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Bei einem Herzinfarkt ist die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels durch die Herzkranzgefäße teilweise unterbrochen. Das betroffene Herzmuskelgewebe stirbt ab. Eine lebensbedrohliche Situation: Allein in Deutschland starben im Jahr 2007 etwa 61.000 Menschen an den Folgen eines Infarkts (1).

Der Herzmuskel benötigt für seine Arbeitsleistung ein eigenes Versorgungssystem, das ihm kontinuierlich Nährstoffe und Sauerstoff zuführt. Ein Geflecht von Arterien breitet sich netzförmig um das Herz aus, beginnend direkt an der Grenze zwischen Herz und Aorta, übergehend in ein feines Kapillarnetz und schließlich in ein Venengeflecht. Diese Blutgefäße heißen Herzkranz- oder auch Koronargefäße. Bei einem Herzinfarkt wird die Blut- und damit die Sauerstoffversorgung durch die Herzkranzgefäße teilweise unterbrochen. Das ist fatal für das Herz, denn die Herzmuskelzellen brauchen ständig Sauerstoff und andere Nährstoffe, um ihren Beitrag zur Kontraktion des Herzmuskels zu leisten. Doch nicht nur das: Das Ausbleiben der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung führt binnen kürzester Zeit zum unwiederbringlichen Absterben der Zellen. So entsteht ein Teufelskreis: Die abgestorbenen Zellen können nicht mehr arbeiten, die Kontraktionskraft des Herzmuskels nimmt ab. Dadurch werden die übrigen Zellen stärker beansprucht.

Die Blutzufuhr zum Herz möglichst schnell wieder herstellen

Ein Herzinfarkt kann lebensbedrohlich sein. Das Absterben des Gewebes kann dazu führen, dass die Kontraktionskraft des Herzens so weit abnimmt, dass die Blutversorgung anderer lebenswichtiger Organe nicht mehr möglich ist. Ein Herzinfarkt-Patient muss daher sofort – nach Möglichkeit in Begleitung eines Notarztes – zur Therapie ins Krankenhaus gebracht werden. Dort können die Ärzte durch eine Reihe von Maßnahmen versuchen, die Blutversorgung des Herzmuskels wiederherzustellen. So können die Blutgerinnsel, die die Herzkranzgefäße verstopfen, durch Medikamente aufgelöst werden. Die verengten Gefäße können mechanisch mit Hilfe eines Katheters geweitet werden. Kann der Blutfluss durch ein Gefäß nicht wieder hergestellt werden ist es möglich, den Engpass durch eine Bypass-Operation zu überbrücken.

Ein Herzinfarkt kann jeden treffen

Niemand kann sich vor einem Herzinfarkt sicher schützen. Es gibt jedoch Faktoren, die einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung einer Herzerkrankung besitzen. Menschen, die mit einem oder mehreren dieser Faktoren belastet sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko. Rauchen und falsche Ernährung oder mangelnde Bewegung sind nachgewiesenermaßen Risikofaktoren für einen Herzinfarkt.

Quelle:
(1) Statistisches Bundesamt Pressemitteilung 303 vom 22.08.2008

AZIB-ATA-6399/09

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Updated 05.02.2012 07:55 CET

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