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Je nach Risiko-Situation wird der behandelnde Arzt entscheiden, ob die Blutfette allein durch gesündere Ernährung und Lebensstil verbessert werden können oder ob zusätzlich eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen so weit wie möglich zu reduzieren.
Es hängt vom persönlichen Herz-Kreislauf-Risiko ab, ab wann, wie und wie stark das LDL-Cholesterin gesenkt werden sollte. Bei Menschen mit sehr hohem Risiko sind die Zielwerte für die Behandlung sehr streng definiert, bei mäßig erhöhtem Risiko weniger streng.1
Medikamentöse Behandlung
Wenn trotz Ernährungs- und Lifestyle-Umstellung, Gewichtsabnahme und mehr Bewegung die Cholesterinwerte noch nicht im gesunden Bereich liegen oder Sie familiär vorbelastet sind oder mehrere Risikofaktoren aufweisen, wird Ihnen Ihr Arzt Cholesterin senkende Medikamente, auch Lipidsenker genannt, verschreiben.
Diese Medikamente ergänzen die gesundheitsfördernden Maßnahmen wie Sport, Ernährung etc. und sind keinesfalls Ersatz dafür!
Statine
Statine sind Lipidsenker der neueren Generation und werden auch als CSE-Hemmer (Cholesterin-Synthese-Enzym-Hemmer) bezeichnet. Sie verringern die körpereigene Cholesterinbildung (= Synthese) der Leber deutlich.
Also holt sich der Körper das benötigte Cholesterin aus dem Blut, was wiederum zu einem verstärkten Abbau des überschüssigen Cholesterins führt: der LDL-Spiegel im Blut sinkt deutlich ab und es wird weniger Cholesterin in die Arterienwand eingelagert.
Die Cholesterintherapie ist fast immer eine Dauertherapie. Deshalb müssen Lipidsenker meist lebenslang regelmäßig eingenommen werden.
Das können Sie selbst tun:
Bei erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko besteht eine optimale Behandlung immer aus zwei Teilen: die medikamentöse Behandlung wie oben beschrieben sowie nicht-medikamentöse Maßnahmen, die Sie selbst beeinflussen können und die das Risiko weiter senken:
- Rauchen komplett einstellen
- Ernährung umstellen bzw. optimieren: Fett- und cholesterinarm essen (höchstens 300 mg Cholesterin am Tag), die „richtigen“ Fette zu sich nehmen (wenig gesättigte Fettsäuren, stattdessen mehr mehrfach ungesättigte Fettsäuren, z.B. aus pflanzlichen Ölen. Bewährt hat sich die „Mittelmeerländer-Kost“: viel Rohkost und Obst, viel Fisch, Olivenöl etc.
- Übergewicht abbauen, mehr und regelmäßig bewegen: Sport lässt das „gute“ HDL-Cholesterin ansteigen und verbraucht Energie (vor allem bei Ausdauersportarten wird auch einiges Fett verbrannt)
- negativen Stress minimieren: Dysstress (Leistung ohne Belohnung) kann die Cholesterinwerte negativ beeinflussen.
- wenig, besser kein Alkohol
1 z.B.amerikanische Zielwerte nach NCEP ATP III : Grundy SM et al. Circulation 2004; 110: 227-239.
AZIB-CRE 5322/09
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Updated 05.02.2012 08:20 CET
