COPD
AstraZeneca engagiert sich seit über 50 Jahren im Bereich COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease, chronisch obstruktive Lungenerkrankung), einem der wichtigsten Forschungs- und Therapiegebiete des Unternehmens. Ziel ist es, den Behandlungserfolg bei Patient:innen zu verbessern, für die mit den bisher verfügbaren Therapieoptionen keine ausreichende Krankheitskontrolle erreicht werden kann. Daher entwickelt AstraZeneca inhalative Therapien und Technologien weiter und erforscht neue biologische Ansätze, um zielgerichtete Therapien für Patient:innen anbieten zu können. AstraZeneca verfügt bereits heute über eines der stärksten respiratorischen Portfolios.
Die Veränderung in der Behandlung von Erkrankungen und die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten für Patient:innen mit COPD gehören zu den Kernkompetenzen im Bereich der Atemwegserkrankungen. Dabei stehen die Patient:innen immer im Mittelpunkt. Das Ziel ist es, bislang unerfüllte medizinische Bedürfnisse mithilfe maßgeschneiderter Therapien adressieren zu können.
Weltweit leben rund 392 Millionen Menschen mit COPD und es wird damit gerechnet, dass diese Zahl bis zum Jahr 2050 auf ca. 600 Millionen ansteigen wird.1 Mit etwa 3,7 Millionen Todesfällen pro Jahr handelt es sich bei der Erkrankung um die dritthäufigste Todesursache nach ischämischen Herzerkrankungen und Schlaganfall.1,2 In Deutschland sind etwas weniger als 7 % der über 40-Jährigen von COPD betroffen.3
Was verbirgt sich hinter einer COPD?
Hinter den Buchstaben COPD verbirgt sich der englische Begriff „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“. Übersetzt heißt das in etwa chronisch verengende Lungenerkrankung. COPD ist genau genommen ein Sammelbegriff für die beiden Krankheitsbilder chronische Bronchitis mit Obstruktion (Verengung) der Atemwege und das Lungenemphysem (Lungenüberblähung). Diese beiden können einzeln, aber auch gleichzeitig auftreten. Die Veränderungen an der Lunge bleiben, sofern sie einmal aufgetreten sind, im Fall einer COPD lebenslang bestehen und schreiten in der Regel weiter fort.4 Zu den wichtigsten Krankheitszeichen der COPD gehören die „AHA“- Symptome: Atemnot (zu Beginn nur bei körperlicher Belastung, später auch in Ruhe), Husten und Auswurf von zähem Schleim (besonders morgens).4,5
Auslöser einer COPD
In rund 90 % der Fälle wird COPD durch Rauchen ausgelöst.6 Giftige Stoffe im Tabakrauch reizen dauerhaft die Lunge und führen zu Entzündungsreaktionen im Bereich der Bronchialschleimhaut, die diese anschwellen lässt.7 Zudem werden die Schleimdrüsen größer und vermehren sich, sodass in der Lunge vermehrt Schleim gebildet wird.7 Der aggressive Zigarettenrauch greift außerdem die Lungenhärchen (Flimmerepithel) an, die normalerweise für den Abtransport von Schleim aus der Lunge verantwortlich sind.7 Allmählich verliert die Bronchialschleimhaut ihre Funktion, sodass COPD-Patient:innen häufiger unter Atemwegsinfekten leiden.8 Weitere Risikofaktoren für die Entstehung einer COPD sind eine Belastung der Außenluft, z. B. durch Feinstaub, oder eine berufliche Exposition gegenüber lungenschädigenden Stäuben.5
Das Verhängnis der späten Diagnose
Bei der COPD handelt es sich um eine ernste, lebenslang anhaltende Erkrankung, die noch nicht geheilt werden kann, bei der aber eine wirkungsvolle Therapie mit modernen Medikamenten und Behandlungstechniken möglich ist. Häufig bestehen typische COPD-Symptome und Luftnot über Jahre, bevor eine Arztpraxis aufgesucht wird und die Diagnose festgestellt werden kann. Denn kennzeichnend für eine COPD ist der schleichende und fortschreitende Verlauf, wodurch die Atemwegserkrankung oft lange unentdeckt bleibt. Noch immer gibt es viele Menschen, denen die Erkrankung COPD nahezu unbekannt ist.5 Weltweit geht man sogar davon aus, dass fast 90 % der COPD-Fälle nicht diagnostiziert sind.9 Um ein erhöhtes Bewusstsein für COPD zu schaffen, setzt sich AstraZeneca für die gesundheitspolitische Priorisierung ein. Unser Ziel: mehr Aufmerksamkeit für die Erkrankung zu erzielen, über das Thema aufzuklären und die Versorgung zu verbessern.
Im Spotlight
Speak Up – AstraZeneca bittet Patient:innen um ihre Stimme für COPD
Das Tückische an einer COPD ist, dass sich die Erkrankung sehr langsam über Jahre hinweg entwickelt. Viele Betroffene halten die Beschwerden anfangs für einen typischen Raucherhusten und normale Kurzatmigkeit. Umso wichtiger ist es, mehr Bewusstsein für die Erkrankung zu schaffen. Die Kampagne „Speak Up for COPD“ macht es vor. AstraZeneca fordert damit Patient:innen, Ärzt:innen und Politiker:innen dazu auf, offen über COPD zu sprechen. Die Kampagne wurde von AstraZeneca mit Unterstützung von Chiesi Farmaceutici, der International Federation on Ageing und der Global Airways Patient Plattform gegründet.
Neue Versorgungsstrategien auch auf nationaler Ebene
In Deutschland arbeitet AstraZeneca gemeinsam mit führenden Expert:innen der Pneumologie sowie Patient:innenvertretungen an der Etablierung neuer Versorgungsstrukturen.
Etwa die Hälfte der COPD-Betroffenen erhält im letzten Jahr vor ihrem Tod keine empfohlene Therapie – dabei könnte eine frühzeitige und adäquate Versorgung Leben verlängern und die Lebensqualität erheblich steigern. Das Jahrzehnt der Lunge e.V. und die Arbeit der International Respiratory Coalition setzen genau hier an: Sie bündeln Expertise aus Medizin, Wissenschaft, Patient:innenvertretung und Industrie, um Lungenerkrankungen politisch stärker zu priorisieren. Wir bei AstraZeneca sind stolz, als Teil dieser Koalitionen zur Verbesserung der Patient:innenversorgung und zur Widerstandsfähigkeit unseres Gesundheitssystems beizutragen.
Tessa Wolf, Head of Corporate Affairs bei AstraZeneca Deutschland
Patient:innenerfahrung
Als mein Arzt mir die COPD-Diagnose 2. Grades stellte, war ich mir des Ausmaßes nicht bewusst. Heute weiß ich es besser. Gerade zu Beginn kann man noch etwas tun. Keine Frage, die Krankheit ist nicht heilbar, aber man kann sie aufhalten und mit ihr leben lernen.
Exazerbationen und ihre Folgen für die COPD
Eine COPD kann die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken – besonders bei Auftreten einer Exazerbation.5 Gemeint ist damit eine akute, über mindestens zwei Tage anhaltende Verschlechterung der respiratorischen – die Atmung (Respiration) betreffenden – Symptome, die eine Intensivierung der COPD-Therapie erfordert. Der Exazerbation liegen eine entzündlich bedingte vermehrte Verengung der Bronchien und/oder eine Schleimproduktion mit Überblähung zugrunde. Sie zeigt sich durch eine Zunahme der Luftnot, des Hustens und des Auswurfes (größere Menge oder eitriger).4 Deshalb sollten Betroffene ihren Arzt oder ihre Ärztin unbedingt über jede Veränderung informieren, damit frühzeitig therapeutisch gegengesteuert werden kann.
Plötzliche Verschlechterung ernst nehmen
Exazerbationen müssen auf jeden Fall sehr ernst genommen werden. So hat eine große Beobachtungsstudie mit mehr als 250.000 COPD-Patient:innen gezeigt, dass jede Exazerbation die Wahrscheinlichkeit für weitere erhöht und die Intervalle zwischen deren Auftreten verkürzt.10 Meist geht dies mit einem weiteren Verlust von Lungenfunktion und damit Lebensqualität einher. Bemerkbar macht sich diese Verschlechterung typischerweise mit Atemnot-Anfällen und verstärktem Husten mit Auswurf.4 Ziel der COPD-Therapie ist es daher unter anderem, den Gesundheitszustand mit geeigneten Medikamenten möglichst stabil zu halten und Exazerbationen vorzubeugen.4 Das setzt aber voraus, das Betroffene behandelnde Ärzt:innen über jede Verschlechterung schnellstmöglich informieren.
Laut Robert Koch-Institut
liegen die jährlichen Erkrankungsraten für Frauen bei 5,8 % und für Männer bei 5,7 % der deutschen Bevölkerung.10
Bei beiden Geschlechtern steigen
die Erkrankungsrate für COPD mit dem Alter deutlich an. Ab einem Alter von 40 Jahren waren im Jahr 2023 6,73 % der Bevölkerung betroffen.3
In Deutschland sind Schätzungen zufolge
3,7 Millionen Menschen von COPD betroffen.11
Eine schwere Exazerbation
kann das Sterberisiko fast verzehnfachen.12
Jeden Tag sterben ca. 100 Menschen in Deutschland an COPD,
das ist rein rechnerisch etwa alle 15 Minuten ein Todesfall.13
Mehr als die Hälfte der COPD-Patient:innen (65,4 %)
erhält keine leitlinienempfohlene inhalative Dauertherapie, darunter auch solche, die bereits von mehreren und/oder schweren Exazerbationen betroffen waren.14
Zigarettenrauchen erhöht das Risiko,
eine COPD zu entwickeln, auf das 13-Fache im Vergleich zum lebenslangen Nichtrauchen.3
Die 5 Alarmzeichen einer Exazerbation
Anhand dieser fünf Punkte können Patient:innen und behandelnde Ärzt:innen erkennen, wie wahrscheinlich es in letzter Zeit zu einer Exazerbation (akuten Verschlechterung) gekommen ist:15
- Deutlich stärkere Symptome: Die Symptome der COPD-Erkrankung haben sich seit der letzten Kontrolluntersuchung deutlich verschlechtert.
- Außerplanmäßige ärztliche Hilfe: Wegen einer akuten Verschlechterung der COPD wurde außerplanmäßig ärztliche Hilfe benötigt.
- Krankenhausaufenthalt: Aufgrund der COPD war seit dem letzten Praxisbesuch ein stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig.
- Häufigerer Einsatz von Medikamenten: Das inhalative Medikament musste häufiger eingesetzt oder ein Bedarfsmedikament öfter angewendet werden.
- Zusätzliche Medikation: Es wurden zusätzliche Medikamente benötigt.
Wer auf mehrere dieser Fragen mit Ja antwortet, sollte nicht lange zögern und einen Termin in der ärztlichen Praxis vereinbaren, um möglichen schwerwiegenden Folgen eines COPD-Schubs vorzubeugen. AstraZeneca informiert über die wichtigen Schritte, die Patient:innen bei einer Verschlechterung beachten sollten.
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Unser Versprechen
Die neuesten Entwicklungen im Bereich Atemwegserkrankungen und Immunologie bedeuten für uns bei AstraZeneca den Beginn einer neuen Ära mit bislang beispiellosem Potenzial. Unsere Mitarbeitenden arbeiten daran, wissenschaftliche Durchbrüche zu erzielen und das Leben von Menschen mit Asthma, Nasenpolypen, COPD, Lupus und eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) nachhaltig zu verbessern. Doch unsere Arbeit ist damit nicht getan. Wir folgen weiterhin der Wissenschaft und entwickeln zielgerichtete Inhalationstherapien, innovative biologische Behandlungsmöglichkeiten sowie einzigartige Arzneimittelkombinationen und Geräte, damit Patient:innen die für sie geeignete Behandlung erhalten.
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Referenzen:
- Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease. GOLD Report 2026. https://goldcopd.org/wp-content/uploads/2026/01/GOLD-REPORT-2026-v1.3-8Dec2025_WMV2.pdf; abgerufen am 21.04.2026.
- Naghavi M, Kyu HH, Bhoomadevi A, et al. Global burden of 292 causes of death in 204 countries and territories and 660 subnational locations, 1990–2023: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2023. Lancet 2025;406(10513):1811–72.
- Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO). Gesundheitsatlas Deutschland. https://www.gesundheitsatlas-deutschland.de/erkrankung/copd?activeValueType=praevalenceStd&activeLayerType=state; abgerufen am 21.04.2026.
- Lungeninformationsdienst. COPD: Symptome, Entstehung, Formen. https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/copd/grundlagen; abgerufen am 22.04.2026.
- Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. S2k-Leitlinie Fachärztliche Diagnostik und Therapie der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) 2026. Auflage Februar 2026 / Version 5.1. AWMF Register: Nr. 020–006. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/020-006#anmeldung; abgerufen am 22.04.2026.
- MedizInfo. Chronisch obstruktive Lungenerkrankung - COPD. http://www.medizinfo.de/lungeundatmung/COPD/start.shtml; abgerufen am 22.04.2026.
- Landzettel A. Chronische Bronchitis: Was den Raucherhusten so gefährlich macht. https://www.gelbeseiten.de/ratgeber/gl/Chronische-Bronchitis-Was-den-Raucherhusten-so-gefaehrlich-macht#was-ist-copd; abgerufen am 22.04.2026.
- MedizInfo. Ursachen der COPD: Rauchen. http://www.medizinfo.de/lungeundatmung/COPD/rauchen.shtml; abgerufen am 22.04.2026.
- Gershon AS, Hwee J, Chapman KR, et al. Factors associated with undiagnosed and overdiagnosed COPD. Eur Respir J 2016;48(2):561–4.
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- Gillissen A, Jany B, Randerath WJ. Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, Deutsche Lungenstiftung, editors. Weißbuch Lunge 2023: pneumologische Erkrankungen in Deutschland - Zahlen und Fakten. Fünfte neubearbeitete Auflage, Berlin: Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V., 2023.
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DE-96515/07-2026