Brustkrebs (Mammakarzinom)

Wir bei AstraZeneca möchten zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse von Brustkrebspatient:innen beitragen – mit dem Ziel, eines Tages Krebs als Todesursache zu eliminieren.

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Mit unserer innovativen Forschung haben wir bei AstraZeneca im Laufe unserer Geschichte Patient:innen mit Brustkrebs zu potenziell praxisverändernden Medikamenten verholfen. Auch wenn wir schon weit gekommen sind, bleibt noch viel zu tun. Wir streben daher danach, unsere Forschung zielführend voranzutreiben – mit dem Ziel, das Behandlungs-Paradigma für Brustkrebs neu zu definieren.

Brustkrebs ist weltweit bei Frauen nach wie vor die häufigste Krebsart und die häufigste krebsbedingte Todesursache.1 Männer sind ebenfalls anfällig für Brustkrebs, wenn auch weitaus seltener als Frauen.2 Der Krebs kann in verschiedenen Teilen der Brust beginnen, einschließlich der Milchgänge, der Milch produzierenden Läppchen oder des Brustgewebes.3


Die Behandlung von Brustkrebs hat sich in den vergangenen 50 Jahren deutlich verändert.Wir bei AstraZeneca haben kontinuierlich zu den Forschungsfortschritten beigetragen. Die Überlebenschancen von Menschen mit Brustkrebs haben sich seither erheblich verbessert. Zum einen haben die Einführung der Mastektomie (eine Operation zur Entfernung der gesamten Brust)5, brusterhaltende Operationen und die Chemotherapie in der klinischen Praxis dazu beigetragen. Außerdem haben sich die Fortschritte beim Screening und der Diagnose, insbesondere bei der Mammographie, positiv auf die Überlebenschancen von Patient:innen mit Brustkrebs ausgewirkt – und nicht zuletzt auch das erhöhte Krankheitsbewusstsein.3,6

Wir haben mit den Fortschritten in der Molekularbiologie, der Systembiologie und den Genomwissenschaften in den vergangenen Jahren unser Verständnis von Brustkrebs auf zellulärer, molekularer und genomischer Ebene erweitert.3 Wir wissen, dass Brustkrebs eine der biologisch vielfältigsten Tumorarten ist, wobei verschiedene Faktoren die Entwicklung und das Fortschreiten der Erkrankung fördern.


Gemeinsam stärker gegen Brustkrebs

Brustkrebs bleibt die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen weltweit. Dr. Niko Andre, Head of Oncology Germany, erläutert im Interview, wie wir mit innovativen Medikamenten, einer zukunftsweisenden Pipeline und gezielter Biomarker-Strategie die Therapie voranbringen können.


Tumorbiologie: Charakterisierung des Brusttumors

BRCA1- und BRCA2-Gene

Frauen wie Männer tragen von Geburt an sogenannte BRCA1- und BRCA2-Gene (BReast CAncer Gene 1 und 2, engl. für Brustkrebsgen 1 und 2). Nach dem Vorbild dieser Gene gebildete Proteine haben eine wichtige Funktion bei der Reparatur von Zellschäden in der DNA und sind somit daran beteiligt, die Entstehung von Krebs zu verhindern. Eine angeborene krankheitsassoziierte Veränderung (Keimbahnmutation) in einem dieser Gene beeinträchtigt die Reparaturfunktion der Proteine. Dies führt unter anderem zu einer starken Erhöhung des Risikos, an Brustkrebs zu erkranken.8,9

Hormonrezeptor-Status

Die Hormone Östrogen und Progesteron können das Wachstum von Brustkrebszellen beeinflussen.11 Sie docken an Bindungsstellen (Hormonrezeptoren, HR) der Zelle an, die daraufhin das Wachstumssignal ins Zellinnere weiterleitet.12 Der Hormonrezeptor-Status zeigt, ob ein Tumor Bindestellen für die Hormone Östrogen und/oder Progesteron hat und daher auf diese Hormone reagiert. Liegen diese Bindestellen vor (man spricht dann von HR-positiv), kann das Wachstum des Tumors gezielt durch den Entzug von Östrogen oder Progesteron beeinflusst werden.

HER2-Rezeptorstatus

Bis zu 2 von 10 Frauen weisen einen HER2-positiven Rezeptorstatus auf.10 Bei HER2-positivem Brustkrebs tragen Tumorzellen an der Oberfläche bestimmte Proteine (Rezeptoren), die Wachstumssignale in die Zellen weiterleiten. Je zahlreicher diese Rezeptoren vorhanden sind, desto schneller wächst der Krebs.13 Zudem sind HER2-positive Tumoren mit einem höheren Risiko für Fernmetastasen und einer höheren Rückfallquote (Rezidiv) verbunden.14,15 Gleichzeitig kann HER2-positiver Brustkrebs gezielter behandelt werden, denn HER2-Rezeptoren sprechen in aller Regel gut auf zielgerichtete Antikörpertherapien an, welche nur solche Zellen angreifen, die den Rezeptor auf ihrer Oberfläche tragen.12


Mit rund 70.550 Neuerkrankungen jährlich 

ist Brustkrebs die mit Abstand häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland.7

Etwa 1 % aller Neuerkrankungen 

betrifft Männer.2

Im Durchschnitt erkranken Frauen im Alter von 65 Jahren. 

Allerdings sind auch jüngere Frauen betroffen.7

Weltweit ist Brustkrebs bei Frauen

die häufigste Krebstodesursache.1

Dennoch:

Die relative 10-Jahres-Überlebensrate liegt bei 83 %.7

Eine:r von 20 Patient:innen 

mit Brustkrebs weist eine BRCA-Mutation auf.9

Frauen mit Mutation in den Genen BRCA1 oder BRCA2 

haben eine Wahrscheinlichkeit von 45 – 90 %, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken.8

Bis zu 2 von 10 Frauen weisen 

einen HER2-positiven Rezeptorstatus auf.10


Genmutationen und Erkrankungswahrscheinlichkeit

Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken, ist für Menschen, die ein BRCA-Gen in sich tragen, hoch. Etwa 70 von 100 Frauen und sechs von 100 Männern mit einer BRCA-Mutation bekommen im Laufe ihres Lebens Brustkrebs. Am häufigsten betrifft dies die Gene BRCA1 und BRCA2 (BRCA = Breast Cancer, Brustkrebs). Außerdem erkranken Personen mit einer BRCA-Mutation häufig früher an Brustkrebs als solche ohne eine BRCA-Mutation. Weitere Krebsarten wie Eierstockkrebs werden bei einer vorliegenden BRCA-Mutation ebenfalls begünstigt.9

Neben BRCA1 und BRCA2 können auch die für die DNA-Reparatur wichtigen Gene CHEK2, RAD51 oder PALB2 Brustkrebs und andere Krebserkrankungen auslösen. Bei Frauen erhöht eine CHEK2-Mutation das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, nur mittelmäßig, allerdings erhöht sie das Risiko für Bauchspeicheldrüsen-, Prostata- oder Darmkrebs leicht. Eine Mutation des PALB2-Gens erhöht das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine Mutation im RAD51-Gen das Risiko für Eierstockkrebs.17,18,19,20



Der HER2-Status spielt eine wichtige Rolle für die Prognose

Ein weiterer wichtiger Faktor in der Bestimmung der Prognose von Brustkrebs ist der HER2-Rezeptorstatus. Ein HER2-positiver Tumor ist mit einem aggressiveren Phänotyp verbunden und hat in der Regel eine schlechtere Prognose.13 HER2-positive Tumorzellen sind meist weniger differenziert und wachsen somit schneller als hochdifferenzierte Tumorzellen. Hinzu kommt ein höheres Rückfallrisiko (Rezidivrisiko) für Patient:innen in den ersten fünf Jahren. Mehrere retrospektive Fallserien zeigen, dass auch bei Patient:innen mit kleinen Tumoren (Durchmesser < 1 cm) mit HER2-Überexpression ein vergleichsweise erhöhtes Rezidivrisiko besteht (im Vergleich zu Patient:innen mit HER2-negativen Tumoren).17 Je mehr HER2-Rezeptoren vorhanden sind, desto ungünstiger bzw. aggressiver kann also der Verlauf der Krebserkrankung sein und desto höher ist das Risiko für Metastasen und Fernmetastasen. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, die HER2-Rezeptoren gezielt zu blockieren und damit den Wachstumsreiz zu unterbinden.16


Patient:innenerfahrung

Diagnose Brustkrebs – Wie geht es weiter?

Welche Art von Brustkrebs habe ich? In welchem Stadium befinde ich mich? Ist eine genetische Testung sinnvoll? Und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es überhaupt? Antworten auf diese und weitere Fragen rund um das Thema Brustkrebs erhalten Patient:innen und Angehörige ab sofort auf www.brustkrebs.de. Dort hat AstraZeneca in Zusammenarbeit mit Patient:innen essenzielle Informationen über die Krankheit, mögliche Therapieoptionen und Unterstützungsangebote zusammengestellt. Ein besonderes Highlight ist das interaktive Brustkrebsmodell, an dem Patient:innen ihr Krankheitsstadium visuell darstellen lassen können. Darüber hinaus erhalten sie genaue Informationen zu ihrem individuellen Fall, von der Diagnostik über die Therapie bis zur Nachsorge.
https://interaktiv.brustkrebs.de/

Biomarkerdiagnostik


Mithilfe der Biomarkerdiagnostik (Biomarker können z. B. BRCA, EGFR, PD-L1 sein) kann das Vorliegen bestimmter Mutationen erkannt und anschließend eine zielgerichtete Therapie ermöglicht werden. Auf der Seite az-diagnostik.de stellt AstraZeneca interessante Informationen zur Testung auf ausgewählte, therapierelevante Biomarker bereit.

Hier erfahren Sie mehr.


Referenzen

  1. World Health Organization. Globocan 2020 Fact Sheet. https://gco.iarc.who.int/media/globocan/factsheets/populations/900-world-fact-sheet.pdf (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  2. Yalaza M, et al. The Journal of Breast Health. 2016;12(1):1-8.
  3. Feng Y, et al. Genes & Diseases. 2018;5(2):77–106.
  4. Cancer Research UK. (2019). Cancer in the UK 2019. https://www.cancerresearchuk.org/sites/default/files/state_of_the_nation_april_2019.pdf (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  5. Cancer.org. (2020). Mastectomy | Mastectomies For Breast Cancer. https://www.cancer.org/cancer/breast-cancer/treatment/surgery-for-breast-cancer/mastectomy.html (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  6. World Health Organization. (2014). WHO position paper on mammography screening.  https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/137339/9789241507936_eng.pdf;jsessionid=6ABDEA86654F84E089CCEF024C8E2009?sequence=1 (letzter Zugriff: November 2023).
  7. Zentrum für Krebsregisterdaten. https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_2023.pdf?__blob=publicationFile (letzter Zugriff: Oktober 2024)
  8. Patienteninformationen.de. https://www.patienten-information.de/kurzinformationen/eierstockkrebs (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  9. AstraZeneca. https://www.brustkrebs.de/daten-fakten/epidemiologie (letzter Zugriff: Oktober 2024)
  10. Fragomeni SM, et al. Surg Oncol Clin N Am. 2018 Jan; 27(1):95–120. 
  11. Deutsche Krebsgesellschaft e. V. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/ursachen-und-risikofaktoren.html  (letzter Zugriff: Oktober 2024)
  12. Onko Internetportal. Zielgerichtete Therapie beim Brustkrebs.  https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/therapie/molekularbiologische-therapie.html (letzter Zugriff: Oktober 2024)
  13. Hennigs A, et al. BMC Cancer. 2016;16(1):734
  14. Buonomo OC, et al. PLoS One 2017;12(9):e0184680
  15. Schrodi S, et al. Poster auf der 37. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, 29.06.–01.07.2017, Berlin; Poster-Nr. P036
  16. Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Langversion 4.3 – Februar 2020, S. 184.
  17. Onko Internetportal. Brustkrebs - Ursachen und Risikofaktoren. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/ursachen-und-risikofaktoren/articles/onko-internetportal-basis-informationen-krebs-krebsarten-brustkrebs-ursachen-und-risikofaktoren.html (letzter Zugriff: Oktober 2024)
  18. AGO Online. Diagnostik und Therapie früher und fortgeschrittener Mammakarzinome. https://www.ago-online.de/fileadmin/ago-online/downloads/_leitlinien/kommission_mamma/2023/Einzeldateien/AGO_2023D_02_Brustkrebsrisiko_Genetik_und_Praevention.pdf (letzter Zugriff: Oktober 2024)
  19. Universitätsklinikum Dresden. Familiärer Bauchspeicheldrüsenkrebs. https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/kliniken-polikliniken-institute/kge/patienten-ambulanz/familiaerer-bauchspeicheldruesenkrebs (letzter Zugriff: Oktober 2024)
  20. MGZ Medizinisch Genetisches Zentrum. Ovarialkarzinom - Differenzialdiagnostik. https://www.mgz-muenchen.de/erkrankungen/diagnose/ovarialkarzinom-differenzialdiagnostik.html (letzter Zugriff: Oktober 2024)

DE-75116/2024