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  • AstraZeneca und MMV bündeln Kräfte im Kampf gegen Malaria

Veröffentlichungsdatum
28.06.2010
Auslaufdatum
28.06.2012

Wedel, 28. Juni 2010 – AstraZeneca und die gemeinnützige Organisation ‚Medicines for Malaria Venture‘ (MMV) haben eine Kooperation vereinbart. Das Abkommen ermöglicht MVV die Nutzung der umfangreichen Datenbank von AstraZeneca. Ziel ist die Auswahl von Wirk-stoffkandidaten zur Behandlung von Malaria, einschließlich resistenter Erreger-Stämme.
 
Schätzungen zufolge sind allein im Jahre 2008 weltweit etwa 860.000 Menschen an Malaria gestorben. Gefährdet sind vor allem weite Teile der Bevölkerung in Entwicklungsländern. Bei den derzeit angewendeten Therapien dauert die Behandlung der Krankheit mehrere Tage oder Wochen. In der Folge werden die Therapien häufig vorzeitig abgebrochen, was zur Bil-dung von Resistenzen gegen den Krankheitserreger führen kann. Aus diesem Grund  arbeitet MMV an der Entwicklung neuer und bezahlbarer Medikamente, die zudem eine größere Therapietreue ermöglichen. Letztlich sollen Malaria-Patienten, so das Ziel der Organisation, durch einmalige Einnahme eines Wirkstoffs geheilt werden können.

Im Kampf gegen den tödlichsten der Malaria-Parasiten, Plasmodium falciparum,  werden Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Vicky Avery (Griffith Universität, Brisbane, Aust-ralien) künftig unter anderem die Datenbank von AstraZeneca nutzen. Diese enthält Informa-tionen über rund 500.000 Wirkstoffe. Im Verlauf des Verfahrens werden die Wirkstoffe einen mehrstufigen Auswahlprozess durchlaufen, um ihre Eignung für klinische Studien zu prüfen. Das Verfahren wird in den Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen von AstraZeneca in Bangalore, Indien, durchgeführt.

 „Unsere Erfahrungen in der Infektionsforschung haben uns gelehrt, dass wir globale Heraus-forderungen im Gesundheitsbereich nur durch eine Bündelung der Kräfte bewältigen können“, erklärte David Brennan, Vorstandsvorsitzender von AstraZeneca bei Bekanntgabe der Zusammenarbeit. „Die Öffnung unserer Datenbank für MMV ist ein wichtiger Schritt, um dem medizinischen Bedarf gerade in den Entwicklungsländern zu begegnen.“ Nach Aussage Brennans ist es ein Anliegen AstraZenecas, sich aktiv an der Lösung solch weltweiter medi-zinischer Herausforderungen zu beteiligen.

„AstraZeneca zeigt seit Jahren großes Interesse an der Behandlung von Krankheiten, die ansonsten weitgehend vernachlässigt werden“, erläuterte Tim Wells, Forschungsvorstand von MMV, aus Anlass der Bekanntgabe der Kooperation. „Wir freuen uns, bei diesem spannenden Malaria-Projekt mit dem Forschungszentrum in Bangalore zusammenarbeiten zu können.“ Wells verwies in diesem Zusammenhang auf die in Indien alljährlich millionenfach auftretenden Malaria-Fälle. „Die indische Malaria zu verstehen und zu beseitigen ist Schlüssel für die Beseitigung der Krankheit weltweit.“

Ihr Ansprechpartner:
Dr. Friedrich von Heyl, Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: +49-4103-708-3878, friedrich.vonheyl(at)astrazeneca.com

AZIB-AZP-8076/10

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Updated 08.09.2010 01:26 GMT

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