten mit einer Herzschwäche unter Betablocker-Therapie gesenkt wurde. Bei einigen Erkrankungen z.B. bei Asthma sollen Betablocker jedoch nicht verabreicht werden.

Harntreibende Medikamente (Diuretika)

Diuretika können die Menge des Harns erhöhen und führen so zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser. Das kommt dem überwässerten Körper und besonders dem Herzen zugute. Der therapeutische Angriffspunkt der Diuretika befindet sich in den Nieren, wo sie sehr schnell eine höhere Harnausscheidung erzielen können. Zusätzlich fördern sie die Ausscheidung von Salzen und reduzieren dadurch weiter das Blutvolumen. Es gibt verschiedene harntreibende Medikamententypen, die sich vor allem in der Salzausscheidung unterscheiden und die auch kombiniert gegeben werden können.

Digitalis-Präparate (Herzglykoside)

Digitalis-Präparate, die auch Herzglykoside genannt werden, stammen aus dem Fingerhut (Digitalis purpurea) und sind schon lange als herzwirksame Medikamente bekannt. Sie sorgen dafür, dass mehr Blut pro Herzschlag ausgeworfen wird, und senken zugleich die Herzfrequenz. Da bereits eine geringe Dosisüberschreitung schon zu unangenehmen Nebenwirkungen führen kann, werden Digitalis-Präparate in letzter Zeit immer seltener verschrieben.

Akute Herzschwäche: Ab zum Notarzt

Für den Fall einer akuten Herzinsuffizienz stehen dem Notarzt verschiedene schnell wirkende Medikamente zur Verfügung, die intravenös gegeben werden. Sie regen die Herzfunktion in Akutsituationen an und können das Herz kurzfristig stärken. Wichtig für den Patienten: Den Oberkörper hochlagern, um den Druck auf die Lunge möglichst gering zu halten.

AZIB-ATA-6398/09

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Updated 05.02.2012 08:26 CET

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