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Mit einem Herzinfarkt erleben viele Menschen zum ersten Mal eine lebensbedrohliche Situation. Die folgenden Wochen sind oft von Angst und Niedergeschlagenheit geprägt. Doch mit einigen Veränderungen des Alltagslebens, die allerdings konsequent beibehalten werden müssen, lässt sich das Risiko für einen weiteren Infarkt meist deutlich reduzieren.

Es fällt nicht immer leicht, sich eine gesundheitliche Schwäche einzugestehen und sein Leben entsprechen zu ändern. Rücksicht auf die eigene Gesundheit zu nehmen ist für viele Infarkt-Patienten neu. Der Besuch einer Reha-Klinik oder Selbsthilfegruppe hilft vielen Betroffenen, die notwendigen Änderungen in ihrem Leben umzusetzen.

  • Extrem wichtig ist es, die verschriebenen Medikamente (z.B. Betablocker & ACE-Hemmer) konsequent einzunehmen. Feste Einnahmezeiten und Rituale helfen gegen das Vergessen.
  • Die Menschen in Ihrer Umgebung sollten die typischen Herzinfarkt-Symptome kennen, um im Notfall schnell und richtig handeln zu können.
  • Ihre Ernährung sollte reich an Obst und Gemüse und arm an tierischen Fetten sein. Generell gilt: Je weniger Fett, desto besser für das Herz. Versuchen Sie auch möglichst wenig Salz zu verwenden, denn ein hoher Kochsalzgehalt kann zu hohem Blutdruck führen. Um Übergewicht zu vermeiden, sollten Sie die tägliche Kohlenhydratmenge beschränken.
  • Falls Sie rauchen, müssen Sie unbedingt damit aufhören. Rauchen schädigt die Gefäße und begünstigt damit den Herzinfarkt. Raucher, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen, haben ein etwa dreimal höheres Risiko für einen Herzinfarkt als Nichtraucher. Bei 30 Zigaretten pro Tag steigt das Risiko auf das 20fache.
  • Stress ist ebenfalls ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sowohl im Beruf als auch privat gilt es, Strategien zu entwickeln, die den Stress reduzieren. Auch hier ist professionelle Hilfe - wie sie etwa in einer Reha-Klinik angeboten wird - oft wichtig. Eine Stress-Bewältigungsstrategie kann das Erlernen von Entspannungstechniken - wie etwa autogenem Training - sein.
  • Ob und - wenn ja - welcher Sport für Sie in Frage kommt, kann nur ihr Arzt beantworten. In der Regel sind Spazierengehen, leichtes Joggen, Schwimmen, Gymnastik und leichte Ballspiele nicht nur erlaubt, sondern sogar nötig, um Sie aktiv und gesund zu halten. Einige Sportarten wie Gewichtheben, Langstreckenlauf und regelrechte Sprints sind hingegen nicht geeignet. Ideal ist die Teilnahme an einer Koronar-Sportgruppe. Hier können Sie unter ärztlicher Aufsicht zusammen mit anderen Patienten Sport treiben.

AZIB-ATA-6399/09

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Updated 05.02.2012 09:09 CET

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