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In Deutschland ereignen sich etwa 150.000 Schlaganfälle (Apoplex) pro Jahr (1). Etwa jeder fünfte Schlaganfall-Patient stirbt innerhalb der folgenden vier Wochen an den Folgen des Apoplex, über 37% versterben innerhalb des nächsten Jahres. Der Schlaganfall ist somit nach Herz-Kreislauferkrankungen und Krebsleiden die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Das Risiko für einen Schlaganfall steigt unter anderem mit zunehmendem Alter, bei hohem Bluthochdruck, Rauchern und durch eine fettreiche Ernährung.

Etwa 80% aller Betroffenen erleiden durch den Schlaganfall bleibende schwere neurologische Schäden, die das Leben der Patienten stark beeinträchtigen: So sind Schlaganfall-Patienten nach der Entlassung nur noch selten arbeitsfähig und bedürfen meist einer intensiven Pflege (1).

Was geschieht beim Schlaganfall?
Bei einem Schlaganfall werden Teile des Gehirns durch Sauerstoffmangel geschädigt. Da unsere Gehirnzellen sehr empfindlich auf eine Unterversorgung reagieren, reichen wenige Minuten aus, um irreparable Schäden an den Hirnzellen hervorzurufen. Die Folge sind neurologische Ausfälle, die sich etwa als Lähmung (Parese), Sprach- (Aphasie) oder Gedächtnisstörungen äußern.

Die Medizin unterscheidet zwei Formen des Schlaganfalls:

  • den ischämisch/thrombotisch bedingten Schlaganfall
  • den hämorrhagischen Schlaganfall

Bei etwa 80% aller Schlaganfall-Patienten ereignet sich ein ischämischer Schlaganfall, auch zerebrale Ischämie genannt 1. Der ischämische Apoplex ist damit die häufigste Form des Schlaganfalls. Dabei wird die Blutversorgung im Gehirn durch ein Blutgerinnsel (Thrombus) unterbrochen: Das Blutgerinnsel verengt entweder das Gefäß soweit, dass nicht mehr genügend Blut hindurch fließen kann, oder es führt zu einem vollständigen Verschluss der Arterie. Da ein ischämischer Schlaganfall eine mangelnde Blutzufuhr zur Folge hat, sprechen Mediziner auch von einem "weißen Hirninfarkt".

In etwa 20% der Fälle liegt dem Schlaganfall eine Hirnblutung, eine so genannte Hämorrhagie, zugrunde 1. Auslöser für diese Form des Apoplex ist meist ein zu hoher Blutdruck, der Gefäße im Gehirn reißen lässt. Das austretende Blut schnürt den Hirnzellen praktisch die Luft ab und schädigt so das betroffene Hirnareal. Da es sich um eine Blutung handelt, wird der hämorrhagische Schlaganfall auch "roter Hirninfarkt" genannt.

Weitere Informationen zu diesem Thema können Sie der Broschüre "Bluthochdruck: Schlaganfall-Gefahr!" entnehmen, die sie hier kostenlos bestellen können.

Quelle:
(1) P.L. Kolominsky-Rabas, P.U. Heuschmann, Fortschr. Neurol. Psychiatr. 2002;70:657-662 

AZIB-ATA-6397/09

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Updated 30.07.2010 10:12 GMT

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