Schweres Asthma im Fokus: 1,5 Tage – 11 Referenten – 1 gemeinsames Ziel

AfP PRECISION-Auftaktveranstaltung

Wedel/Hamburg 16. Oktober 2017. Gegenwärtig befindet sich die Pneumologie durch neue Leitlinien, eine Vielzahl von Therapieoptionen und innovative Wirkstoffe wie Biologika im Umbruch. Insbesondere im Bereich des schweren Asthmas scheint ein Paradigmenwechsel hinsichtlich der Therapieoptionen bevorzustehen, wie nationale Experten anlässlich der AfP PRECISION-Auftaktveranstaltung von AstraZeneca am 13.
und 14. Oktober in Hamburg diskutierten. Diese Tendenz zeichnete sich bereits in den vergangenen Jahren im Rahmen der AfP*-Fortbildungsveranstaltungen ab. Mit der weltweiten Initiative AfP PRECISION – unter dem Dach der Akademie für Pneumologen (AfP) – hat sich das forschende Pharmaunternehmen zum Ziel gesetzt, den
wissenschaftlichen Austausch auf praxisnahe Ebene zu transferieren und Behandlern einen Mehrwehrt für die tägliche Arbeit zu bieten: Sowohl durch interdisziplinäre Ansätze und Impulse von Kollegen als auch durch eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis.

„Mit AfP PRECISION haben wir ein ganz besonderes Fortbildungsformat ins Leben gerufen, das buchstäblich weite Kreise zieht“, kommentierte Dr. Kai Richter, medizinischer Direktor und Mitglied der Geschäftsführung bei AstraZeneca Deutschland, die Idee hinter dem Veranstaltungskonzept. „Denn in der bundesweiten Auftaktveranstaltung geben renommierte Referenten zunächst fundiertes Wissen und praktische Hilfestellungen an das Plenum weiter. In den geplanten regionalen Workshops, die in Kooperation mit ausgewählten Pneumologen und führenden Asthmazentren durchgeführt werden, gibt es dann hingegen die Option, alle wichtigen Themen auf die lokalen Bedürfnisse abzustimmen.“ Auf diese Weise sei es möglich, so Richter, generelle Fragestellungen und individuelle Anliegen gleichermaßen zu berücksichtigen.

AfP PRECISION: Mit Experten für die Praxis entwickelt
Gemeinsam mit einer National Steering Group**, bestehend aus fünf namhaften Pneumologen aus Klinik und Praxis, hat AstraZeneca sich mit den Bedürfnissen der Behandler auseinandergesetzt und ein Konzept entwickelt, das mehr bietet als nur ‚graue Theorie‘. „Denn eine nachhaltige Asthma-Therapie erfordert immer mehr als nur die reine medikamentöse Behandlung“, führte Prof. Dr. Marco Idzko, Wien, Mitglied der AfP PRECISION-Steering Group, aus. Der informative Mix aus pneumologischen Themen, Immunologie und neuen Therapieoptionen, ökonomischen und psychologischen Aspekten sowie zahlreichen Kasuistiken begeisterte die rund 100 Teilnehmer aus Klinik und Praxis. „Der Blick über den Tellerrand in dieser fachübergreifenden Weiterbildung liefert Informationen und Erkenntnisse, die man als Pneumologe im klinischen Praxisalltag durchaus manchmal nicht ausreichend berücksichtigt. Das breite Spektrum der Themen der Veranstaltung ist ein echter
Mehrwert für die Teilnehmer – das finde ich sehr gelungen“, kommentierte PD Dr. med. Christian Gessner, niedergelassener Pneumologe aus Leipzig, die Auftaktveranstaltung. Das bestätigte auch Dr. med. Christoph Terkamp, Endokrinologe und Diabetologe an der Medizinischen Hochschule Hannover: „Das Veranstaltungskonzept ist deshalb so wertvoll, da es fallbasiert, interaktiv und interdisziplinär ist. Ich finde es als Endokrinologe extrem wichtig, dass in der Pneumologie immer mehr auch die Nebenwirkungen der Kortikosteroide in den Fokus rücken. Mit dem Einsatz von Biologika gibt es Therapieoptionen, mit denen diese Nebenwirkungen reduziert werden können.“

„Da ich seit Längerem Biologika in Klinischer Forschung und in der Praxis anwende, war es mir ein besonderes Anliegen, den Teilnehmern einen Einblick zu praktischen Aspekten rund um den Einsatz der neuen zielgerichteten Therapien zu geben“, so PD Dr. Stephanie Korn, Mainz, auch Mitglied der AfP PRECISION-Steering Group. Ein interdisziplinärer Themenkomplex führte am zweiten Tag der Veranstaltung in eine umfassende Diskussion: Beispiele aus Pneumologie, Onkologie und Rheumatologie dienten als Grundlage für zahlreiche Fragestellungen. „Uns war es ganz besonders wichtig, dass die Teilnehmer wirklich
einmal über den eigenen Tellerrand blicken können, um neue Impulse für ihre tägliche Arbeit zu gewinnen“, fasste Prof. Dr. Christian Taube, Essen, ebenfalls Mitglied der AfP PRECISIONSteering Group, zusammen. „Gerade für eine optimale Versorgung von Patienten mit schwerem Asthma wird bei den neuen Therapieoptionen eine interdisziplinäre Zusammenarbeit immer wichtiger“, ergänzte Dr. Hartmut Timmermann, niedergelassener Pneumologe aus Hamburg und Mitglied der AfP PRECISION-Steering Group. „Studienbedingungen sind oft nicht 1:1 in der Praxis anwendbar. Um hier Verunsicherung abzubauen, halte ich ein interaktives Format wie dieses für ganz wichtig. Es bietet das Potenzial, eine Vernetzung zu starten, die zur Diskussion ermutigt und den persönlichen Austausch unter Kollegen und mit Experten ermöglicht. Das schafft auch die Motivation, sich
über solche Veranstaltungen hinweg auszutauschen und gemeinsam effektive Therapieerfolge voranzutreiben. Das ist eine enorme Rückenstärkung für die Therapieentscheidung“, resümierte Primaria Doktorin Sylvia Hartl, Leiterin der 2. Internen
Lungenabteilung am Otto-Wagner-Spital in Wien, die als Teilnehmerin vor Ort war.

AfP PRECISION: Lokale Netzwerke aufbauen
AfP PRECISION soll ein nachhaltiges Fortbildungskonzept sein und gleichzeitig mehrere Ebenen bedienen: Zum einen werden durch die Auftaktveranstaltung bundesweite Bedarfe abgefragt und im Dialog mit den anwesenden Referenten unmittelbar geklärt. Zum anderen ist vorgesehen, die Themen der zentralen Veranstaltung in regionalen Workshops auf die lokale Ebene herunterzubrechen. Oberste Priorität hat hierbei die Förderung des Best-Practice-Austauschs sowie die Stärkung pneumologischer und interdisziplinärer Netzwerke in den Regionen. In den mehrstündigen Fortbildungen wird der Fokus auf ausgesuchten Fallstudien liegen: „Kasuistiken geben aus meiner Sicht immer wertvolle Denkanstöße“, kommentierte Prof. Dr. Marek Lommatzsch aus Rostock, der auch Mitglied der AfP PRECISION-Steering Group ist, diesen Ansatz. „Jeder Patient hat individuelle Bedürfnisse, die wir als Behandler zunächst erkennen und auf die wir in der Folge natürlich eingehen müssen“, so Lommatzsch. Raum zur Diskussion ist zudem für die konkreten Herausforderungen des therapeutischen Alltags vorgesehen. „Wir planen die ersten regionalen AfP PRECISION-Workshops bereits für Ende des Jahres und hoffen auch hier auf rege Teilnahme“, erläuterte Dr. Kai Richter.

Pressekontakt:
Kristin Brinkert, PR-Managerin, AstraZeneca GmbH
Tel.: +49-4103-708-3809, kristin.brinkert@astrazeneca.com

Über Asthma
Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. Derzeit sind nach Schätzungen der WHO weltweit etwa 315 Millionen Menschen daran erkrankt.1 Die Global Initiative for Asthma (GINA) geht von einem Anstieg auf 400 Millionen bis 2025 aus.2 In Deutschland sind nach Expertenschätzungen rund 5 % aller Erwachsenen betroffen.3 Sie leiden häufig unter Atemnot, Verengung der Atemwege und Husten.

Auslöser können eine genetische Disposition, allergische Faktoren, wie beispielsweise Pollen oder umweltbedingte Faktoren (z. B. Rauch, Chemikalien) sein.4 Jedes Jahr sterben weltweit 250.000 Menschen an Asthma.5 Bisher ist die Krankheit nicht heilbar. Bis zu 10 % aller Asthmafälle sind als schwer einzustufen5,6, davon sind etwa 40 % unzureichend kontrolliert7. Bei schwerem unkontrolliertem Asthma ist die Sterblichkeitsrate acht Mal höher als bei schwerem Asthma.8,9 Unkontrolliertes Asthma kann zu einer Abhängigkeit von oralen Kortikosteroiden führen (OCS).4 Eine häufige oder dauerhafte Therapie mit systemischen Steroiden kann schwere und/oder irreversible Folgen wie Osteoporose, Angstzustände, Depressionen, Gewichtszunahme, Glaukome und Diabetes mellitus mit sich bringen.10 Hinzu kommt die sozioökonomische Belastung: Schweres Asthma verursacht 50 % aller Kosten, die durch Asthma entstehen.11

Über AstraZeneca und Atemwegserkrankungen
AstraZeneca engagiert sich seit fast 40 Jahren in den beiden Kernforschungs- und Therapiegebieten Asthma und COPD. Unser Ziel ist es, den Behandlungserfolg bei Patienten, für die mit den bisher bestehenden Therapieoptionen keine ausreichende Krankheitskontrolle erreicht werden kann, zu verbessern. Daher entwickelt AstraZeneca inhalative Therapien und Prinzipien weiter und erforscht zusätzlich neue biologische Ansätze, um zielgerichtete Therapien zu ermöglichen. Außerdem fördert AstraZeneca mit Initiativen wie z. B. der Akademie für Pneumologen (AfP) den wissenschaftlichen Austausch unter Ärzten sowie die Optimierung der therapeutischen Rahmenbedingungen. Das neue weltweite Fortbildungsformat AfP PRECISION soll
Pneumologen ab Herbst 2017 vor allem bei Aspekten rund um schweres Asthma und zielgerichteten
Therapieansätze in der Praxis unterstützen.

Über AstraZeneca
Die AstraZeneca GmbH in Wedel/Schleswig-Holstein ist die deutsche Tochtergesellschaft des britischschwedischen
Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC, mit Hauptsitz in Cambridge. AstraZeneca gehört mit einem Konzernumsatz von rund 23 Milliarden USD (2016) weltweit zu den führenden Unternehmen der forschenden Arzneimittelindustrie. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten im Bereich Herz-Kreislauf und Stoffwechsel, Onkologie, Atemwegserkrankungen sowie für die Behandlung von Infektions- und Autoimmunkrankheiten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.astrazeneca.de.

 

* Akademie für Pneumologen
** National Steering Group: Prof. Dr. Marco Idzko (Wien), Prof. Dr. Christian Taube (Essen), PD Dr. Stephanie
Korn (Mainz), Dr. Hartmut Timmermann (Hamburg), Prof. Dr. Marek Lommatzsch (Rostock)


Referenzen

  1. To T et al. BMC Public Health 2012;12:204.
  2. Masoli M et al. Allergy 2004;59:469-478.
  3. Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nationale VersorgungsLeitlinie Asthma – Langfassung, 2. Auflage. Version 5, 2009, zuletzt geändert: August 2013, Gültigkeit abgelaufen. Online verfügbar unter: http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/asthma (letzter Zugriff 08.09.2017).
  4. Global Initiative for Asthma, GINA Report. Global Strategy for Asthma Management and Prevention. Updated 2017. Online verfügbar unter: http://ginasthma.org/2017-gina-report-global-strategy-for-asthma-managementand- prevention/ (letzter Zugriff 08.09.2017).
  5. WHO. Global surveillance, prevention and control of chronic respiratory diseases: a comprehensive approach. Online verfügbar unter: http://www.who.int/gard/publications/GARD%20Book%202007.pdf (letzter Zugriff 08.09.2017).
  6. Price D et al. NPJ Prim Care Respir Med 2014;24:14009.
  7. Adelphi Real World Respiratory Disease Specific Programme. [Asthma patient data file]. Uncited raw data, cited with permission. Bollington: Adelphi Real World, 2011–2014.
  8. Fernandes AG et al. J Bras Pneumol. 2014;40:364-372.
  9. Price D et al. NPJ Prim Care Respir Med 2014;12;24:14009.
  10. Dietel M, Suttorp N, Zeitz M (Hrsg). Harrisons Innere Medizin. ABW Wissenschaftsverlag; 18. Auflage 2012.
  11. World Allergy Organization. The Management of Severe Asthma: Economic Analysis of the Cost of Treatments for Severe Asthma. Online verfügbar unter: http://www.worldallergy.org/educational_programs/world_allergy_forum/anaheim2005/blaiss.php (letzter Zugriff 08.09.2017).

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