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Infolge eines Herzinfarkts kann es zu einer Reihe teils lebensbedrohlicher Komplikationen kommen. Auch wenn die ersten Stunden nach dem Infarkt gut überstanden sind, wird der Patient weiter auf der Intensivstation überwacht. Denn einige Komplikationen können erst Tage später auftreten.

Durch einen Herzinfarkt kann das Herz aus dem Takt geraten. Der Sauerstoffmangel führt zu Irritationen, die auch die Zellen betreffen, die normalerweise den Herzrhythmus vorgeben. Es kommt zu Herzrhythmusstörungen. Wenn das Herz deutlich schneller als normal schlägt, spricht man von tachykarden Rhythmusstörungen (mehr als 100 Schläge pro Minute). Da das Herz oft so schnell schlägt, dass es nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut in den Kreislauf zu pumpen, sind sie die häufigste Ursache für einen frühen Herztod in den ersten Stunden nach einem akuten Infarkt. Der Extremfall ist das Kammerflattern oder –flimmern, bei dem das Herz zwar extrem schnell schlägt, dabei aber kaum noch Blut transportiert.

Die mangelnde Sauerstoffversorgung kann aber auch dazu führen, dass das Herz deutlich langsamer schlägt. Unterschreitet die Herzfrequenz 60 Schläge pro Minute, spricht man von bradykarden Rhythmusstörungen.

Zellen des Herzmuskels gehen unwiederbringlich verloren

Bei einem Herzinfarkt sterben Teile des Herzmuskelgewebes ab. Diese Teile können sich nicht mehr an der Pumparbeit des Herzens beteiligen. Andere Bereiche übernehmen daher diese Arbeit. Ist das betroffene Gebiet nicht zu groß, gelingt diese Kompensation ohne größere Probleme. Bei sehr großen Herzinfarkten gelingt dies jedoch nicht. Es kommt zu einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz).

Sind mehr als 40% der linken Herzkammer betroffen, kann es sogar zum lebensgefährlichen kardiogenen Schock kommen. Damit wird eine Komplikation bezeichnet, bei der die Blutmenge, die das Herz noch auswerfen kann, nicht mehr ausreicht, um lebenswichtige Organe wie Gehirn oder Nieren mit Sauerstoff zu versorgen. Ebenso gefährlich sind Risse in der Kammerwand oder Herzklappenabrisse, die durch die veränderten Strömungsverhältnisse im geschädigten Herzen auftreten können.

Die häufigsten Spätkomplikationen sind Linksherzinsuffizienz oder Aneurysmen (Aussackungen) der Ventrikelwand. Diese Unregelmäßigkeiten können zu Rissen führen oder Rhythmusstörungen verursachen. Auch die Gefahr für Blutgerinnsel und nachfolgende Embolien steigt, und damit wiederum das Risiko neuer Gefäßverschlüsse.

AZIB-ATA-6399/09

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Updated 05.02.2012 08:37 CET

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