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Wer an Sodbrennen leidet, kann ein Lied davon singen: stechende Schmerzen hinterm Brustbein, ein Brennen vom Magen bis hoch in den Mund - Beschwerden, die manch einen sogar nachts aus dem Schlaf reißen. Aber das ist noch nicht alles. Sodbrennen kann auch oft das einzige Warnzeichen für eine lebensgefährliche Krankheit sein, nämlich für Speiseröhrenkrebs.

Sodbrennen - wie es entsteht ...
Die häufigste Ursache für Sodbrennen ist ein schlaffer Ringmuskel zwischen Speiseröhre und Magen. Der ist normalerweise ein fester Verschluss, der verhindert, dass der Mageninhalt dorthin gelangt wo er nicht hin gelangen soll - nämlich in die Speiseröhre. Bei manch einem ist dieser Ringmuskel aber nicht mehr so ganz funktionstüchtig, mit der Folge dass die Magensäure nicht im Magen zurückgehalten wird. Einige andere Faktoren spielen höchstwahrscheinlich auch noch eine Rolle, wie beispielsweise Stress, Alkohol oder zu fettes, zu spätes oder zu umfangreiches Essen.

Was die aggressive Säure anrichtet
Magensäure ist Salzsäure - und die ist aggressiv. Fließt die Säure aus dem Magen in die Speiseröhre trifft sie dort auf sehr empfindliches Gewebe. Es kommt bald zu ersten Schäden, die Speisröhre ist entzündet. Im Fachjargon heißt diese Speiseröhrenentzündung "Ösophagitis". Je öfter und je länger der Magensaft auf die Speiseröhre einwirkt und je saurer er ist, desto schwerer wird die Speiseröhre geschädigt. Es entstehen bald größere Entzündungen, so genannte Erosionen bis hin zu Ulzerationen. Diese fließen zusammen und können bald ringförmig einen ganzen Bezirk der Speiseröhre betreffen. Um sich zu schützen, baut letztendlich die Speiseröhre ihre Innenauskleidung zu einer widerstandsfähigen Schutzschicht um (das nennen die Mediziner "Barrett-Syndrom"). Aber Vorsicht: Diese neuen Zellen bieten zwar erst mal einen gewissen Schutz vor der aggressiven Säure, aber sie sind bereits eine Vorstufe zu Krebs.
Das Krebsrisiko bei Patienten mit dieser umgebauten Speiseröhrenwand ist deutlich höher als bei Gesunden!

AZIB-NEX-6170/09

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Updated 05.02.2012 09:38 CET

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