Koronare Herzkrankheit
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Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache und stehen in engem Zusammenhang mit anderen kardiovaskulären, renalen und metabolischen Erkrankungen. Bei AstraZeneca fassen wir diese daher unter dem Begriff Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen (CVRM) zusammen.
In Deutschland sind 13 Millionen Menschen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sogenannten kardiovaskulären (CV) Erkrankungen, betroffen1 und jedes Jahr kommen etwa 1,2 Millionen Neuerkrankungen hinzu.2 Sowohl weltweit3 als auch in Deutschland4 stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin die führende Todesursache dar – dabei allen voran die koronare Herzkrankheit (KHK).5
Die KHK ist eine chronische und fortschreitende Erkrankung, bei der die Koronararterien, die Gefäße, die das Herz mit Blut versorgen, verengt sind. Damit verbunden sind strukturelle und funktionelle Gefäßveränderungen.6 In den Koronararterien lagern sich atherosklerotische Plaques ab6 – Ablagerungen aus Fett, Cholesterin, Zellabfallprodukten und anderen Substanzen.7 Diese Plaques können eine teilweise oder vollständige Blockade der Blutversorgung verursachen, was wiederum zu einem Herzinfarkt führen kann.8
Für diejenigen, die einen Herzinfarkt überleben, beginnt ein neuer Lebensabschnitt, in dem sie zunächst lernen müssen, mit ihrer Herzkrankheit zu leben. Umso wichtiger ist eine strukturierte Rehabilitation und die Unterstützung Betroffener, denn etwa bis zu 20 % der Betroffenen erleiden innerhalb des ersten Jahres nach einem Herzinfarkt einen weiteren Infarkt, Schlaganfall oder einen kardiovaskulären Tod.9 Dies unterstreicht die Bedeutung einer frühen Diagnose, der Entwicklung von Therapien zur Verlangsamung oder Verhinderung des Fortschreitens der koronaren Herzkrankheit sowie der konsequenten Behandlung unkontrollierter Risikofaktoren.
13 Millionen Menschen in Deutschland
leben mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.2 Bei 84 Millionen Menschen10 bedeutet das: Jede siebte Person ist betroffen.
Rund ein Drittel aller Todesfälle
in Deutschland entfällt auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen – und macht diese damit zur häufigsten Todesursache.11
Rund 90 % der Menschen
mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung haben weitere Begleiterkrankungen.12 Einige davon wie Diabetes mellitus13 oder eine chronische Nierenkrankheit14 erhöhen das Risiko für weitere kardiovaskuläre Folgeereignisse.
83 Milliarden Euro
kosten Herz-Kreislauf-Erkrankungen die deutsche Gesellschaft jährlich. Die Summe umfasst nicht nur Gesundheitsausgaben, sondern auch Pflegeleistungen und Produktivitätsverluste.15
KHK und der Diabetes mellitus
Schätzungen zufolge hat etwa jede zweite Person mit KHK zusätzlich einen Diabetes mellitus oder eine gestörte Glukosetoleranz als Vorstufe davon – oft ohne es zu wissen.16 Daher kann es sinnvoll sein, frühzeitig auf einen Diabetes zu testen.17 Denn bei KHK-Patient:innen ist ein Diabetes mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Beeinträchtigungen, einschließlich Herzinfarkts, verbunden: Im Vergleich zu KHK-Patient:innen ohne Diabetes ist dieses Risiko nahezu doppelt so hoch.18 Diese Doppelbelastung verlangt einen ganzheitlichen Ansatz, der über die getrennte Betrachtung beider Krankheitsbilder hinausgeht. Warum die frühzeitige Erkennung des Typ-2-Diabetes wichtig ist und mehr über diese Erkrankung erfahren Sie hier.
Das kardiorenale Syndrom im Kontext der KHK
Herz und Nieren sind eng miteinander verbunden. Bei einer Herzkrankheit ist deshalb häufig nicht nur das Herz betroffen, sondern auch die Nieren können in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein sog. kardiorenales Syndrom liegt vor, wenn eine (akute oder chronische) Funktionseinschränkung von Herz oder Nieren zu einer Funktionseinschränkung des je anderen Organs führt.19 Für die Betroffenen ist das besonders kritisch, weil eine Verschlechterung der Nierenfunktion mit einer erhöhten Rate von Krankenhausaufenthalten und einer erhöhten Sterblichkeit verbunden ist.20 Damit wird deutlich, dass die KHK nicht als isolierte Herzerkrankung betrachtet werden sollte, sondern im Zusammenhang mit der gesamten gesundheitlichen Belastung Betroffener. Weiterführende Informationen über die chronische Nierenkrankheit und das Engagement von AstraZeneca finden Sie hier.
Bestehende Versorgungslücken adressieren
Die KHK ist eine zentrale Manifestation kardiovaskulärer Erkrankungen, steht jedoch nicht isoliert. Vielmehr steht sie im Zusammenhang mit verschiedenen Risikofaktoren und Komorbiditäten, darunter – neben T2D und kardiorenalen Zusammenhängen – auch Dyslipidämie.6 Für das Verständnis kardiovaskulärer Erkrankungen ist daher ein ganzheitlicher Blick erforderlich, der über einzelne Krankheitsbilder hinausgeht.
Dyslipidämie: Häufige Stoffwechselstörung und Treiber für kardiovaskuläre Ereignisse
Bei einer Dyslipidämie, einer Störung des Fettstoffwechsels, sind die Blutfettwerte/Blutlipidwerte verändert. Diese zeigt sich im Blutbild unter anderem durch erhöhte Werte bestimmter Blutfette (Hypertriglyzeridämie), einen verringerten Spiegel des „guten“ HDL-Cholesterins sowie einer erhöhten Konzentration der kleinen, dichten LDL-Cholesterinpartikel. Mögliche Ursachen sind sowohl eine genetische Veranlagung als auch Lebensstilfaktoren und andere metabolische Erkrankungen wie ein Diabetes mellitus oder ein Adipositas.21 Erhöhte LDL-Werte verursachen Schätzungen zufolge weltweit jedes Jahr 4,4 Millionen Todesfälle.21 Gemeinsam mit anderen Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck zählt die Dyslipidämie damit zu den zentralen Risikofaktoren für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.22
Alleine in Deutschland weist mit 65 % die überwiegende Mehrheit aller Erwachsenen eine Dyslipidämie auf.23 Trotz dieser hohen Relevanz der Dyslipidämie gelingt eine ausreichende Lipidkontrolle in der Praxis nicht bei allen Betroffenen: In Deutschland erreicht etwa die die Hälfte der Patient:innen ihre LDL-Zielwerte nicht – trotz Einnahme entsprechender v. a. Statin-basierter Medikamente.24 Der Bedarf an effektiven Therapieoptionen bleibt daher hoch.
Wir bei AstraZeneca erforschen sowohl genetische Zielstrukturen als auch Krankheitstreiber wie Adipositas, um die Versorgung von Menschen mit Dyslipidämie und verwandten kardiometabolischen Erkrankungen zu verbessern.
Notfallversorgung bei schweren Blutungen unter direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK)
Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland erhalten Blutverdünner.25 Ärzt:innen verschreiben diese Medikamente häufig zur Vorbeugung und Behandlung thromboembolischer Erkrankungen sowie bei Patient:innen mit Vorhofflimmern zur Schlaganfallprävention.26 Solche Antikoagulanzien sollen verhindern, dass Gerinnsel entstehen, die den Blutfluss behindern und Organe wie das Herz schädigen können.27 Insbesondere direkte orale Antikoagulanzien (DOAKs) werden zunehmend eingesetzt.28 Ihnen wurde ein positives Nutzen-Risiko-Profil nachgewiesen,29 zudem Daten auf eine bessere Verträglichkeit gegenüber Vitamin-K-Antagonisten hinweisen.30 Dennoch besteht auch unter DOAK ein Risiko für unkontrollierte oder schwere Blutungen. Besonders schwerwiegend sind intrakranielle Blutungen, also solche innerhalb des Schädels. Aber auch nach einem Trauma oder im Magen-Darm-Trakt können schwerwiegende Blutungskomplikationen auftreten.31
Jedes Jahr erleiden 2-4 % der Patient:innen unter DOAK-Therapie eine schwere Blutung.32 Da die Zahl der Patient:innen unter DOAK-Therapie zunehmen wird, ist folglich auch mit einer Zunahme der DOAK-assoziierten Blutungen zu rechnen.30 In einem solchen Fall ist die rasche Umkehrung der antikoagulatorischen Wirkung entscheidend, um eine schwere Blutung zu verlangsamen oder zu stoppen.33 Deshalb sind klare, evidenzbasierte Krankenhausprotokolle wichtig, um rasch die geeigneten Maßnahmen einzuleiten.34
Unser Versprechen
Jeden Tag können wir für Patient:innen mit koronarer Herzkrankheit etwas bewirken – einschließlich derer, die bereits einen Herzinfarkt erlitten haben. Etwa, indem wir gezielt über die Risikofaktoren für einen Infarkt aufklären und somit so früh wie möglich lebensbedrohliche kardiovaskuläre Ereignisse verhindern helfen. Darüber hinaus besteht dringender Bedarf an neuen und ganzheitlichen Therapieansätzen für Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen, die dazu beitragen, die kardiovaskuläre Morbidität bei Patient:innen mit koronarer Herzkrankheit und Typ-2-Diabetes zu verringern. Unser Ziel bei AstraZeneca ist es daher, das Leben der Patient:innen mit Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen zu schützen und die Bedeutung einer langfristigen Behandlung von Herzinfarkt-Überlebenden zur Verhinderung von Sekundärereignissen anzusprechen.
Partnerschaften zur Förderung von Innovationen im Bereich CVRM
GULLIV-R GULLIVE-R – GUideline adherence and risk assessment after acute myocardial infarction in real LIfe in Germany - a quality improVEment and awareness Registry of the German Cardiac Society
ist ein Register mit Real-World-Daten, das über 2.500 Patient:innen aus bis zu 150 Krankenhäusern und ambulanten Zentren in Deutschland über einen Zeitraum von bis zu 10 Monaten nach einem Myokardinfarkt begleitete. Das Programm wurde in Zusammenarbeit mit dem DGK-Zentrum initiiert und bietet Unterstützung bei Beratung, Lebensstiländerungen und Behandlung – sowohl im Rahmen der Risikostratifizierung als auch im routinemäßigen Management.35
Healthy Heart Africa
Unser Programm Healthy Heart Africa setzt sich dafür ein, Bluthochdruck und der zunehmenden Belastung durch kardiovaskuläre Erkrankungen in Afrika entgegenzuwirken. Seit dem Start in Kenia im Jahr 2014 haben wir etwa 80 Millionen Menschen auf Bluthochdruck hin untersucht, von denen nahezu jede:r Fünfte erhöhte Werte aufwies. Im Rahmen des Programms haben wir etwa 12.000 Gesundheitsfachkräfte geschult und über 1.500 Gesundheitseinrichtungen aktiviert.36 Gemeinsam mit Gesundheitsministerien und Partnern arbeiten wir daran, Prävention zu fördern, das Fortschreiten von Erkrankungen zu verlangsamen, die Belastung der Gesundheitssysteme zu verringern und den ökologischen Fußabdruck der Gesundheitsversorgung zu minimieren.
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Referenzen
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