Systemischer Lupus erythematodes
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Systemischer Lupus erythematodes, kurz SLE, ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem gesundes Gewebe in nahezu jedem Teil des Körpers angreifen kann.1 Lupus kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen, darunter Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Schwellungen und Fieber.2 Hinzu kommen häufig eine ausgeprägte chronische Erschöpfung (Fatigue) und eine erhebliche emotionale Belastung, die sich ebenfalls negativ auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen auswirken.3,4
Deshalb engagieren sich die Forschungsteams bei AstraZeneca mit großem Einsatz, um einen spürbaren Unterschied im Leben von Menschen mit Lupus zu machen. Sie arbeiten intensiv daran, die Grenzen der Wissenschaft zu erweitern und besser zu verstehen, wie das Immunsystem funktioniert und wie Autoimmunität entsteht. Die gewonnenen Erkenntnisse legen den Grundstein für die Entwicklung neuer therapeutischer Möglichkeiten, die sich an den Bedürfnissen von Menschen mit SLE orientieren.
Patient:innenerfahrung
Lupus ist eine unberechenbare Krankheit, die jede Person anders erlebt. Wie sich die Krankheit seit der Diagnose auf ihr Leben ausgewirkt hat, wie sie es schaffen, zuversichtlich zu bleiben und die Hoffnung auf wissenschaftliche Fortschritte nicht zu verlieren, berichten diese beiden an systemischem Lupus erythematodes erkrankten Frauen:
Ingrid
Bei mir wurde Lupus diagnostiziert, als ich 23 Jahre alt war. Mittlerweile bin ich seit 17 Jahren eine Kämpferin gegen die Krankheit. Im Laufe meines Lebens habe ich neben den emotionalen Auswirkungen, die mit Lupus verbunden sind, diverse Symptome entwickelt, darunter Hautausschlag, Gelenkschmerzen und extreme Müdigkeit. Manchmal hat mich das sehr runtergezogen. Lupus ist wie eine Achterbahnfahrt. Es gibt Höhen und Tiefen. Aber ich hoffe heute mehr denn je darauf, dass wissenschaftliche Fortschritte erzielt werden, um das Leben von Menschen wie mir zu verbessern.
Jule
Warum es wichtig ist, Erfahrungen mit Lupus weiterzugeben
Bei mir wurde 2018 im Alter von 19 Jahren Lupus diagnostiziert. In den letzten Jahren hatte ich starke Schmerzen in meinen Gelenken und im Bindegewebe. Außerdem litt ich unter Haarausfall und übermäßigem Schwitzen. Es gibt Tage, an denen ich mich kaum bewegen kann, und andere, an denen ich traurig oder wütend bin – aber ich habe meine Krankheit akzeptiert. Dennoch finde ich es wichtig, das Bewusstsein für Lupus und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten noch weiter zu schärfen. Ich möchte andere, die mit Lupus leben, ermutigen, auch in Zukunft nicht die Hoffnung zu verlieren. Sie sollten sich immer vor Augen führen: Lupus lebt mit ihnen, nicht sie leben mit Lupus.
MEIN LUPUS & WIR
Lupus-Forschung
AstraZeneca setzt auf die Bewältigung des hohen Bedarfs an neuen therapeutischen Optionen
Durch ein konsequentes Umsetzen des in der deutschen Leitlinie verankerten Treat-to-Target-Ansatzes gelingt es zunehmend, dass Patient:innen die Remission (Abwesenheit von Krankheitsaktivität) oder zumindest eine niedrige Krankheitsaktivität erreichen.5 Treat-to-Target bedeutet, die Behandlung auf das Erreichen der Remission auszurichten und die Therapie anzupassen, wenn dieses Ziel ausbleibt.6 Dennoch gibt es weiterhin Patient:innen ohne ausreichende Krankheitskontrolle. Zur Linderung ihrer Symptome kommen häufig hochdosierte Kortisontabletten zum Einsatz. Diese dämpfen das Immunsystem, wodurch die SLE-bedingten Entzündungen zurückgehen. Jedoch erhöht der dauerhafte Einsatz von Kortisontabletten das Risiko für erhebliche Nebenwirkungen bis hin zu Organschäden, weshalb sie nur sparsam in der Lupus-Behandlung eingesetzt werden sollten.6 Es besteht also nach wie vor ein erheblicher medizinischer Bedarf bei Lupus, auf den AstraZeneca in seiner Forschung fokussiert, um künftig noch mehr Patient:innen die Remission und eines Tages vielleicht sogar die Heilung zu ermöglichen.
Eine frühzeitige Behandlung kann das Risiko für das Voranschreiten des Lupus verringern
Eine frühe Diagnose und Behandlung können von entscheidender Bedeutung sein, um Organschäden vorzubeugen und die Prognose zu verbessern.6 Je früher die Krankheit erkannt und eine adäquate Therapie eingeleitet wird, desto geringer ist wahrscheinlich das Risiko für ein Fortschreiten des Lupus.7
Der ungedeckte Bedarf und die damit verbundenen Sorgen vieler Lupus-Patient:innen spornen uns bei AstraZeneca jeden Tag aufs Neue an, nach neuen Therapieansätzen zu suchen und Lupus-Patient:innen weltweit zu unterstützen: indem wir forschen, entwickeln und über die noch immer recht unbekannte Autoimmunkrankheit aufklären.
Schätzungsweise sind 90 % der Menschen mit einer Lupus-Diagnose Frauen.1
Außerdem tritt systemischer Lupus häufiger bei Menschen afrikanischer, asiatischer oder hispanischer Herkunft auf.8
Frauen zwischen 20 und 40 Jahren
sind am häufigsten betroffen.9
In Deutschland sind zwischen 39.00010 und 49.80011 Menschen
an systemischem Lupus erythematodes erkrankt.
Weltweit sind etwa 3,4 Millionen Menschen betroffen
und 400.000 erhalten jedes Jahr die Erstdiagnose SLE.12
5 bis 12 % der Menschen mit an SLE erkrankten Verwandten ersten Grades
werden selbst an SLE erkranken.12
AstraZeneca auf dem Weg, die komplexe Natur von Lupus zu entschlüsseln
Bei Menschen mit systemischem Lupus greift das Immunsystem gesundes Gewebe im Körper an.1 An dieser Reaktion, die sich gegen körpereigenes Gewebe richtet (Autoimmunreaktion), sind bestimmte Zellen des Immunsystems (B-, T- und dendritische Zellen) sowie Zytokine beteiligt.13,14 Zytokine sind Botenstoffe, über die Immunzellen miteinander kommunizieren und die Abwehrreaktion steuern. Wenn zu viele dieser Botenstoffe aktiv sind, kann das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten. Bei SLE kommt es zur Bildung von Autoantikörpern, die Entzündungen auslösen und langfristig Organe schädigen können.13
Ein Hinweis auf eine besonders aktive Immunreaktion ist die sogenannte IFN‑1‑Gensignatur. Sie zeigt an, dass bestimmte entzündungsfördernde Signale im Körper verstärkt vorhanden sind. 50 bis 75 % der Erwachsenen mit systemischem Lupus erythematodes weisen eine erhöhte IFN-1-Gensignatur auf,15 die mit einem schwereren Krankheitsverlauf verbunden sein kann.16 Indem wir verstehen, welche Rolle entzündliche Zytokine in dieser Kaskade spielen, können wir bei AstraZeneca dazu beitragen, die komplexe Natur dieser herausfordernden Krankheit weiter zu entschlüsseln.
Unser Versprechen
Die neuesten Entwicklungen im Bereich Atemwegserkrankungen und Immunologie bedeuten für uns bei AstraZeneca den Beginn einer neuen Ära mit bislang beispiellosem Potenzial. Unsere Mitarbeitenden arbeiten daran, wissenschaftliche Durchbrüche zu erzielen und das Leben von Menschen mit Asthma, Nasenpolypen, COPD, Lupus und eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) nachhaltig zu verbessern. Doch unsere Arbeit ist damit nicht getan. Wir folgen weiterhin der Wissenschaft und entwickeln zielgerichtete Inhalationstherapien, innovative biologische Behandlungsmöglichkeiten sowie einzigartige Arzneimittelkombinationen und Geräte, damit Patient:innen die für sie geeignete Behandlung erhalten.
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Referenzen:
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- Dai X, Fan Y, Zhao X. Systemic lupus erythematosus: updated insights on the pathogenesis, diagnosis, prevention and therapeutics. Signal Transduct Target Ther 2025;10(1):102.
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DE-96518/06-2026