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Wie weist der Arzt Herzrhythmusstörungen nach?
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Um eine Herzrhythmusstörung eindeutig nachzuweisen, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Neben der körperlichen Untersuchung mit dem Abhören der Herztöne ist das Elektrokardiogramm (EKG) die beste Methode, um Rhythmusstörungen nachzuweisen.
Ziel der Diagnostik ist die Dokumentation und Identifikation einer eventuell bestehenden Herzrhythmusstörung um dann die richtige Therapie einzuleiten. Der Arzt muss die Dauer und Häufigkeit relevanter Rhythmusstörungen abklären. Zudem kann eine bildgebende Diagnostik zum Nachweis bzw. Ausschluss anatomischer oder funktioneller Ursachen erforderlich sein.
Körperliche Untersuchung liefert erste Rückschlüsse
In einem Gespräch wird der Arzt klären, ob die Rhythmusstörungen durch Faktoren wie z.B. Stress, Nikotin, Koffein oder Alkohol verstärkt werden. Auch wie häufig eine Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Beschwerden eintritt oder ob andere Vorerkrankungen (z.B. Herz- oder Schilddrüsenerkrankungen) bestehen, sind wichtige Anhaltspunkte, die der Arzt erfragen wird. Tachykardien (zu schneller Herzschlag) oder Bradykardien (zu langsamer Herzschlag) können bereits durch einfaches Pulstasten festgestellt werden.
Im Elektrokardiogramm (EKG) wird die Erregungsleitung im Herzen sichtbar
Mit dieser Methode werden die elektrischen Impulse des Herzens dargestellt. Im EKG kann der Arzt den Herzrhythmus und mögliche Herzrhythmusstörungen erkennen. Man unterscheidet Ruhe-, Belastungs- und Langzeit- EKG:
- Ruhe- EKG: Der Patient liegt und dabei werden die elektrischen Impulse des Herzens im Ruhezustand gemessen. Diese Untersuchung reicht aber oft nicht aus, um eine Rhythmusstörung sicher nachzuweisen. Daher können sowohl ein Belastungs- EKG als auch ein Langzeit-EKG erforderlich sein.
- Belastungs- EKG: Auf einem Fahrradtrainer oder einem Laufband werden die elektrischen Impulse des Herzens unter verschiedenen Belastungsstufen erfasst.
- Langzeit- EKG (zum Beispiel über 24 Stunden): Der Patient trägt ein mobiles EKG -Gerät und protokolliert seine Tätigkeiten in einem Tagebuch. So können auch die Rhythmusstörungen erfasst werden, die nur vereinzelt auftreten.
Auf dem Kipptisch wird der Kreislauf getestet
Mit der Kipptischmethode, auch passive Orthostase genannt, können Kreislauf-Fehlregulationen erfasst werden. Der Patient liegt auf dem Untersuchungstisch, der aus einer waagerechten Position in die Senkrechte aufgerichtet wird. Liegt eine Kreislaufstörung vor, kann das Blut nicht schnell genug ins Gehirn transportiert werden. Der Arzt kann dies durch den während der Untersuchung kontinuierlich gemessenen Blutdruck und Puls feststellen.
Beurteilung der Herzfunktion durch Ultraschall: Echokardiografie
Die Echokardiografie ist eine Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung des Herzmuskels, der Herzklappen und der Herzfunktion. Bei Herzrhythmusstörungen kommt diese Methode meist zum Einsatz, um mögliche Folgeerkrankungen (Gerinnselbildung und dadurch erhöhtes Schlaganfallrisiko) rechtzeitig zu erkennen.
AZIB-ATA-6402/09
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Updated 05.02.2012 08:42 CET
