Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Unser Ziel ist es, die Behandlungsergebnisse und die Lebensqualität für Patient:innen mit Eierstockkrebs zu verbessern.

Home / Therapiebereiche / Onkologie / Eierstockkrebs


Trotz großer Fortschritte in der Behandlung hat Eierstockkrebs unter den gynäkologischen Krebserkrankungen eine ungünstige Prognose. Denn bedingt durch die häufig erst in einem späten Stadium gestellte Diagnose (73 % im Stadium 3/4) sind die Überlebensaussichten von Patient:innen mit Eierstockkrebs relativ schlecht.1

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist die achthäufigste Krebserkrankung der Frau.1 Pro Jahr erkranken in Deutschland mehr als 7.000 Frauen, etwa 5.300 Frauen versterben daran.1 Unsere oberste Priorität bei AstraZeneca ist es daher, das Wiederauftreten bzw. Fortschreiten des Ovarialkarzinoms so lange wie möglich hinauszuzögern. Derzeit erleiden noch immer 70 % der Patient:innen innerhalb von drei Jahren nach der Erstbehandlung einen Rückfall (Rezidiv).2


Unser Anspruch bei AstraZeneca: Patient:innen schnelle Hilfe zukommen lassen

Als führender Pionier in der Onkologie verfügt AstraZeneca über zugelassene Behandlungen für Patient:innen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs. Wir streben danach, einen schnelleren Zugang zu den besten verfügbaren diagnostischen Tests und Medikamenten zu ermöglichen. Diese erreichbaren Ziele könnten dazu beitragen, Leben zu retten. Unser Ansatz bei AstraZeneca basiert auf der Nutzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, um unser Verständnis der zielgerichteten Therapie bei Eierstockkrebs zu vertiefen. Dabei konzentrieren wir uns auf Patient:innen mit einem gestörten DNA-Reparaturmechanismus: der sogenannten homologen Rekombinations-Defizienz (HRD), die eine Vielzahl genetischer Veränderungen umfasst.

Pro Jahr erkranken in Deutschland mehr als 7.000 Frauen 

an Eierstockkrebs, etwa 5.300 Frauen versterben daran.1

Bei 73 % aller Fälle

erfolgt die Diagnose Eierstockkrebs erst im Stadium 3/4.1

Fast 80 % der Patient:innen

mit Eierstockkrebs sind über 50 Jahre alt.3

70 % der Patient:innen mit Eierstockkrebs 

erleiden innerhalb von drei Jahren nach der Erstbehandlung einen Rückfall.2


Die Funktionen der Eierstöcke

Um Eierstockkrebs zu verstehen, müssen wir uns zunächst die mit der Pubertät einsetzende Funktion der Eierstöcke vor Augen führen: Die Eierstöcke schütten verschiedene Fortpflanzungshormone aus. Die bekanntesten davon sind Östrogen und Progesteron. Diese Hormone steuern den Fortpflanzungszyklus und die Entwicklung der weiblichen Sexualmerkmale. Sobald eine Frau in die Wechseljahre kommt, produzieren die Eierstöcke weniger Östrogen und setzen nicht mehr jeden Monat eine Eizelle frei. Die Folge: Der Menstruationszyklus hört auf. Die Menge der ausgeschütteten Hormone verändert sich also nicht nur während des Menstruationszyklus, sondern auch im Laufe des Lebens.4,5

Bei Eierstockkrebs gibt es infolgedessen Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Obwohl in seltenen Fällen auch jüngere Frauen unter 45 Jahren an Eierstockkrebs erkranken können,1 betrifft die Krebserkrankung der Eierstöcke in der Regel Frauen, die die Wechseljahre erreicht haben. Fast 80 % der Diagnosen werden bei Frauen über 50 Jahren gestellt.3



Informieren ist wichtig

Auch wenn die Diagnose Eierstockkrebs für viele Patient:innen zunächst einen Schock bedeutet, ist es elementar wichtig, sich umfassend zu informieren, um die Erkrankung und die verschiedenen Therapiemöglichkeiten zu verstehen und zusammen mit dem Behandlungsteam fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Die meisten Betroffenen und ihre Angehörigen sind mit der Diagnose Eierstockkrebs und der damit verbundenen emotionalen Belastung sowie der Fülle an Informationen erst einmal überfordert. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen. Darum ist das Gespräch mit anderen betroffenen Frauen wichtig.


Genmutationen als Ursache für Eierstockkrebs

Schäden des Erbguts können die Entstehung eines Tumors begünstigen. Dazu zählen beispielsweise Mutationen der BRCA-Gene. Um das Ansprechen auf bestimmte Therapien besser vorhersagen zu können, kann mittels eines Gentests beispielsweise eine BRCA-Mutation erkannt und damit über weitere Behandlungsmöglichkeiten Aufschluss gegeben werden.


Patient:innen-Webseite

Diagnose Eierstockkrebs: Lassen Sie sich nicht entmutigen!

Auf www.wegweiser-eierstockkrebs.de finden Patient:innen sowie Angehörige Antworten auf Fragen zum Thema Eierstockkrebs. AstraZeneca hat gemeinsam mit MSD die digitale Plattform "Wegweiser Eierstockkrebs" geschaffen, um Betroffenen fundiertes Wissen zu ihrer Erkrankung an die Hand zu geben und gleichzeitig den Weg zu Informationen zum Krankheitsbild zu erleichtern. Dabei ist der "Wegweiser Eierstockkrebs" sowohl Anlaufstelle für Patient:innen, die gerade erst ihre Diagnose erhalten haben, als auch für die, die sich bereits in einer Therapie befinden.
https://www.wegweiser-eierstockkrebs.de/

Biomarkerdiagnostik


In der Krebstherapie kann oft eine höhere Wirksamkeit erreicht werden, wenn zuvor ein therapierelevanter Biomarker (BRCA, HRD, PD-L1) nachgewiesen wurde. Der Therapieerfolg zielgerichteter Wirkstoffe hängt für Patient:innen mit Eierstockkrebs daher auch von der Qualität der vorgeschalteten Untersuchung des zugehörigen Biomarkers ab. Auf der Seite az-diagnostik.de stellt AstraZeneca interessante Informationen zur Testung auf ausgewählte, therapierelevante Biomarker bereit.


Referenzen

  1. Zentrum für Krebsregisterdaten. https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_2023.pdf?__blob=publicationFile (letzter Zugriff: Oktober 2024)
  2. du Bois R, et al (2009): Role of surgical outcome as prognostic factor in advanced epithelial ovarian cancer: a combined exploratory analysis of 3 prospectively randomized phase 3 multicenter trials: by the Arbeitsgemeinschaft Gynaekologische Onkologie Studiengruppe Ovarialkarzinom (AGO-OVAR) and the Groupe d'Investigateurs Nationaux Pour les Etudes des Cancers de l'Ovaire (GINECO). Online-Quelle. URL: https://acsjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/cncr.24149 (letzter Zugriff Oktober 2024)
  3. Buttmann-Schweiger N, Kraywinkel K. Epidemiologie von Eierstockkrebs in Deutschland. Der Onkologe 25, 92–98 (2019). https://doi.org/10.1007/s00761-018-0507-8
  4. Deutsche Krebsgesellschaft (2022): Eierstockkrebs, Ovarialkarzinom – Anatomie und Funktion. Online-Quelle. URL: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/eierstockkrebs/anatomie-und-funktion.html (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  5. Stiftung Deutsche Krebshilfe (2021): Krebs der Eierstöcke. Antworten. Hilfen. Perspektiven. Online-Quelle. URL: https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Blaue_Ratgeber/Krebs-der-Eierstoecke_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  6. Deutsche Krebsgesellschaft (2022): Eierstockkrebs, Ovarialkarzinom – Erkrankungsverlauf. Online-Quelle. URL: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/eierstockkrebs/erkrankungsverlauf.html (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  7. Stiftung Deutsche Krebshilfe (2021): Eierstockkrebs, Ovarialkarzinom – Früherkennung, Vorsorge. Online-Quelle. URL: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/eierstockkrebs/frueherkennung-und-vorsorge.html (letzter Zugriff Oktober 2024).
  8. Krebsliga Schweiz (2021): Eierstockkrebs. Online-Quelle. URL: https://www.krebsliga.ch/ueber-krebs/krebsarten/eierstockkrebs (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  9. Deutsche Krebsgesellschaft (2022): Eierstockkrebs, Ovarialkarzinom – Ursache und Risikofaktoren. Online-Quelle. URL: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/eierstockkrebs/ursachen-und-risikofaktoren.html (letzter Zugriff: Oktober 2024).
  10. Stiftung Gesundheitswissen (2021): Eierstockkrebs-Früherkennung. Online-Quelle. URL: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/eierstockkrebs-frueherkennung/hintergrund (letzter Zugriff: Oktober 2024).

DE-75116/2024