Verantwortung vor Ort
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Unsere hohen Ansprüche an Nachhaltigkeit leiten auch unser Handeln in Deutschland. Über unsere Fokusbereiche hinaus setzen wir vielfältige Initiativen um, die zur globalen Nachhaltigkeitsstrategie beitragen. Unser Ziel ist es, einen spürbaren Beitrag zu leisten – im Rahmen unserer Geschäftstätigkeiten und darüber hinaus.
Ökologische Nachhaltigkeit in Deutschland
Unsere Schwerpunkte
- Mobilität: Seit Ende 2024 besteht unsere Dienstwagenflotte ausschließlich aus Elektrofahrzeugen – unser Außendienst ist somit zu 100 % elektrisch unterwegs. Unser Firmensitz in Hamburg-Bahrenfeld ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Darüber hinaus fördern wir nachhaltige Mobilität, z. B. durch das Dienstfahrrad-Leasing für unsere Mitarbeitenden.
- Energie: Schon heute nutzen wir 100 % Ökostrom an unserem Firmensitz in Hamburg. Mit Bewegungsmeldern, Lichtsensoren und weiteren Maßnahmen verringern wir unseren Stromverbrauch.
- Dienstreisen: Bei Dienstreisen setzen wir auf die Bahn als wichtigstes Transportmittel. Flugreisen sind nur unter definierten Bedingungen möglich.
- Zusammenarbeit mit Lieferant:innen: Unsere hohen Anforderungen an Emissionsreduktion und Transparenz gelten auch für die Unternehmen, mit denen wir arbeiten. Gemeinsam treiben wir ökologische Transformation entlang der Lieferketten voran.
Leistungsfähiges und nachhaltiges Gesundheitssystem
Das deutsche Gesundheitswesen zählt zu den stärksten weltweit, weist jedoch gleichzeitig strukturelles Verbesserungspotenzial auf. Entscheidend ist die Frage, wie zukünftig Ressourcen verteilt werden und wo Investitionen in Nachhaltigkeit notwendig sind, um das Gesundheitssystem zukunftssicher aufzustellen.
Aktuell fehlt es vor allem an klar definierten Nachhaltigkeitszielen. Unter der wissenschaftlichen Beratung von Prof. Dr. Wolfgang Greiner (Universität Bielefeld) haben AstraZeneca Deutschland und Vandage 2023 den ersten Nachhaltigkeitsindex für das Gesundheitssystem entwickelt.
Der Index ergänzt bestehende Nachhaltigkeitsdefinitionen um gesundheitsspezifische Dimensionen und identifiziert 293 messbare Indikatoren, um den Status quo der Nachhaltigkeit des deutschen Gesundheitssystems zu bewerten. Trendanalysen und Datenlücken-Analysen ermöglichen eine zielorientierte Einordnung und zeigen frühzeitigen Handlungsbedarf sowie konkrete Empfehlungen auf. Damit wird Nachhaltigkeit im Gesundheitssystem von einer abstrakten Größe zu einem messbaren und steuerbaren Ziel.
Das Young Health Programme
Das Young Health Programme (YHP) von AstraZeneca ist ein globales Programm zur Prävention von Erkrankungen. Sein Schwerpunkt liegt auf jungen Menschen zwischen 10 und 24 Jahren, die in vulnerablen Umgebungen und unterversorgten Gebieten der Welt leben. Ziel ist es, die häufigsten nicht-übertragbaren Erkrankungen wie Krebs, Diabetes, Herz- und Atemwegserkrankungen sowie psychische Erkrankungen frühzeitig zu verhindern.
Das Programm wurde 2010 ins Leben gerufen und konnte in den ersten zehn Jahren bereits fünf Millionen junge Menschen erreichen. Bis 2025 sollen weitere zehn Millionen dazukommen.
Weltweit ist das YHP in 40 Ländern aktiv und arbeitet mit über 30 Partnerorganisationen zusammen, darunter Plan International, UNICEF und One Young World sowie Forschungseinrichtungen wie die Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health und das Imperial College London.
Im Einsatz auf Hamburgs Straßen
Seit 2017 gibt es das YHP auch in Deutschland. Gemeinsam mit dem Hamburger Verein basis & woge e. V. setzen wir uns dafür ein, die Lebensumstände von Jugendlichen zu verbessern, die auf der Straße leben oder dort ihren Lebensmittelpunkt haben. Mit Gesundheitsaufklärung, Erste-Hilfe-Angeboten sowie der Förderung eines gesunden Lebensstils durch Kochprojekte und gemeinsame Sportaktivitäten wird die Gesundheitskompetenz der jungen Menschen gestärkt.
Allein in Hamburg leben etwa 700 Jugendliche auf der Straße. Obwohl sie oft an Hepatitis, Asthma oder psychischen Erkrankungen leiden, haben Besuche bei Ärzt:innen meist keine hohe Priorität. Die eigene Gesundheit spielt eine untergeordnete Rolle – einerseits aufgrund ihrer begrenzten Möglichkeiten, andererseits weil das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil fehlt. Hier setzen wir mit dem Young Health Programme in Zusammenarbeit mit basis & woge an.
Das Young Health Programme setzt dabei neben der finanziellen Förderung auch auf die Unterstützung durch Volunteering. Im Rahmen des AlleZusammen-Tags unterstützen unsere Mitarbeitenden jedes Jahr Projekte von basis & woge – im Rahmen des YHP und darüber hinaus.
Gemeinsam Gutes tun am AlleZusammen-Tag
Gemeinsames Engagement hat bei uns einen hohen Stellenwert. Seit 2013 nutzen wir den AlleZusammen-Tag, um ökologische und soziale Projekte zu unterstützen. Was klein begann, ist heute die größte Corporate-Volunteering-Initiative von AstraZeneca Deutschland: Jedes Jahr engagieren sich inzwischen über 500 Mitarbeitende aus dem Innen- und Außendienst. Das Besondere: Unsere Kolleg:innen unterstützen Projekte nicht nur in Hamburg, wo unser Unternehmen seinen Sitz hat, sondern in ganz Deutschland.
Für einen Tag tauschen die Mitarbeitenden ihre Schreibtische gegen Werkzeug, Kochlöffel oder Gartengeräte: Sie pflanzen Bäume, sammeln Müll, unterstützen Einrichtungen bei Ausflügen und Aktivitäten mit Senior:innen und Menschen mit Behinderung, renovieren Räumlichkeiten, verschönern Gemeinschaftsgärten, sortieren Sachspenden und helfen bei Kochprojekten und Essensausgaben.
Charta der Vielfalt
Wir glauben, dass Inklusion ein Recht und Vielfalt eine Stärke ist. Beides trägt wesentlich zu unserem Erfolg als Unternehmen bei. Innovationen benötigen bahnbrechende Ideen, die nur von einer vielfältigen Belegschaft kommen können, die konventionelles Denken in Frage stellt.
AstraZeneca hat im Februar 2020 die Charta der Vielfalt unterzeichnet, eine von der Bundesregierung unterstützte Arbeitgebenden-Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Damit bekennen wir uns zu einem Arbeitsumfeld, das Vielfalt anerkennt, wertschätzt und aktiv fördert. Für uns bedeutet Diversität Freiheit, Offenheit und neue Perspektiven – im täglichen Miteinander ebenso wie in strategischen Entscheidungen.
Umsetzung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG)
Als Unterzeichner des Global Compact der Vereinten Nationen (UNGC) verpflichten wir uns seit Jahren zur Einhaltung der Leitprinzipien der Menschenrechte. Unser Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen, Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen und geeignete Maßnahmen konsequent umzusetzen.
Im Rahmen von Branchenarbeitsgruppen wie der Pharmaceutical Supply Chain Initiative (PSCI) und Business for Social Responsibility (BSR) setzen wir weiterhin auf Benchmarking und die kontinuierliche Verbesserung unseres Ansatzes in Bezug auf die Menschenrechte. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Due Diligence-Prüfungen, Menschenrechts-Audits und Initiativen zur verantwortungsvollen Beschaffung.
Die AstraZeneca GmbH setzt die im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) beschriebenen unternehmerischen Sorgfaltspflichten um.
Mehr dazu finden Sie in unserer Grundsatzerklärung.
Grundsatzerklärung nach § 6 LkSG
Mehr zu unseren Grundsätzen in Bezug auf Menschenrechte und die Zusammenarbeit mit Dritten
Beschwerdeverfahren nach §§ 8 und 9 LkSG
Wir schätzen es als Teil unserer ethischen Geschäftskultur, die Dinge beim Namen zu nennen. Wir möchten, dass Personen, die Bedenken bezüglich unserer ethischen Grundsätze oder unseres Verhaltens haben, diese unverzüglich melden. Mit unserer Plattform AZethics machen wir es Einzelpersonen leichter, etwas zu melden, indem wir ein einfaches, einstufiges Formular verwenden und die Möglichkeit bieten, anonym zu bleiben, sofern dies nach lokalem Recht zulässig ist. Auch intern fördern wir eine Kultur der transparenten Benennung von Bedenken gegenüber den zuständigen Führungskräften, der Personalabteilung oder der Compliance-Abteilung. Wir verpflichten uns, alle Hinweise auf mutmaßliches Fehlverhalten oder Verstöße gegen Gesetze oder Richtlinien zu untersuchen und darauf zu reagieren.
Unsere Beschwerdeplattform AZethics
Verfahrensordnung zum AZethics Beschwerdeverfahren
DE-89906/2025