Systemischer Lupus erythematodes

Wir bei AstraZeneca engagieren uns für die Lupus-Community und die Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Verständnisses von Lupus.

Systemischer Lupus erythematodes, kurz SLE, ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem gesundes Gewebe in nahezu jedem Teil des Körpers angreifen kann.1 Lupus kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen, darunter Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Schwellungen und Fieber.2 Hinzu kommen häufig eine ausgeprägte chronische Erschöpfung (Fatigue) und eine erhebliche emotionale Belastung, die sich ebenfalls negativ auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Betroffenen auswirken.3,4

Deshalb engagieren sich die Forschungsteams bei AstraZeneca mit großem Einsatz, um einen spürbaren Unterschied im Leben von Menschen mit Lupus zu machen. Sie arbeiten intensiv daran, die Grenzen der Wissenschaft zu erweitern und besser zu verstehen, wie das Immunsystem funktioniert und wie Autoimmunität entsteht. Die gewonnenen Erkenntnisse legen den Grundstein für die Entwicklung neuer therapeutischer Möglichkeiten, die sich an den Bedürfnissen von Menschen mit SLE orientieren.


Patient:innenerfahrung


Lupus ist eine unberechenbare Krankheit, die jede Person anders erlebt. Wie sich die Krankheit seit der Diagnose auf ihr Leben ausgewirkt hat, wie sie es schaffen, zuversichtlich zu bleiben und die Hoffnung auf wissenschaftliche Fortschritte nicht zu verlieren, berichten diese beiden an systemischem Lupus erythematodes erkrankten Frauen:



MEIN LUPUS & WIR

Das ist die Lupus-Community auf Instagram. AstraZeneca hat sie ins Leben gerufen, um Betroffenen, deren Angehörigen und Bekannten eine Austauschplattform zu bieten. Hier finden Sie aktuelle Informationen und Hintergrundwissen zum systemischen Lupus erythematodes, hilfreiche Tipps, fundiertes Expert:innenwissen und vor allem viele Gleichgesinnte. Mittels verschiedener Schwerpunktthemen werden Betroffene auf ihrer individuellen Lupus-Reise begleitet.
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Lupus-Forschung


AstraZeneca setzt auf die Bewältigung des hohen Bedarfs an neuen therapeutischen Optionen

Durch ein konsequentes Umsetzen des in der deutschen Leitlinie verankerten Treat-to-Target-Ansatzes gelingt es zunehmend, dass Patient:innen die Remission (Abwesenheit von Krankheitsaktivität) oder zumindest eine niedrige Krankheitsaktivität erreichen.5 Treat-to-Target bedeutet, die Behandlung auf das Erreichen der Remission auszurichten und die Therapie anzupassen, wenn dieses Ziel ausbleibt.6 Dennoch gibt es weiterhin Patient:innen ohne ausreichende Krankheitskontrolle. Zur Linderung ihrer Symptome kommen häufig hochdosierte Kortisontabletten zum Einsatz. Diese dämpfen das Immunsystem, wodurch die SLE-bedingten Entzündungen zurückgehen. Jedoch erhöht der dauerhafte Einsatz von Kortisontabletten das Risiko für erhebliche Nebenwirkungen bis hin zu Organschäden, weshalb sie nur sparsam in der Lupus-Behandlung eingesetzt werden sollten.6 Es besteht also nach wie vor ein erheblicher medizinischer Bedarf bei Lupus, auf den AstraZeneca in seiner Forschung fokussiert, um künftig noch mehr Patient:innen die Remission und eines Tages vielleicht sogar die Heilung zu ermöglichen.

Eine frühzeitige Behandlung kann das Risiko für das Voranschreiten des Lupus verringern

Eine frühe Diagnose und Behandlung können von entscheidender Bedeutung sein, um Organschäden vorzubeugen und die Prognose zu verbessern.6 Je früher die Krankheit erkannt und eine adäquate Therapie eingeleitet wird, desto geringer ist wahrscheinlich das Risiko für ein Fortschreiten des Lupus.7

Der ungedeckte Bedarf und die damit verbundenen Sorgen vieler Lupus-Patient:innen spornen uns bei AstraZeneca jeden Tag aufs Neue an, nach neuen Therapieansätzen zu suchen und Lupus-Patient:innen weltweit zu unterstützen: indem wir forschen, entwickeln und über die noch immer recht unbekannte Autoimmunkrankheit aufklären.

Schätzungsweise sind 90 % der Menschen mit einer Lupus-Diagnose Frauen.1

Außerdem tritt systemischer Lupus häufiger bei Menschen afrikanischer, asiatischer oder hispanischer Herkunft auf.8

Frauen zwischen 20 und 40 Jahren

sind am häufigsten betroffen.9

In Deutschland sind zwischen 39.00010 und 49.80011 Menschen

an systemischem Lupus erythematodes erkrankt.

Weltweit sind etwa 3,4 Millionen Menschen betroffen 

und 400.000 erhalten jedes Jahr die Erstdiagnose SLE.12

5 bis 12 % der Menschen mit an SLE erkrankten Verwandten ersten Grades

werden selbst an SLE erkranken.12

AstraZeneca auf dem Weg, die komplexe Natur von Lupus zu entschlüsseln

Bei Menschen mit systemischem Lupus greift das Immunsystem gesundes Gewebe im Körper an.1 An dieser Reaktion, die sich gegen körpereigenes Gewebe richtet (Autoimmunreaktion), sind bestimmte Zellen des Immunsystems (B-, T- und dendritische Zellen) sowie Zytokine beteiligt.13,14 Zytokine sind Botenstoffe, über die Immunzellen miteinander kommunizieren und die Abwehrreaktion steuern. Wenn zu viele dieser Botenstoffe aktiv sind, kann das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten. Bei SLE kommt es zur Bildung von Autoantikörpern, die Entzündungen auslösen und langfristig Organe schädigen können.13

Ein Hinweis auf eine besonders aktive Immunreaktion ist die sogenannte IFN‑1‑Gensignatur. Sie zeigt an, dass bestimmte entzündungsfördernde Signale im Körper verstärkt vorhanden sind. 50 bis 75 % der Erwachsenen mit systemischem Lupus erythematodes weisen eine erhöhte IFN-1-Gensignatur auf,15 die mit einem schwereren Krankheitsverlauf verbunden sein kann.16 Indem wir verstehen, welche Rolle entzündliche Zytokine in dieser Kaskade spielen, können wir bei AstraZeneca dazu beitragen, die komplexe Natur dieser herausfordernden Krankheit weiter zu entschlüsseln.


Unser Versprechen


Die neuesten Entwicklungen im Bereich Atemwegserkrankungen und Immunologie bedeuten für uns bei AstraZeneca den Beginn einer neuen Ära mit bislang beispiellosem Potenzial. Unsere Mitarbeitenden arbeiten daran, wissenschaftliche Durchbrüche zu erzielen und das Leben von Menschen mit Asthma, Nasenpolypen, COPD, Lupus und eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) nachhaltig zu verbessern. Doch unsere Arbeit ist damit nicht getan. Wir folgen weiterhin der Wissenschaft und entwickeln zielgerichtete Inhalationstherapien, innovative biologische Behandlungsmöglichkeiten sowie einzigartige Arzneimittelkombinationen und Geräte, damit Patient:innen die für sie geeignete Behandlung erhalten.


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Referenzen:

  1. Lupus Foundation of America. What is Lupus? https://www.lupus.org/resources/what-is-lupus; abgerufen am 21.04.2025. 
  2. Kuhn A, Bonsmann G, Anders H-J, et al. The diagnosis and treatment of systemic lupus erythematosus. Dtsch Ärztebl Int 2015;112:123–32. 
  3. Schweizerische Gesellschaft für Rheumatologie (2019): Systemischer Lupus erythematosus. https://www.rheumaliga.ch/assets/doc/ZH_Dokumente/Broschueren-Merkblaetter/Krankheitsbilder/Lupus.pdf; abgerufen am 27.04.2026. 
  4. Khandker R, Igho-Osagie E, Hetherington J, et al. AB0682 Disease burden and unmet need in patients with systemic lupus erythematosus treated with advanced therapy: results from a real-world survey in Europe and the United States. Ann Rheum Dis 2023;82:1544. 
  5. MT im Dialog: Lupus: Langfristig Perspektiven auf Heilung. DGRh zum Welt-Lupus-Tag 2026 (Meldung vom 29.04.2026). https://www.mtdialog.de/news/artikel/lupus-langfristig-perspektiven-auf-heilung; abgerufen am 04.05.2026. 
  6. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e. V. S3 Leitlinie zum Management des systemischen Lupus erythematodes Version 1.0. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/060-008; abgerufen am 26.01.2026. 
  7. Langham J, Barut V, Samnaliev M, et al. Disease severity, flares and treatment patterns in adults with systemic lupus erythematosus in the UK: a real-world observational retrospective cohort analysis. Rheumatol Adv Pract 2021;5(3):rkab061. 
  8. Rees F, Doherty M, Grainge MJ, et al. The worldwide incidence and prevalence of systemic lupus erythematosus: a systematic review of epidemiological studies. Rheumatology 2017;56(11):1945–61. 
  9. Deutsche Rheuma-Liga. Systemischer Lupus erythematodes (SLE). https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/systemischer-lupus-erythematodes; abgerufen am 26.04.2026. 
  10. Albrecht K, Binder S, Minden K, et al. Systematisches Review zur Schätzung der Prävalenz entzündlich rheumatischer Erkrankungen in Deutschland. Z Für Rheumatol 2023;82(9):727–38. 
  11. Alexander T, Sewerin P, Strangfeld A, et al. Real-world prevalence, incidence and management of systemic lupus erythematosus in Germany: a retrospective claims data analysis. Rheumatol Ther 2025;12(2):237–54. 
  12. Dai X, Fan Y, Zhao X. Systemic lupus erythematosus: updated insights on the pathogenesis, diagnosis, prevention and therapeutics. Signal Transduct Target Ther 2025;10(1):102. 
  13. Crow MK. Type I interferon in the pathogenesis of lupus. J Immunol 2014;192(12):5459–68. 
  14. Lauwerys BR, Ducreux J, Houssiau FA. Type I interferon blockade in systemic lupus erythematosus: where do we stand? Rheumatology 2014;53(8):1369–76. 
  15. Rönnblom L, Leonard D. Interferon pathway in SLE: one key to unlocking the mystery of the disease. Lupus Sci Med 2019;6(1):e000270. 
  16. Mai L, Asaduzzaman A, Noamani B, et al. The baseline interferon signature predicts disease severity over the subsequent 5 years in systemic lupus erythematosus. Arthritis Res Ther 2021;23(1):29. 

DE-96518/06-2026