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Ganz wichtig ist auf jeden Fall das Gespräch mit Ihrem Hausarzt. Mit dieser so genannten Anamnese kann Ihr Arzt auf jeden Fall schon einmal eine Einschätzung Ihres Krankheitsbilds vornehmen.
Hat er den Verdacht, dass bei Ihnen schon Veränderungen in der Speiseröhre vorliegen, kann er eine Spiegelung - Endoskopie - Ihrer Speiseröhre veranlassen. Nur dann kann er nämlich ganz sicher sehen, ob bei Ihnen beispielsweise eine Entzündung oder vielleicht sogar schon ein "Barrett-Syndrom" vorliegt.
Muss man denn den Schlauch schlucken?
Streng genommen müssen Sie nicht zur Endoskopie, wenn bei Ihnen dieser Eingriff nicht durchgeführt werden kann oder Sie sehr starke Angst davor haben. Dann besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dass Sie für eine gewisse Zeit - zum Beispiel 2 Wochen - mit einem Medikament (meist einem Protonenpumpenhemmer) behandelt werden. Haben sich Ihre Beschwerden anschließend wesentlich gebessert, oder sind sie gar verschwunden, weiß Ihr Arzt, dass Sie eine Refluxkrankheit haben. Aber: Auch wenn Ihre Beschwerden dann weg sind, können immer noch Veränderungen da sein, die eventuell operativ behandelt werden müssen.
Also: Sowohl Sie als auch Ihr Arzt sind mit einer endoskopischen Untersuchung auf der sicheren Seite! Und so schlimm ist es ja auch gar nicht, den Schlauch zu schlucken. Denn: Sie bekommen vorher ein Beruhigungs- und Entspannungsmittel und dann merken Sie kaum noch etwas von dieser Prozedur. Sehr sensiblen Personen wird auch eine Narkose angeboten!
Wie kann ich mein Sodbrennen behandeln?
Für die Therapie der Refluxkrankheit gibt es sehr viele verschiedene Medikamente, manche gibt es frei verkäuflich, also ohne Rezept, in Ihrer Apotheke, manche können nur vom Arzt verschrieben werden. Viele Patienten greifen bei Beschwerden sehr gern zu den so genannten Antazida . Diese gibt es frei verkäuflich in der Apotheke und sie wirken meist sehr schnell, indem sie die schädliche Säure sozusagen abfangen. Der Nachteil: Die Wirkung hält nicht sehr lange an. Und gerade nachts, wenn sehr viele Menschen auch unbemerkt eine sauren Rückfluss in die Speiseröhre haben, kann man sich so nicht schützen. Die Entzündung und auch die anderen Veränderungen können sich dann weiterentwickeln! Wirksamer sind hingegen beispielsweise die so genannten Protonenpumpenblocker. Sie schützen die Speiseröhre über eine sehr lange Zeit - ausreichend lang, um Entzündungen zum Abheilen zu bringen und das empfindliche Gewebe unserer Speiseröhre zu schützen. Protonenpumpenblocker hemmen nämlich direkt die Säurebildung, das heißt: Es entsteht erst gar nicht so viel von dieser schädlichen Substanz! Diese Medikamente sind allerdings verschreibungspflichtig, Sie brauchen also ein Rezept von Ihrem Arzt. Die Empfehlung lautet hier ganz klar: Wenn Sie öfter Sodbrennen haben, dann sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt über die für Sie geeignete Therapie.
AZIB-NEX-6170/09
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Updated 05.02.2012 09:37 CET
