Influenza
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Die Influenza, landläufig auch "Grippe" oder "echte Grippe" genannt, ist eine akute Atemwegserkrankung, die mitunter einen lebensbedrohlichen Verlauf haben kann. In Deutschland tritt sie vor allem in den Wintermonaten auf – wobei es vor allem in den ersten Monaten des Jahres zu regelrechten "Grippewellen" kommen kann. Da die krankheitsauslösenden Influanzaviren permanenten Veränderungen (Mutationen) unterworfen sind, entsteht durch eine überstandene Infektion keine dauerhafte Immunität. Wenn man sich mit einer neuen Variante des Influenzavirus ansteckt, kann man erneut an Influenza erkranken.1
Jährlich gibt es weltweit drei bis fünf Millionen schwere Fälle von Influenza.2 Die Nachfrage nach Behandlungsmöglichkeiten, um der Krankheit zu begegnen, ist daher weiterhin hoch. Durch die Zusammenarbeit mit einer größeren Gemeinschaft von Infektionsforschenden möchte AstraZeneca mit Hilfe der Wissenschaft Lösungen finden, um für die globalen Herausforderungen, die von Influenza und anderen Infektionskrankheiten der Atemwege ausgehen, gewappnet zu sein. Bei AstraZeneca haben wir uns daher zum Ziel gesetzt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Infektionskrankheiten und Impfstoffe zu gewinnen und umzusetzen. Wir arbeiten daran, Patient:innen vor den Gefahren einer Influenza-Infektion zu schützen.
Typische Anzeichen
Typische Anzeichen einer Influenza sind ein plötzlich einsetzendes Krankheitsgefühl, Halsschmerzen und trockener Husten sowie Fieber, begleitet von Muskel-, Glieder-, Rücken- oder Kopfschmerzen. Die Erreger der saisonalen Influenza lösen jährlich eine Influenza-Welle unterschiedlichen Ausmaßes aus. Regelmäßig kommt es zu einer erheblichen Anzahl von Arztbesuchen, Krankschreibungen, Hospitalisierungen und auch Todesfällen. Hauptsächlich zirkulieren Influenza-Viren zwischen der 40. Kalenderwoche Anfang Oktober und der 20. Kalenderwoche Mitte Mai. Dieser Zeitraum wird als Grippesaison bezeichnet.3
Obwohl die Influenza fälschlicherweise in weiten Teilen der Bevölkerung immer wieder als eher harmlos angesehen wird, führt die Kombination aus einer hohen Inzidenz mit einer relativ hohen Sterblichkeit dazu, dass das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) die Influenza für den Zeitraum von 2009 bis 2013 als die Infektionskrankheit mit der höchsten Krankheitslast in der EU eingestuft hat.3 Besonders betroffen sind Kinder und ältere Menschen.
Ist es die Influenza – oder nur eine Erkältung?
Influenza und Erkältung sind Erkrankungen der Atemwege und können ähnliche Beschwerden hervorrufen.4 Allerdings sind Influenza-Symptome in den meisten Fällen ausgeprägter und sie treten wesentlich schneller und plötzlicher auf. Um welche Erkrankung es sich im Einzelfall handelt, kann ärztlich anhand der Erkrankungsgeschichte und einer körperlichen Untersuchung festgestellt werden. Influenza kann man von einer Erkältung sicher abgrenzen, wenn man die Influenza-Viren bei einer Labor-Untersuchung nachweisen kann.4
Influenza ist keine Bagatelle
Influenza-Viren werden meist über Tröpfchen in der Luft (z. B. durch Husten) verbreitet und eingeatmet. Das Ansteckungsrisiko ist daher in größeren Menschenansammlungen sehr hoch.5 Vom Ort der Ansteckung aus wird das Virus in die Familie getragen und die Ansteckungswelle rollt. Die meistgewählte, auch in Deutschland praktizierte Strategie zur Verhinderung von Influenza-Erkrankungen ist die Impfung von Risikogruppen: Ältere Personen, Schwangere und chronisch Kranke (inkl. chronisch kranker Kinder) haben ein deutlich erhöhtes Risiko, dass eine Influenza-Erkrankung schwer verläuft oder zum Tod führt. Diese Risikogruppen profitieren daher besonders von einer Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt auf ihrer Internetseite die jährliche Influenza-Schutzimpfung für die oben genannten Risikogruppen inklusive Kinder und Jugendlicher mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung (z. B. verschiedene chronische Erkrankungen, Erkrankungen der Atmungsorgane, Asthma).6
Hygiene – bei der Influenza das A und O
Die Influenza ist hoch ansteckend. Kleinste, virushaltige Tröpfchen des Nasen-Rachen-Sekrets in der Luft – die sogenannten Aerosole – können von Personen in der näheren Umgebung der Erkrankten eingeatmet werden. Bei Berührungen des Mundes, der Nase oder der Augen können die Influenza-Viren über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Folgende Hygieneregeln können dabei helfen, Ansteckungen zu vermeiden:1
- Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen
- Nach dem Waschen die Hände sorgfältig mit einem sauberen Tuch abtrocknen
- Berührungen der Schleimhäute (Augen, Mund und Nase) vermeiden
- Bei Influenza-Wellen Händeschütteln meiden
- Abstand zu niesenden oder hustenden Personen wahren
- Nach Möglichkeit engen Kontakt zu Erkrankten vermeiden – auch im häuslichen Umfeld
- Die Hygieneregeln gelten insbesondere bei direktem Kontakt zu Erkrankten1
Patient:innenerfahrung
Jetzt kenne ich den Unterschied zu einer Erkältung. Eine Influenza ist einfach deutlich schwerer. Anfang Dezember fühlte ich mich von einem auf den anderen Tag extrem unwohl. Ich bekam Schüttelfrost, sehr hohes Fieber und Husten. Das letzte Mal hatte ich so ein hohes Fieber vor etlichen Jahren. Ich kam über Tage nicht auf die Beine, hatte keinen Appetit und auch mein Blutdruck war sehr niedrig, ich war kurzatmig und bekam schließlich eine bakterielle Lungenentzündung. Dass mir das im kommenden Jahr erspart bleibt, dafür werde ich sorgen.
Ein Influenza-Patient, 60 Jahre (anonym)
Gute Vorsorge: Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Impfung?
In Deutschland hat die Influenza-Welle in den vergangenen Jahren meistens nach dem Jahreswechsel begonnen. Da es nach der Impfung etwa zehn bis 14 Tage dauert, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist, empfehlen Ärzt:innen für eine Influenza-Impfung den Zeitraum Mitte Oktober bis Mitte Dezember. Doch auch nach dem von Ärzt:innen empfohlenen Zeitfenster kann es sinnvoll sein, die Impfung nachzuholen – auch zu Beginn oder während einer Influenzawelle. Denn wie lange die Influenzawelle andauert, kann man vorab nicht genau vorhersagen.6
Ab wann spricht man von einer Influenza-Welle?
Laut der Arbeitsgemeinschaft Influenza im Robert Koch-Institut (RKI) wird eine Influenza-Welle als solche definiert, wenn mehr als 20 Prozent der Patient:innen mit Influenza-Symptomen Influenza-Viren aufweisen. Seit Jahrhunderten sind saisonale Influenza-Wellen bekannt. Gemeint sind damit die Zeiträume erhöhter Influenza-Aktivität. In Deutschland hat die jährliche Influenza-Welle in den meisten der vergangenen Jahre im Januar begonnen und drei bis vier Monate angehalten.5
Rund 218.000
Influenza-Fälle in der Saison 2023/20247
Ca. 1 Milliarde Menschen
erkranken jedes Jahr weltweit an Influenza.8
Bis zu 7.000.000
Influenza-bedingte Arztbesuche jährlich in Deutschland9
75 %
der über 60-jährigen sollten laut WHO geimpft sein3
Nur rund 43 %
der Menschen ab 60 Jahren ließen sich in Deutschland 2021/2022 impfen impfen3
Kinder
erkranken im Vergleich häufiger, schwerer und geben die Infektion leichter weiter10
Unser Versprechen
Die neuesten Entwicklungen im Bereich Immuntherapien bedeuten für uns bei AstraZeneca den Anfang einer neuen Ära von bislang beispiellosem Potenzial. Unsere Mitarbeiter:innen tun alles, um wissenschaftliche Durchbrüche zu erzielen und das Leben von Patient:innen zu verändern und zu verbessern. Aber unsere Arbeit ist damit noch nicht getan. Wir folgen der Wissenschaft weiterhin, indem wir zielgerichtete innovative Behandlungsmöglichkeiten sowie einzigartige Arzneimittelverbindungen und Geräte entwickeln, damit Patient:innen die für sie geeignete Behandlung erhalten.
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Referenzen:
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2018): Grippe (Influenza). Informationen über Krankheitserreger beim Menschen. Impfen und Hygiene schützen! Online verfügbar unter: https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/grippe-influenza/#c799. [Letzter Aufruf: Januar 2025)].
- Weltgesundheitsorganisation: The burden of Influenza. Online verfügbar unter: https://www.who.int/news-room/feature-stories/detail/the-burden-of-influenza. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
- Projekt:Grippeschutz: Grippereport zur Saison 2023/2024. Online verfügbar unter: www.projektgrippeschutz.de/common/pdf/Grippereport_zur_Saison_2023_2024_Projekt_Grippeschutz.pdf. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
- Stiftung Gesundheitswesen: Erkältung oder Grippe? Online verfügbar unter: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/erkaeltung-oder-grippe/das-ist-der-unterschied. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
- Robert Koch-Institut (2024): Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Grippe. Online verfügbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
- Robert Koch-Institut (2024): Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Schutzimpfung gegen Influenza. Online verfügbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/FAQ_Uebersicht.html. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
- Nationale Lenkungsgruppe Impfen: Krankheitsfälle in Deutschland. Influenza. Online verfügbar unter: https://www.nali-impfen.de/monitoring-daten/krankheitsfaelle-in-deutschland/influenza. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
- World Health Organization: Global influenza strategy 2019-2030. Online verfügbar unter: https://apps.who.int/iris/rest/bitstreams/1265099/retrieve. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
- Robert Koch-Institut (2024): Grippesaison und Grippewelle. Online verfügbar unter: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste_Grippesaison.html. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
- Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit e.V.: Stellungnahme der Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen. Online verfügbar unter: https://www.buendnis-kjg.de/stellungnahmen/impfung-von-kindern-gegen-influenza-in-deutschland. [Letzter Aufruf: Januar 2025].
DE-79624/03-2025