Umweltverträglichkeit

Die Verantwortung für unsere Umwelt ist uns ein zentrales Anliegen, und das über den gesamten Produkt-Lebenszyklus – von der Entdeckung und Entwicklung über die Herstellung, das Marketing und die Anwendung bis hin zur Entsorgung.

Umweltverträglichkeit ist ein Bereich, in dem wir – so glauben wir – sowohl die Fähigkeit als auch die Verantwortung haben, Standards einzuführen, die unsere Geschäftsstrategie beschleunigen, während wir einen breiteren Nutzen für die Gesellschaft schaffen.

Was wir tun

Wir setzen Ziele für die Zukunft

2015 setzen wir uns neue Ziele für die Zukunft. Wir möchten unseren Teil der Verantwortung übernehmen. Deshalb konzentrieren wir uns mit unseren Zukunftszielen auf die gemeinsame Initiative des World Resources Institute, des World Wildlife Fund und des Carbon Disclosure Projects und auf wissenschaftlich untermauerte Ziele, wie sie in deren Bericht „Mind the Science: Mind the Gap“ angekündigt wurden. Ziel der Initiative ist es, eine neue und gebietsübergreifende Methodologie zu entwickeln, die Unternehmen hilft, wissenschaftlich untermauerte Ziele für die Emissionsreduzierung festzusetzen, und zwar nicht auf Basis bereits existierender Projekte zur Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes in ihrer eigenen Pipeline, sondern auf Grenzwerten, die die schädlichsten Klimaauswirkungen vermeiden.

Wir suchen neue Perspektiven

2014 haben wir die Unterstützung durch einen Fachbeirat für Umweltverträglichkeit sichergestellt. Dieser Rat besteht aus einer Gruppe von vier führenden Experten aus aller Welt und ihre Rolle besteht darin, uns in allen Aspekten unserer Umweltstrategie kritisch zu hinterfragen und zu beraten. Die Mitglieder des Fachrates sind:

  • Pankaj Bhatia, World Resources Institute, Washington
  • Professor Jorgen Randers, Klimastrategie, BI Norwegian Business School
  • Professor Koen Steemers, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeits-Design, Leiter der Abteilung Architektur, University of Cambridge    
  • Polly Courtice, Leiterin des Instituts für Sustainability Leadership, University of Cambridge.

Bei einem ersten Treffen im Oktober 2014 gab uns der Fachbeirat Feedback bezüglich der von uns vorgeschlagenen Umweltziele für die Zeit nach 2015 und forderte uns auf, bei der Weiterentwicklung dieser Ziele und deren Umsetzung über alle Geschäftsfelder hinweg das Konzept einer gerechten Beteiligung zu verwirklichen. Der Vorstand trifft sich zweimal pro Jahr.

Wir verbessern unsere CO2-Bilanz

2014 wurden wir auf die A-Liste der Performance Leader des Carbon Disclosure Projects (CDP) gesetzt. Darüber hinaus werden wir im 2014 CDP Supplier Climate Performance Leadership Index (SCPLI) geführt. In diesem Index werden 121 Zulieferfirmen aus der ganzen Welt, die die größten Fortschritte bei der Bekämpfung des Klimawandels vorweisen können, der Öffentlichkeit präsentiert.

2014 lag unsere betriebliche Treibhausgasemission bei 738.000 metrischen Tonnen; das entspricht einer Reduzierung um 18 %, verglichen mit dem Ausgangswert des Jahres 2010.

Wir nutzen unsere natürlichen Ressourcen auf effiziente Weise

Die Vermeidung von Abfall ist unser Ziel. Wenn dies nicht möglich ist, streben wir danach, den entstandenen Abfall bestmöglich zu entsorgen, indem wir spezielle Behandlungsmethoden anwenden, Recycling betreiben und die Nutzung von Deponien vermeiden. Seit 2010 haben wir unsere Abfallmenge um 24 % und die Menge an Sondermüll um 36 % reduziert. Erreicht haben wir dies vor allem durch die Modifizierung unser Produktionsmuster sowie durch bedeutende Investitionen in unsere Produktionsstätten im Vereinigten Königreich, um das Recycling und die Wiederverwertung von Lösungsmittelabfall zu ermöglichen. (Entsprechend der nationalen Gesetzgebung kategorisieren wir unsere Abfälle entweder als Sondermüll, wie etwa chemische Abfälle, oder als andere Abfälle, wie etwa Müll und Schrott.)

An allen unseren Produktionsstandorten sowie Forschungs- und Entwicklungsstätten, an denen bedeutende Wassermengen verwendet werden oder die in Regionen mit hoher Wasserbelastung liegen, werden Regelungen zur Wasserreinhaltung angewendet. 2014 betrug unser Wasserverbrauch 3,8 Millionen Kubikmeter, das entspricht einer Reduktion von 17 % verglichen mit dem Ausgangswert von 2010.

 

Wir übernehmen mit unseren Produkten Verantwortung für die Umwelt

Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen ist der Antrieb all derer, die ein Medikament über seine gesamte Lebensspanne begleiten, um dafür zu sorgen, dass der Einfluss des Produkts auf die Umwelt minimiert wird. Prozessmassenintensität (Process Mass Intensity, PMI) ist ein Ziel zur Ressourceneffizienz, das in Gemeinschaftsarbeit von der pharmazeutischen Industrie entwickelt wurde und eine Maßeinheit für die Gesamtmenge aller verwendeten Rohstoffe, dividiert durch die Menge des hergestellten Produktes darstellt. Dabei ist es wichtig, für jedes Projekt in der Entwicklung einen möglichst niedrigen PMI anzustreben, denn so kann die Menge des verwendeten Materials sowie der erzeugten Abfälle über die Lebensdauer eines Produktes, die viele Jahre betragen kann, reduziert werden.

Unsere PMI-Analyse von 2014, die sich auf pharmazeutische Entwicklungsprojekte bezog, hat gezeigt, dass unsere gemeinsamen Bemühungen, die Prozesse rund um Pharmawirkstoffe zu verbessern, zu einer 22-prozentigen Reduktion des PMI gegenüber dem vereinbarten Ausgangswert geführt haben.

Wir verbessern unser Verständnis für Pharmazie und Umwelt

Um sicherzustellen, dass die bei der Produktion anfallenden Einleitungen von Wasser sicher sind, haben wir das Konzept der umweltbedingten Referenzkonzentrationen (Environmental Reference Concentrations, ERCs) sowie der maximal tolerierbaren Konzentrationen (Maximum Tolerable Concentrations, MTCs) entwickelt. Dies sind Normwerte, die in den umliegenden Gewässern, die unseren Abwässern ausgesetzt sind, nicht überschritten werden sollten. Bis heute haben wir ERCs und MTCs für 42 unserer pharmazeutischen Wirkstoffe (Active Pharmaceutical Ingredients, APIs) entwickelt.

Alle Produktionsstätten weltweit erfüllen unsere ERC-Kriterien und wir stellen die Einhaltung durch ein kontinuierliches Compliance-Programm sicher. Im Jahr 2014 haben wir 72 ERC-Evaluierungen mit unseren Zulieferern abgeschlossen. In jährlichen Trainingsveranstaltungen erläutern wir unseren Zulieferern unseren Ansatz und die Methodologie. Außerdem arbeiten wir mit nationalen und lokalen Behörden zusammen, um Bewusstsein zu schaffen und Beratung bezüglich der sicheren Entsorgung von Arzneimitteln anzubieten.

Erfahren Sie mehr über unseren Ansatz und unsere Fortschritte bei der Reduzierung von Umweltbelastungen:

Umweltrisiko-Daten zu unseren Medikamenten

Eine Übersicht zu den Umweltrisiken der Medikamente von AstraZeneca. Diese Informationen werden regelmäßig aktualisiert, sobald neue Datenverfügbar sind.