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Diabetes

Diabetes

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselkrankheit, bei der der Blutzuckerspiegel
erhöht ist.

Beim Diabetes mellitus unterscheidet man zwei Formen: Typ-1-Diabetes, der meist in der Jugend beginnt, und Typ-2-Diabetes, der vor allem ältere Menschen betrifft (und der im Folgenden besprochen wird). Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Diabetes. In Deutschland leiden aktuell zwölf Prozent der 20- bis 79-Jährigen an Diabetes, etwa 90 Prozent davon an Typ-2-Diabetes.1 Generell steigt die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, mit dem Alter.

Typische Diabetes-Symptome sind unter anderem starker Durst, Abgeschlagenheit, vermehrtes Wasserlassen, Heißhunger und Sehstörungen. Anfangs kann ein Typ-2-Diabetes für lange Zeit völlig beschwerde- und symptomfrei verlaufen. Daher wird die Erkrankung häufig erst spät erkannt, wenn sie bereits Folgeschäden verursacht hat. Betroffen von solchen Folgeschäden sind unter anderem die Netzhaut, die Nieren, Nerven und Blutgefäße. Der „diabetische Fuß“, durch Nervenschäden und Durchblutungsstörungen in den Füßen verursachte schlecht heilende Wunden und Geschwüre, ist die häufigste Komplikation eines Diabetes. Auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt bei Diabetes an.

Die Ursache des Typ-2-Diabetes ist eine herabgesetzte Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber dem Stoffwechselhormon Insulin. Insulin reguliert die Aufnahme von Glukose in die Zellen, wo der Zucker der Energiegewinnung dient. Reagieren die Zellen nicht mehr ausreichend auf Insulin, wird die Glukose nicht aufgenommen und der Blutzuckerspiegel steigt. Typ-2-Diabetes ist in den meisten Fällen eine Wohlstandskrankheit und Folge verschiedener Risikofaktoren wie falsche Ernährung, Übergewicht und mangelnde Bewegung.

Die Diagnose Diabetes wird anhand der Blutzuckerwerte gestellt. Dazu misst der Arzt den Glukosespiegel im nüchternen Zustand. Stellt er dabei Blutzuckerwerte im Grenzbereich fest, kann er einen Glukosetoleranztest durchführen, bei dem geprüft wird, wie gut der Körper den Zuckerspiegel im Blut noch regulieren kann. Eine weitere wichtige Messgröße bei der Diabetes-Diagnostik ist der HbA1c-Wert. Anhand dieses Wertes kann der Zuckerstoffwechsel über einen längeren Zeitraum hinweg beobachtet werden, um beispielsweise zu überprüfen, wie ein Patient auf die Behandlung reagiert.

Ein frühzeitig erkannter Typ-2-Diabetes lässt sich oft noch ohne Medikamente normalisieren. Dazu muss der Patient seine Lebensweise umstellen, also Übergewicht abbauen, sich mehr bewegen und sich ausgewogen ernähren. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, verordnet der Arzt zunächst ein einzelnes, wenn auch dann der Blutzuckerspiegel nicht ausreichend sinkt, ein zweites Medikament. Dabei kann es sich zum Beispiel um Metformin oder Sulfonylharnstoffe handeln. Neuere Medikamente sind die sogenannten Gliptine und die Inkretin-Mimetika. In einigen Fällen kann auch eine Behandlung mit Insulin erforderlich sein.

Quelle

1 http://www.kompetenznetz-diabetes-mellitus.net/index.php/de/kompetenznetz , abgerufen am 07.03.2012.


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