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  1. Zunächst gibt eine Stuhluntersuchung Auskunft, ob es sich nicht um eine infektiöse Darmerkrankung handelt, die durch Bakterien oder Mikroorganismen ausgelöst worden ist. Hat der Arzt dies ausgeschlossen, wird er den Bauch und den Enddarm untersuchen.
    Blut- und Urinuntersuchungen können auf Entzündungen, Störungen der Nährstoffaufnahme und Blutungen hinweisen.

  2. Mit Hilfe der Koloskopie, das heißt der Darmspiegelung, kann der Arzt direkt die Schleimhaut des Dickdarms betrachten und entzündete Stellen erkennen. Gleichzeitig kann er auch Gewebeproben entnehmen.

    Die Sonographie oder Ultraschalluntersuchung zeigt Wandverdickungen des Dickdarms. Bei einer Rektoskopie wirdder Mastdarm - die letzten zwanzig Zentimeter des Enddarms - untersucht.

    Therapiert wird die Krankheit in den jeweils akuten Stadien mit dem Ziel, die Symptome wie Durchfall, Schmerzen und Blutverlust zu bessern und einem Rückfall vorzubeugen.

  3. Der Arzt gibt im Akutfall meist ein modernes Glukokortikoid. Auch so genannte 5-Aminosalicylsäure-Präparate wirken entzündungshemmend bei akuten Schüben. Die Medikamente werden oft mit Zäpfchen, Einläufen oder entsprechenden Schäumen verabreicht.

    Operationen sind selten erforderlich. Entscheidet sich der Arzt aufgrund der Schwere der Erkrankung für eine Entfernung des gesamten Dickdarms, führt dies zu einer Heilung der Krankheit. Heute sind die Operationsmethodenbereits so ausgereift, dass ein künstlicher Darmausgang verhindert werden kann.

    Auch die Krankheitserscheinungen, die andere Organe abgesehen vom Darm betreffen, werden in der Regel erfolgreich medikamentös behandelt.

AZIB-NEX-6170/09

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Updated 08.09.2010 01:30 GMT

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