AstraZeneca treibt „Ambition Zero Carbon“-Programm voran und entwickelt gemeinsam mit Honeywell die nächste Generation von Inhalatoren


Neue Inhalatoren mit einem Treibhauspotenzial von nahezu Null

Wedel, 22.03.2022. AstraZeneca und Honeywell arbeiten künftig zusammen, um gemeinsam Inhalatoren der nächsten Generation zur Behandlung von Atemwegserkrankungen zu entwickeln. In diesen wird das Treibmittel HFO-1234ze genutzt, welches ein bis zu 99,9 % geringeres Treibhauspotenzial aufweist als die derzeit in Atemwegsmedikamenten verwendeten Treibmittel.1

Zeitgleich zur kürzlich bekanntgegebenen Partnerschaft hat AstraZeneca seinen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Dieser zeigt die Fortschritte beim ambitionierten Nachhaltigkeitsprogramm „Ambition Zero Carbon“. Der Bericht belegt unter anderem, dass der gesamte von AstraZeneca extern bezogene Strom nun aus erneuerbaren Quellen stammt. Darüber hinaus wird ersichtlich, dass das Unternehmen seit 2015 seine Scope 1- und 2-Treibhausgasemissionen (THG) um 59 % verringert hat. Darin ist ebenfalls der THG-Fußabdruck von Alexion integriert. AstraZeneca hatte das Biotech-Unternehmen im vergangenen Jahr übernommen.

Pascal Soriot, Chief Executive Officer bei AstraZeneca, erklärt: „Wir machen große Fortschritte hinsichtlich unseres Ziels, bis Ende 2025 weltweit CO2-neutral und bis 2030 CO2-negativ entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu arbeiten. Die Zusammenarbeit mit Honeywell ist ein Beleg dafür, wie sehr sich AstraZeneca dafür einsetzt, nachhaltige Innovationen im Gesundheitswesen voranzutreiben, mit dem Ziel die Ergebnisse für Patient:innen zu verbessern und gleichzeitig unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern.“

Darius Adamczyk, Chairman und Chief Executive Officer bei Honeywell, kommentiert die Partnerschaft der beiden Unternehmen: „Die Arbeit, die wir mit AstraZeneca bei der Entwicklung eines Inhalators mit einem neuen Treibmittel leisten, welches ein sehr niedriges Treibhauspotenzial aufweist, ist sowohl für die Umwelt als auch für Menschen mit Atemwegserkrankungen von enormer Bedeutung. Unser Ziel ist es, die Kohlenstoffemissionen im Bereich der Atemwegsmedizin zu reduzieren, ohne die Wahlmöglichkeiten der Patient:innen einzuschränken oder die Verbesserung der Gesundheitsversorgung zu gefährden.“

Inhalatoren der nächsten Generation
Die meisten Patient:innen mit Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung benötigen inhalative Arzneimittel3. Viele von ihnen verwenden Inhalatoren. Das sind Druckbehälter, die kleine Mengen an Treibgas enthalten. Das wiederum dient als Treibmittel für die Abgabe des Medikaments in die Lunge.3

Erste Studienergebnisse haben ergeben, dass mit dem Treibmittel HFO-1234ze, das ein Treibhauspotenzial nahe Null hat, eine ähnliche Sicherheit, Verträglichkeit und systemische Exposition der Wirkstoffe erzielt wurde wie beim Einsatz eines herkömmlichen Inhalators. Unabhängig davon wird AstraZeneca zusätzlich zu den Inhalatoren der nächsten Generation weiterhin inhalative Trockenpulverinhalatoren anbieten.

Weltweit sind mehr als hundert Millionen Menschen von Atemwegserkrankungen betroffen. Es besteht daher ein erheblicher klinischer Bedarf an pMDIs, die für die Patient:innen eine wichtige Option darstellen.4-9 Die Vertrautheit mit dem Gerätetyp, die Einschränkung der Lungenfunktion und das Alter sind wichtige Faktoren bei der Auswahl des für den/die Patient:in am besten geeigneten Inhalators.5-9

Wissenschaftsbasierte Klimaziele für die Lieferkette
AstraZeneca ist eines der ersten sieben Unternehmen weltweit, die ihre Netto-Null-Ziele gemäß des “Net Zero“-Standards der Science Based Targets Initiative (SBTi) verifizieren lassen. Zur Unterstützung seiner Dekarbonisierungsziele strebt AstraZeneca an, dass 95 % seiner wichtigsten Zuliefer- und Partnerunternehmen bis Ende 2025 wissenschaftsbasierte Klimaziele vorweisen.

Für AstraZeneca ist es wichtig, die Erfahrungen auf dem Weg zur Dekarbonisierung zu teilen. Aus diesem Grund ist das Unternehmen Gründungsmitglied des „Energize“-Programms, das vergangenes Jahr beim Klimagipfel der Vereinten Nationen (COP26) ins Leben gerufenen wurde. Dieses hat zum Ziel, den Zugang zu erneuerbaren Energien für pharmazeutische Lieferketten zu verbessern. Darüber hinaus ist AstraZeneca Gründungsmitglied der Taskforce Gesundheitssysteme als Teil der Initiative für nachhaltige Märkte (Sustainable Markets Initiative). Diese zielt darauf ab, die Erreichung eines kohlenstoffneutralen Gesundheitssystem zu beschleunigen.

Lesen Sie mehr über die Umsetzung der Nachhaltigkeitsverpflichtungen von AstraZeneca in dem kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht 2021 und in der Zusammenfassung der Nachhaltigkeitsdaten.

 

Nachhaltigkeit bei AstraZeneca Deutschland

„Wir sind stolz auf die Fortschritte, die wir weltweit im Rahmen unseres „Ambition Zero Carbon“-Programm machen. Auch in Deutschland engagieren wir uns kontinuierlich über diverse Projekte und Maßnahmen, für mehr Nachhaltigkeit – sowohl im ökologischen als auch im sozialen Sinne.” (Alexandra Bishop, Geschäftsführerin)

  • AstraZeneca stellt bis 2025 die komplette Fahrzeugflotte in Deutschland auf Elektromobilität um.
  • Ziel ist es zudem, 100 % aller AstraZeneca-Veranstaltungen möglichst klimaneutral durchzuführen und unvermeidbare CO2-Emissionen auszugleichen.
  • Mit dem Umzug von Wedel in die Hamburger Marzipanfabrik im Frühjahr 2022 legen wir den Grundstein für agiles Arbeiten in einer energieeffizienten Arbeitsumgebung und möchten die Mitarbeitenden dafür begeistern, nahezu papierlos und plastikfrei zu arbeiten.
  • Wir übernehmen gesellschaftliche Verantwortung – auch über das Klima hinaus. Mit unserem „Young Health Programme“ unterstützen wir weltweit Jugendliche, eigenverantwortlich mit ihrer Gesundheit umzugehen. In Hamburg arbeiten wir mit basis & woge e.V. zusammen. Unser gemeinsames Ziel ist die Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße leben.
  • Wir binden unsere Mitarbeitenden eng in unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten ein – ob durch Befragungen, eine interne Sustainability Taskforce oder unseren jährlichen AlleZusammen-Tag. 2021 fand dieser bereits zum fünften Mal statt – 440 Mitarbeitende beteiligten sich deutschlandweit in 45 sozialen und ökologischen Projekten.

Weitere Informationen zum Engagement von AstraZeneca für mehr Nachhaltigkeit fin-den Sie unter: https://www.astrazeneca.com/sustainability.html

 

Anmerkungen

Energize
AstraZeneca ist Gründungspartner des "Energize"-Programms, das den Zugang zu erneuerbarer Energie für pharmazeutische Lieferketten verbessern soll. Die beispiellose Zusammenarbeit zwischen zehn der größten Pharmaunternehmen zielt darauf ab, Lieferant:innen zu ermutigen und zu unterstützen, in großem Umfang Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Energize ermöglicht es den Lieferant:innen von AstraZeneca, ihre Scope-2-Emissionen und damit auch die Scope-3-Emissionen AstraZenecas zu senken. Das Programm wird die Treibhausgasemissionen innerhalb der Lieferkette des Gesundheitswesens reduzieren und dazu beitragen, die Ambition Zero Carbon Ziele zu erreichen.

Initiative für nachhaltige Märkte (SMI) Taskforce Gesundheitssysteme
Das Engagement von AstraZeneca für die Zusammenarbeit mit Gesundheitssystemen und Partner:innen im Bereich der nachhaltigen Gesundheitsversorgung wurde bei der Gründung der SMI Taskforce Gesundheitssysteme auf der COP26 unter Beweis gestellt. Die von Prinz Charles ins Leben gerufene und von Pascal Soriot geleitete Taskforce besteht aus weltweit führenden Vertreter:innen des privaten und öffentlichen Gesundheitswesens. Sie zielt darauf ab, die Entwicklung hin zu einer auf Patient:innen zentrierten Netto-Null-Gesundheitsversorgung zu beschleunigen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der digitalen Gesundheitsversorgung, den Lieferketten und den der Patient:innenversorgung zugrunde liegenden Prozessen.

AstraZeneca als starker Partner in der Atemwegstherapie
AstraZeneca engagiert sich seit 50 Jahren im Bereich Asthma und COPD – zwei der wichtigsten Forschungs- und Therapiegebiete des Unternehmens. Ziel ist es, den Behandlungserfolg bei Patient:innen, für die mit den bisher bestehenden Therapieoptionen keine ausreichende Krankheitskontrolle erreicht werden kann, zu verbessern. Daher entwickelt AstraZeneca inhalative Therapien und Technologien weiter und erforscht zusätzlich neue biologische Ansätze, um zielgerichtete Therapien für Patient:innen anbieten zu können. AstraZeneca verfügt bereits heute über eines der stärksten respiratorischen Portfolios. Um Synergien zum Wohl der Patient:innen zu nutzen und Therapieoptionen zu verbessern, geht AstraZeneca seit vielen Jahren über die eigenen Forschungs- und Fortbildungsaktivitäten hinaus Partnerschaften mit Unternehmen und Instituten wie Pearl Therapeutics, Sofotec und Medimmune ein.

Außerdem fördert AstraZeneca mit Initiativen wie z. B. der Akademie für Pneumolog:innen (AfP) den wissenschaftlichen Austausch unter Ärztinnen und Ärzten sowie die Optimierung der therapeutischen Rahmenbedingungen. Das neue Fortbildungsformat AfP PRECISION unterstützt Pneumolog:innen seit Herbst 2017 vor allem bei Aspekten rund um schweres Asthma und zielgerichtete Therapieansätze in der Praxis.

AstraZeneca Die AstraZeneca GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC. AstraZeneca (LSE/STO/Nasdaq: AZN) ist ein globales, wissenschaftsorientiertes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von verschreibungspflichtigen Medikamenten in den Bereichen Onkologie, seltene Krankheiten und Biopharmazeutika, einschließlich Herz-Kreislauf, Nieren und Stoffwechsel sowie Atemwege und Immunologie, konzentriert. AstraZeneca mit Sitz in Cambridge, Großbritannien, ist in über 100 Ländern tätig. Die innovativen Medikamente des Unternehmens werden von Millionen von Patient:innen weltweit eingesetzt. Weitere Informationen auf astrazeneca.de.

 

Ansprechpartner AstraZeneca
Sabine Reinstädler
Leitung PR & Kommunikation
AstraZeneca GmbH
Tinsdaler Weg 183
22880 Wedel
Tel.: +49 (0)40 8080 57934
E-Mail: sabine.reinstadler@astrazeneca.com


Referenzen

  1. AstraZeneca Pharmaceuticals. Data on File. Global Warming Potential of HFO-1234ze. (ID: REF-140251).
  2. Usmani OS. Choosing the right inhaler for your asthma or COPD patient. Ther Clin Risk Manag. 2019;15:461–472.
  3. Myrdal PB, et al. Advances in metered dose inhaler technology: formulation development. AAPS PharmSciTech. 2014;15(2):434–455. DOI:10.1208/s12249-013-0063-x.
  4. Soriano JB, et al. Prevalence and attributable health burden of chronic respiratory diseases, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017. Lancet Respir. Med. 2020;8:585-96.
  5. Lavorini F. The challenge of delivering therapeutic aerosols to asthma patients. ISRN Allergy. 2013;102418.
  6. Usmani OS, et al. Inhaler choice guideline. Choosing an appropriate inhaler device for the treat-ment of adults with asthma or COPD. 2017. Available at: https://www.guidelines.co.uk/respira-tory/inhaler-choice-guideline/252870.article [Letzter Zugriff: Februar 2022]
  7. Roche N, et al. The evolution of pressurized metered-dose inhalers from early to modern devices. J Aerosol Med Pulm Drug Deliv. 2016;4:311–27.
  8. Laube BL, et al. What the pulmonary specialist should know about the new inhalation therapies. Eur Respir J. 2011;37:1308-31. 9. Lavorini F, et al. Optimising inhaled
  9. Lavorini F, et al. Optimising inhaled pharmacotherapy for elderly patients with chronic obstructive pulmonary disease: the importance of delivery devices. Drugs Aging. 2016;33:461–73.

DE-43753/22