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Die Behandlung einer Herzrhythmusstörung richtet sich nach ihrer Ursache. Neben medikamentösen Therapien können auch operative Eingriffe erforderlich sein.

Nicht jede Herzrhythmusstörung muss unbedingt medikamentös behandelt werden. Notwendig werden Medikamente jedoch, wenn die Funktion des Herzens durch den unregelmäßigen Schlag so stark beeinflusst wird, dass lebenswichtige Organe wie Herz, Gehirn und Nieren nicht ausreichend durchblutet werden.

Folgende Medikamente werden häufig eingesetzt:
  • Beta1-selektiver Betablocker: Dieses Medikament vermag die Pulsfrequenz und den Blutdruck zu senken. Es bindet an die Beta-Rezeptoren im Herzen und verhindert so, dass das Stresshormon Adrenalin andocken kann. So verhindern Betablocker, dass das Hormon das Herz schneller schlagen lässt und den Blutdruck steigert.
  • Spezielle Antiarrhythmika: Dazu zählen unterschiedliche Wirkstoffe, die den Herzrhythmus beeinflussen.
  • Herzwirksame Kalziumantagonisten: Sie bewirken als Gegenspieler des Kalziums eine Erweiterung der Blutgefäße
    Zudem wird für die Basistherapie die Gabe von Magnesium und Kalium empfohlen.

Häufig sind Herzrhythmusstörungen auch nur die Folge einer Grunderkrankung. Ist dies der Fall, muss diese zuerst ursächlich behandelt werden. Dann bessern sich meist auch die Herzrhythmusstörungen oder sie treten gar nicht mehr auf.

Ein Schrittmacher hält das Herz auf Trab

Sind die Erregungsleitungen des Herzens hochgradig gestört, wird sich der Arzt unter Umständen für den Einsatz eines Herzschrittmachers entscheiden. Diese Geräte von der Größe einer Streichholzschachtel werden bei zu langsamem Herzschlag oder einer Fehlfunktion im Sinusknoten implantiert. Über einen Draht, der zum Herzen führt, werden bei Bedarf elektrische Impulse geleitet. Automatisch implantierbare Cardioverter/Defibrillatoren kommen vor allem bei ventrikulären Tachykardien zum Einsatz. Diese Geräte registrieren gefährliche Rhythmusstörungen und geben einen Elektroschock ab, der die Herztätigkeit wieder normalisieren kann.

Das Übel an der Wurzel bekämpfen: Katheterablation

In manchen Fällen können als Auslöser einer Herzrhythmusstörung bestimmte Gewebestellen am Herzmuskel ausfindig gemacht werden. Diese können durch eine so genannte Katheterablation entfernt werden. Dabei werden die betreffenden Stellen über einen Herzkatheter mit gezielten Stromstößen verödet. Anschließend muss allerdings in vielen Fällen ein Herzschrittmacher implantiert werden.

AZIB-ATA-6402/09

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Updated 05.02.2012 08:43 CET

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