Chronische Lymphatische Leukämie (CLL)

Unser Ziel ist es, die Grenzen der Wissenschaft zu verschieben und die Versorgung in der Hämatologie neu zu definieren.

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Bei AstraZeneca haben wir das ehrgeizige Ziel, Krebs als Todesursache zu eliminieren. Wir folgen daher der Wissenschaft, um Blutkrebs in all seiner Komplexität zu verstehen und um Patient:innen lebensverändernde Therapien bieten zu können.

Der medizinische Entwicklungsbedarf ist bei Blutkrebs trotz großer Fortschritte in der Behandlung noch immer groß. Wir setzen uns bei AstraZeneca dafür ein, Lücken in der Behandlung und Betreuung zu schließen und die hämatologische Versorgung der weltweit 3,1 Millionen Patient:innen mit Blutkrebs zu verbessern.1

Bei den hämatologischen Malignomen liegen unsere Schwerpunkte auf der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL), der akuten myeloischen Leukämie (AML), dem myelodysplastischen Syndrom (MDS), dem diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL), dem Mantelzell-Lymphom (MCL) und dem multiplen Myelom (MM).



AstraZeneca stellt innovative wissenschaftliche Arzneimittel für die Behandlung von Blutkrebs bereit

Derzeit fokussieren wir unsere Forschung und Entwicklung bei AstraZeneca auf die Immunonkologie, Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, die Zelltherapie, epigenetische Wirkstoffe, gegen Tumortreiber und -resistenzen gerichtete Wirkstoffe und Wirkstoffe, die an DNA-Reparaturmechanismen ansetzen oder sich gegen Tumortreiber und -resistenzen richten.

DNA-Reparaturmechanismen:

Wirkstoffe, die an DNA-Reparaturmechanismen ansetzen, führen zum Zelltod, indem sie verhindern, dass Krebszellen DNA-Schäden reparieren können.

Tumortreiber und -resistenz

Wirkstoffe der Kategorie Tumortreiber und -resistenz (tumor drivers and resistance, TDR) richten sich gegen Signalmoleküle, die das Tumorwachstum vorantreiben oder den Tumor resistent machen.

Immunonkologie

Die Immunonkologie (IO) verfolgt den Ansatz, Krebs mit Hilfe des körpereigenen Immunsystems zu bekämpfen.

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (antibody drug conjugates) können die Nebenwirkungen von Chemotherapien vermindern, indem sie mit Antikörpern verbunden werden und so gezielt an ihren Einsatzort gelangen und dort wirksam werden.

Zelltherapien:

Zelltherapien wie die CAR-T-Zell-Therapie verfolgen das Ziel, Krebs durch geeignete lebende Zellen, die genetisch verändert wurden, zu zerstören.

Epigenetische Wirkstoffe:

Epigenetische Wirkstoffe setzen an den Signalwegen an, die zu Veränderungen beim Ablesen der Erbsubstanz führen.

Unsere wichtigsten Forschungsgrundsätze in der Hämatologie sind:

Erforschung multipler Wirkmechanismen, Berücksichtigung großer und kleiner Patient:innengruppen, Entdeckung neuer Behandlungsansätze.

Dabei handelt es sich um die Suche nach etablierten therapeutischen Mechanismen, die potenziell auch bei Blutkrebs anwendbar sind.

AstraZeneca berücksichtigt neben den großen auch kleine Patient:innengruppen.

AstraZeneca folgt der Wissenschaft, um die Patient:innenversorgung dort zu verändern, wo Bedarf besteht – unabhängig davon, wie viele Patient:innen von Krebs betroffen sind. 

AstraZeneca entdeckt neue Ansätze in der Behandlung von Blutkrebs.

Dies treiben wir durch die Förderung der Forschung und Entwicklung an. Es ermöglicht uns, uns anzupassen, weiterzuentwickeln und mit Hochdruck erfolgversprechend Ansätze in der Hämatologie zu verfolgen und zu entwickeln.


Chronische lymphatische Leukämie: Ein häufiger und komplexer Blutkrebs

CLL ist die häufigste Leukämieart bei Erwachsenen. Mit verbesserten Behandlungsmöglichkeiten steigt die Lebenserwartung. Die Zahl der Menschen, die mit CLL leben, wird somit voraussichtlich in Zukunft noch steigen, da die Patient:innen länger mit der Krankheit leben.2-5

Bei der CLL verdrängen funktionsuntüchtige Krebszellen im Knochenmark gesunde weiße Blutkörperchen, rote Blutkörperchen und Blutplättchen. Dies kann zu Infektionen, Blutarmut und Blutungen führen.6 Außerdem sammeln sich die Krebszellen häufig in lymphatischen Organen wie Lymphknoten, Milz oder Leber an, was zu einer Vergrößerung dieser Organe führen kann.7

Männer sind etwa doppelt so 

häufig von CLL betroffen wie Frauen.9

CLL-Patient:innen sind bei der Erstdiagnose

im Durchschnitt 70 Jahre alt.9

Jedes Jahr erhalten in Deutschland rund 5.200 Menschen 

die Diagnose chronische lymphatische Leukämie.12

Verwandte ersten Grades von CLL-Patient:innen

haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls eine CLL zu entwickeln. Ihr Risiko, ist um den Faktor 8,5 erhöht.6


Das sind die Ursachen für die chronische lymphatische Leukämie

Bei den meisten Patient:innen kann man die Ursachen einer chronischen lymphatischen Leukämie nicht feststellen. Auch bei gesunden älteren Menschen finden sich in den weißen Blutzellen Genveränderungen, die ebenso bei der CLL vorkommen, sodass diese eher als zufällige Ereignisse im Alterungsprozess eingestuft werden.

  • Familiäres Risiko für chronische lymphatische Leukämie

    Es scheint in manchen Familien ein höheres Risiko für eine chronische lymphatische Leukämie zu geben, auch wenn sich eine eindeutige genetische Veränderung dafür bisher noch nicht nachweisen lässt. Stattdessen könnte die Entstehung der CLL durch eine Kombination mehrerer genetischer Faktoren beeinflusst worden sein.⁸


  • Chemische Stoffe als Risikofaktoren für chronische lymphatische Leukämie

    Zu den erworbenen Erkrankungsrisiken gehört der Kontakt zu bestimmten chemischen Stoffen wie Insektenbekämpfungsmitteln (Insektizide), Pflanzenschutzmitteln (Herbizide) und anderen biologischen Stoffen (Biozide), Benzol und anderen organischen Lösungsmitteln oder auch Benzo(a)pyren. Bei Patient:innen, die diesen Substanzen oder ionisierenden Strahlen im Berufsalltag ausgesetzt sind oder waren, wird die chronische lymphatische Leukämie unter bestimmten Voraussetzungen als Berufskrankheit anerkannt.⁸


  • Weitere Risikofaktoren für chronische lymphatische Leukämie

    Als Medikament eingesetzte Zellgifte (Zytostatika) und Immunsuppressiva, die das körpereigene Abwehrsystem schwächen, scheinen im Zusammenhang mit dem Entstehen einer chronischen lymphatischen Leukämie zu stehen. Außerdem wird vermutet, dass Lebensstilfaktoren wie psychische Belastung, Stress und Ernährung das Entstehen einer CLL beeinflussen können.⁸




Akute vs. chronische lymphatische Leukämie

Anders als akute Formen der Leukämie wie die akute lymphatische Leukämie (ALL) schreitet die chronische lymphatische Leukämie in der Regel sehr langsam voran. Patient:innen können über Jahre symptom- und auch beschwerdefrei sein. Auch wenn die CLL mit Medikamenten nicht heilbar ist, kann die CLL-Erkrankung heute dank moderner Therapien über lange Zeit gut kontrolliert werden.


Stadien der chronischen lymphatischen Leukämie

Wie weit die Krebserkrankung fortgeschritten ist, zeigt die ärztliche Untersuchung und Auswertung des Blutbilds. Der Verlauf der CLL wird in die drei sogenannten Binet-Stadien unterteilt: A, B oder C. Dabei entsprechen die Binet-Stadien A und B einem frühen Krankheitsstadium. Solange hierbei keine krankheitsbedingten Beschwerden festzustellen sind und nichts auf ein rasches Voranschreiten der Erkrankung hindeutet, ist zunächst keine Behandlung nötig. Der Verlauf der CLL wird in dem Fall zunächst engmaschig durch Kontrolluntersuchungen im Abstand mehrerer Monate überwacht – der sogenannten „Watch and Wait“-Phase. Doch auch bei Patient:innen in Stadium A oder B kann der Behandlungsbeginn in manchen Fällen erfolgen. Dies geschieht zum Beispiel bei sich rasch ändernden Blutwerten, zusätzlichen Symptomen wie Fieber, Gewichtsverlust und Nachtschweiß oder massiven Lymphknoten­schwellungen. Im fortgeschrittenen Stadium C der chronischen lymphatischen Leukämie sollte immer eine Behandlung erfolgen.



Die Rolle von Biomarkern in der CLL-Therapie

Biomarker spielen eine wichtige Rolle in der Medizin. Dabei handelt es sich um Parameter, die gemessen und auch bewertet werden können (z. B. Blutzucker). Biomarker werden bei Krebserkrankungen wie CLL oft vom Tumor selbst oder von den Patient:innen als Reaktion auf den Tumor produziert. Sie können bei Behandlungsentscheidungen helfen. Deshalb tun wir alles, um die CLL und die Rolle von Biomarkern innerhalb der Erkrankung in Gänze zu verstehen.10


Prognosefaktoren helfen bei der Therapiewahl

Mit einem Test auf bestimmte Biomarker können Ärzt:innen in vielen Fällen einschätzen, wie aggressiv die chronische lymphatische Leukämie bei Betroffenen verlaufen wird. Einige der Prognosefaktoren nutzen sie dabei auch für die Therapiewahl.11


Mantelzell-Lymphom: eine seltene und sehr variable Krebserkrankung

Das Mantelzell-Lymphom (MCL) ist eine seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL).13,14 Als Lymphom werden Blutkrebsarten bezeichnet, die das Lymphsystem betreffen. MCL entsteht, wenn B-Zellen – eine Art weißer Blutkörperchen – in einem speziellen Bereich des Lymphknotens, der als Mantelzone bezeichnet wird, zu Krebszellen mutieren.

Etwa 1.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an einem MCLa,14

75 % der Betroffenen sind Männer13,14

65 Jahre alt sind die Patient:innen im Durchschnitt zum Zeitpunkt der Diagnose13

Etwa 5 % bis 7 % aller bösartigen Lymphome in Europa sind MCL13,14

a Diese Zahl ergibt sich aus der Rate an Neuerkrankungen. Diese liegt bei etwa 1 bis 2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohnern pro Jahr.14

Oft wird MCL erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, nachdem es sich bereits auf andere Körperregionen oder Organe wie den Magen-Darm-Trakt und das Knochenmark ausgebreitet hat.13 Die Erkrankung kann unterschiedlich schwer und aggressiv verlaufen. Zu den möglichen Symptomen zählen geschwollene Lymphknoten, Müdigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit, Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust.15 Wie bei den meisten Lymphomen treten jedoch auch beim MCL nur selten typische Beschwerden auf.15 Manche Betroffene nehmen daher keine oder nur wenige Anzeichen wahr, was zu einer späten Diagnose und Behandlung führen kann.

Dank der Fortschritte der letzten Jahre stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung. Falls die zunächst gewählte Therapie (die Erstlinientherapie) nicht den gewünschten Erfolg bringt oder die Erkrankung erneut auftritt, besteht die Möglichkeit, sogenannte Rezidivtherapien anzuwenden.13

Patient:innenerfahrung


Diagnose CLL und jetzt?

Das Mantelzell-Lymphom (MCL) ist eine seltene Form des Non-Hodgkin-Lymphoms (NHL).13,14 Als Lymphom werden Blutkrebsarten bezeichnet, die das Lymphsystem betreffen. MCL entsteht, wenn B-Zellen – eine Art weißer Blutkörperchen – in einem speziellen Bereich des Lymphknotens, der als Mantelzone bezeichnet wird, zu Krebszellen mutieren.



Meine CLL-Geschichte

Susanne Lukac hat CLL. Im Video erzählt sie aus ihrem Leben – von den ersten Anzeichen der CLL über die Diagnose bis hin zur Akzeptanz und zum Leben mit der Krankheit.



Patient:innen-Webseite

Chronische Lymphatische Leukämie (CLL): AstraZeneca begleitet Patient:innen auf ihrem Weg

Auf www.cll-info.de begleitet AstraZeneca Patient:innen mit chronischer lymphatischer Leukämie auf ihrem Weg mit der CLL. Die Patient:innen-Webseite bietet Hilfe für Betroffene und Angehörige in allen Phasen der Erkrankung: von den ersten Schritten nach der Diagnose über ausführliche Informationen zum Krankheitsbild und zu möglichen Therapien bis hin zum Alltag mit CLL.
https://cll-info.de/

Mantelzell-Lymphom (MCL): AstraZeneca unterstützt Patient:innen

Auf www.infos-zu-mcl.de informiert AstraZeneca Menschen, die an einem Mantelzell-Lymphom erkrankt sind, und ihre Angehörigen. Die Website liefert umfassende Informationen über die Erkrankung: von den Symptomen über die Diagnose bis hin zur Behandlung. Hier finden Hilfesuchende außerdem Hinweise zu Anlaufstellen, an die sie sich mit Fragen wenden können, oder zu Selbsthilfeorganisationen.
https://www.infos-zu-mcl.de/

Referenzen

  1. World Health Organization. Worldwide Cancer Fact Sheet 2018 (Incidence, Mortality and Prevalence by cancer site). Abrufbar unter: http://gco.iarc.fr/today/data/factsheets/populations/900-world-fact-sheets.pdf (letzter Zugriff: April 2022).
  2. American Cancer Society. What is Chronic Lymphocytic Leukemia? Abrufbar unter: https://www.cancer.org/cancer/types/chronic-lymphocytic-leukemia/about/what-is-cll.html (letzter Zugriff: April 2022).
  3. National Cancer Institute. Chronic Lymphocytic Leukemia Treatment (PDQ®)–Patient Version. Abrufbar unter https://www.cancer.gov/types/leukemia/patient/cll-treatment-pdq. (Letzer Zugriff: April 2022)
  4. Global Burden of Disease Cancer Collaboration. Global, Regional, and National Cancer Incidence, Mortality, Years of Life Lost, Years Lived With Disability, and Disability-Adjusted Life-Years for 29 Cancer Groups, 1990 to 2017. JAMA Oncol. 2019;54(12):1749-1768.
  5. Jain N, et al. Prevalence and Economic Burden of Chronic Lymphocytic Leukemia (CLL) in the Era of Oral Targeted Therapies. Blood. 2015;126:871.
  6. Michael Hallek, Barbara Eichhorst, Daniel Catovsky (Hrsg.): Chronic Lymphocytic Leukemia (= Hematologic Malignancies). 1. Auflage. Springer Nature Switzerland, Cham 2019, ISBN 978-3-03011391-9, Chronic Lymphocytic Leukemia: Who, How, and Where? (englisch).
  7. https://rarediseases.org/rare-diseases/chronic-lymphocytic-leukemia/ (letzer Zugriff: April 2022).
  8. https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/chronische-lymphatische-leukaemie-cll/ (letzer Zugriff: April 2022).
  9. https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/chronische-lymphatische-leukaemie-cll/ (letzter Zugriff: April 2022).
  10. Tainsky MA. Biochim Biophys Acta 2009; 1796: 176-193.
  11. https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/cll-leukaemie-chronische-lymphatische/index.php (letzter Zugriff: April 2022).
  12. https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_2023.pdf?__blob=publicationFile
  13. Dreyling M, Buske C, Cairoli A, et al. Onkopedia-Leitlinie. Mantelzell-Lymphom. Stand: Juni 2023. Online verfüg-bar unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/mantelzell-lymphom. Letzter Aufruf: Oktober 2025.
  14. Dreyling M, Campo E, Hermine O, et al. Newly diagnosed and relapsed mantle cell lymphoma: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up. Ann Oncol 2017;28(suppl_4):iv62–71.
  15. Kompetenznetz Maligne Lymphome. Mantelzell-Lymphom. Online verfügbar unter: https://lymphome.de/mantelzell-lymphom. Letzter Aufruf: Oktober 2025.
  16. Silkenstedt E, Dreyling M. Mantle cell lymphoma—Update on molecular biology, prognostication and treatment approaches. Hematological Oncology 2023;41(S1):36–42.

DE-87177/10-2025