Stoffwechselerkrankungen
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Stoffwechselerkrankungen, zu denen auch Adipositas und Typ‑2‑Diabetes mellitus gehören, betreffen weltweit Milliarden von Menschen.1,2 Sie stellen eine wachsende, komplexe globale Gesundheitsherausforderung dar, die dringendes Handeln erfordert.
Unser Körper wandelt die Nahrung, die wir zu uns nehmen, in Energie um.3 Diese Energie wird entweder sofort genutzt oder für später gespeichert – unter anderem als Fett (im Fettgewebe) und in geringerem Maß als Glykogen (in Leber und Muskeln).4 Wenn sich jedoch zu viel überschüssiges Fett ansammelt, kann dies andere Organe negativ beeinflussen und in einigen Fällen zu kardiovaskulären, renalen und metabolischen Erkrankungen führen.5,6 Diese treten häufig gemeinsam auf,7 teilen sich Risikofaktoren8 und belasten sowohl die psychische9 als auch die körperliche Gesundheit erheblich.10
Dabei gilt insbesondere der Typ-2-Diabetes als Volkskrankheit, von dem alleine in Deutschland über 9,1 Millionen Menschen betroffen sind.11 Da diese Diabetesform meist erst im Erwachsenenalter auftritt, sprach man lange von „Altersdiabetes“. Heute sind immer häufiger auch jüngere Menschen davon betroffen und immer öfter diagnostizieren Ärzt:innen auch bei Kindern und Jugendlichen Typ-2-Diabetes.12,13 Es ist zu erwarten, dass die Häufigkeit des Typ-2-Diabetes in Zukunft weiter steigen wird.14
Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko, gleich mehrere ernste, zum Teil sogar lebensbedrohliche Krankheiten zu entwickeln, was ihre Lebensqualität deutlich verringert.15 Gefährlich sind daher neben akuten Komplikationen wie Unterzuckerung (Hypoglykämie)16 die Folge- und Begleiterkrankungen: allen voran Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenerkrankungen, außerdem Netzhautschäden und Erektionsstörungen.15
Da kardiovaskuläre, renale und metabolische Erkrankungen eng miteinander verknüpft sind, konzentrieren wir uns bei AstraZeneca darauf, den Diabetes mellitus ganzheitlich zu betrachten inklusive aller Folgeerkrankungen. Auf diese Weise möchten wir dazu beitragen nicht nur die Ursachen zu adressieren, sondern gleichzeitig die Auswirkungen assoziierter Komplikationen zu reduzieren – mit dem Ziel die Gesundheit langfristig zu schützen.
Rund 500.000 neue Diabetesfälle
gibt es allein in Deutschland jedes Jahr.11
Etwa die Hälfte der Menschen mit Typ-2-Diabetes
verstirbt an kardiovaskulären Krankheiten.17
40 % der Personen mit Typ-2-Diabetes
entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung einen Nierenschaden.11
Mehr als 6.000 Patient:innen
werden in Deutschland jährlich durch Diabetes neu dialysepflichtig, d. h. sie brauchen eine Nierenersatztherapie.18
Diabetes und seine Begleiterkrankungen
Das Zusammenspiel von Diabetes mellitus mit weiteren Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen stellt daher nicht nur eine weitere erhebliche Belastung für die erkrankte Person dar,9,10 es kann sich auch auf die Sterblichkeit auswirken.19
- Eine frühzeitige Nierenerkrankung kann die Gesamtlebenserwartung von Menschen mit Diabetes mellitus erheblich verringern: Bei 30-jährigen Patient:innen um bis zu 17 Jahre.20
- Bei Patient:innen mit Diabetes mellitus ist der Ausgang nach einem Herzinfarkt schlechter als bei Patient:innen ohne Diabetes.21 Es besteht ein erhöhtes Risiko für einen erneuten Infarkt, eine erneute Krankenhauseinweisung wegen Herzinsuffizienz, Schlaganfall und kardiovaskulären Tod.22
- Patient:innen mit Diabetes mellitus haben ein erhöhtes Risiko, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln.23 Patient:innen mit beiden Erkrankungen haben wiederum ein 50-90 % höheres Risiko, durch ein kardiovaskuläres Ereignis zu sterben.24
Diabetes und chronische Nierenkrankheit
Die Faktoren, welche einen Typ-2-Diabetes mellitus begünstigen, erhöhen auch das Risiko für Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen, die sog. kardiorenalen Erkrankungen.25 Besonders eng ist die Verbindung zur chronischen Nierenkrankheit (chronic kidney disease, CKD), denn der Typ-2-Diabetes ist einer ihrer wichtigsten Risikofaktoren.26 So verwundert es kaum, dass etwa jede vierte Person mit Typ-2-Diabetes zugleich an einer CKD erkrankt ist.27 Besonders problematisch dabei: Gerade zu Beginn zeigt die chronische Nierenkrankheit oft keine Symptome,28 sodass gerade einmal eine Person von zehn Betroffenen von ihrer Erkrankung weiß.29
Diabetes und das metabolische Syndrom
Der Typ-2-Diabetes charakterisiert sich durch Insulinresistenz.30 Das bedeutet, dass die Körperzellen nicht mehr auf das ausgeschüttete Insulin reagieren und infolgedessen keinen Zucker aufnehmen.30 Hierdurch akkumuliert Zucker in den Blutgefäßen,30 was langfristig zur Schädigung von Blutgefäßen und Nerven führen kann.31 Erschwerend kommt hinzu, dass der Typ-2-Diabetes selten isoliert auftritt, sondern meist mit einem größeren Symptomkomplex, dem metabolischen Syndrom, assoziiert ist.32 Dieses umfasst neben der für Typ-2-Diabetes charakteristischen Insulinresistenz die Kombination verschiedener kardio-metabolischer Erkrankungen und Risikofaktoren: etwa Dyslipidämie (eine Fettstoffwechselstörung, bei der die Zusammensetzung der Blutfette verschoben ist), Adipositas und Bluthochdruck.33 Daher reicht es bei der Behandlung des Typ-2-Diabetes oft nicht aus, nur den Blutzucker zu senken; vielmehr müssen alle Risikofaktoren und Begleiterkrankungen gleichermaßen beachtet und behandelt werden, um Folgeschäden abzuwenden.34,35
AstraZeneca verändert die CVRM-Therapie
AstraZeneca untersucht sowohl die Impulse des Krankheitsverlaufs als auch die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen (CVRM). Dabei gilt es für AstraZeneca auch zu erforschen, wie unsere Medikamente kombiniert eingesetzt werden können, um Patient:innen größtmögliche Vorteile zu bieten. Die rasche Entwicklung der Diabetes-Therapie ist inspirierend und AstraZeneca treibt dieses wichtige Forschungsgebiet in großen Etappen voran, um die Grenzen der Wissenschaft zu verschieben und die Behandlung für alle Patient:innen mit Typ-2-Diabetes zu verbessern.
Unser Versprechen
Bei AstraZeneca liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung bewährter Behandlungen und Medikamente. Wir hoffen, damit moderne Behandlungsrichtlinien verändern und weiterentwickeln zu können, und den ungedeckten Bedarf der Patient:innen mit Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen zu verringern. Der Ruf nach Innovation in unserem Gesundheitssystem ist deutlich vernehmbar. Aus diesem Grund hat AstraZeneca branchenführende klinische Programme und umfassende Studien mit realer Evidenz entwickelt, die es uns ermöglichen, Patient:innenbedürfnisse zu identifizieren und zu erfüllen. Durch Gesundheitsökonomie und Ergebnisforschung (Health Economics and Outcomes Research, HEOR) streben wir nach bahnbrechenden Lösungen für die Patient:innenversorgung, die dem Gesundheitssystem zugutekommen. Dabei stehen für uns die Patient:innen im Mittelpunkt unserer Bemühungen. Wir möchten schnelle Antworten finden, um schwerwiegende Folgen für sie zu vermeiden.
Typ-2-Diabetes mellitus im Fokus: AstraZeneca stellt sich der Herausforderung
Auf dem von AstraZeneca ins Leben gerufenen Portal www.zuckerkrank.de erhalten Sie Antworten auf Ihre Fragen rund um den Diabetes mellitus – zu Risiken und Ursachen sowie zu den Symptomen und zur Diagnose. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage: Welche Maßnahmen kann ich nach der Diagnose selbst ergreifen? Hierbei wollen wir Sie und Ihre Angehörigen unterstützen! Besuchen Sie gerne unsere Informationsseite oder empfehlen Sie diese weiter.
Auch beim Typ-2-Diabetes die Nierengesundheit im Fokus: Durch Forschung Folgeschäden abwenden
Um die reale Versorgungssituation zu verbessern, setzen wir stark auf Forschung im Praxisalltag. Hierzu gehört die InspeCKD-Studie.36 Sie zeigt, dass die chronische Nierenkrankheit häufig lange unerkannt bleibt, selbst bei Risikogruppen wie Menschen mit Typ-2-Diabetes.36 Das Tückische ist, dass Nierenleiden anfangs meist keine Beschwerden verursachen.36 Unser Ziel ist es daher, das Bewusstsein für regelmäßige Screenings zu schärfen, um Diagnosen frühzeitig zu stellen und Folgeschäden abzuwenden.
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