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Zwar können theoretisch sämtliche Teile des Verdauungstraktes von dieser Krankheit betroffen sein, meist bilden sich die Entzündungsherde aber im Endteil des Dünndarms oder im Dickdarm.

Anhand von Röntgenuntersuchungen des Dünn- und Dickdarms erkennt der Arzt typische Veränderungen der Schleimhautstruktur des Darms wie das sogenannte Pflastersteinrelief, Fisteln und Engstellen. Charakteristisch ist der Wechsel von befallenen und nicht befallenen Darmabschnitten.

Mit Hilfe der Endoskopie, das heißt der Darmspiegelung, und gegebenenfalls einer Gewebeuntersuchung macht sich der Arzt ein Bild über die entzündlich gerötete Schleimhaut und entdeckt Läsionen und tiefere Geschwüre.

Die Sonographie macht Wandverdickungen und Abszesse sichtbar und gibt weiteren Aufschluß über den Krankheitsverlauf. Auch die Blutwerte sind verändert: Die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und die Anzahl der Leukozyten sind erhöht, der Arzt stellt unter Umständen eine Anämie fest.

Therapiert wird die Krankheit in den jeweils akuten Stadien mit dem Ziel, die Entzündungen im Darm zu beseitigen - und zwar sowohl mit Medikamenten als auch mit bestimmten Diätplänen.

Die Patienten müssen auf zuckerfreie Nahrung achten, denn in vielen Fällen leiden sie gleichzeitig an einer Lactoseintoleranz, das heißt, ihnen fehlt das Enzym zur Milchzuckerspaltung. Mit entzündungshemmenden Medikamenten, aber auch mit Antibiotika geht der Arzt gegen die Entzündung vor.

Bei Komplikationen, die früher oder später bei 80 bis 90 Prozent der Patienten auftreten, wird eine Operation nötig. Neben dem Entfernen von stark betroffenen Darmabschnitten werden Abszesse geöffnet, Durchbrüche genäht und Darmabschnitte plastisch erweitert.

In besonders schwierigen Fällen wird zur Ruhigstellung größerer entzündeter Darmabschnitte ein vorübergehender oder bleibender künstlicher Darmausgang gelegt.

AZIB-NEX-6170/09

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Updated 05.02.2012 09:08 CET

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