AstraZeneca zieht nach Hamburg und setzt auf Activity Based Working

AUTORIN

Nina Dirks

AstraZeneca zieht nach Hamburg und setzt auf Activity Based Working

AstraZeneca verlegt den Sitz der Deutschlandzentrale von Wedel, einem Vorort Hamburgs, in das Zentrum der Hansestadt. Was im ersten Moment nur nach einem reinen Standortwechsel klingt, ist tatsächlich ein Meilenstein für uns in Richtung zukunftsorientierteres und agileres Arbeitsumfeld. Es geht um ein Mehr an Austausch der Mitarbeitenden, Funktionen und Abteilungen untereinander sowie um hochmoderne Arbeitsplätze und um ein Plus an Nachhaltigkeit sowie Flexibilität.

Kernstück des Ganzen ist die Einführung des Activity based Working Modells und damit einer agilen Arbeitsphilosophie. Dieses für uns lokal neue Konzept wird an anderen AstraZeneca Standorten wie Singapur, Warschau oder Schweden bereits unter der Bezeichnung „iwork“ gelebt. Es steht für Flexibilität, Vernetzung, Digitalisierung, Inklusion und ganz neue Formen der Zusammenarbeit.

Unser Umzug nach Hamburg ist also quasi der Katalysator hin zu einer dynamischeren Umgebung, in der wir Mitarbeitenden zukünftig unsere jeweiligen Arbeitsplätze tagesaktuell, individuell und je nach Aktivität aussuchen. Ich persönlich freue mich sehr auf diese Veränderung, die bei vielen neben Neugier aber sicher auch Fragen hervorruft.

Activity based working und neue Arbeitszonen

Was heißt das konkret? Jedes Team findet seine Homebase in seiner Neighbourhood, einem festen Bereich, in dem das eigene Team “zuhause ist“. Innerhalb dieses Bereichs gibt es wiederum flexible und individuelle Arbeitsplätze als Open Space Konzept. Von klassischen Schreibtischen, über Fokuszonen mit gemütlichen Sesseln und Sofas bis hin zu vernetzten Meetingräumen und kreativen Workshop-Umgebungen. Die Mitarbeitenden sind dabei allerdings nicht an ihre individuelle Neighourhood gebunden, sondern können tätigkeitsbezogen entscheiden, wo sie am besten arbeiten und können sich dementsprechend auch in die Neighbourhood eines anderen Teams setzen.

"Wir Mitarbeitenden entscheiden also selbst, welche die jeweils optimale Arbeitsumgebung für uns ist."

Das ist ungewohnt – und bringt neben Aufregung und Vorfreude auch Veränderung und das Aufgeben gewohnter Routinen mit sich. In Gesprächen begegnet mir zum Beispiel immer wieder die Frage „Finde ich immer einen Platz?“. Die Antwort lautet: Natürlich! Und in gewisser Weise sogar mehr als heute in Wedel. Denn in Zukunft werden wir viel mehr Möglichkeiten und unterschiedliche Arbeitsplätze haben, aus denen wir frei werden wählen können.

Egal also, ob es sich um konzentriertes Arbeiten, Teamprojekte, Telefonate, individuellen Austausch oder große Konferenzen handelt – für jede Tätigkeit sowie jeden und jede Mitarbeitende:n wird es die jeweilig optimale Umgebung geben.

"Alles in allem ist unser Umzug nach Hamburg eine Riesenchance, gemeinsam für Patient:innen noch mehr zu bewegen."

Für die meisten unserer Mitarbeitenden ist crossfunktionaler Austausch schon jetzt ein wesentlicher Teil ihres täglichen Arbeitsalltags. Das Ziel des neuen Raumkonzeptes ist, dass wir uns noch stärker miteinander vernetzen, über unseren eigenen Tellerrand hinausschauen, neue Perspektiven und Arbeitsweisen kennenlernen und mit Kolleg:innen zusammenkommen, mit denen wir vorher vielleicht weniger Berührungspunkte hatten. So können wir gemeinsam Projekte intensiver, aber auch effektiver angehen und Ideen weiterentwickeln – und das ganze immer mit den Fokus auf unsere Patient:innen, denn schließlich geht es uns genau darum: lebensverändernde Medikamente verfügbar zu machen und unsere Patient:innen bestmöglich auf ihrer Patient:innenreise zu begleiten.

Crossfunktionaler Austausch und Inklusion

Mit unseren neuen Büroräumen in Hamburg schaffen wir also eine Arbeitsumgebung, die genau auf diesen crossfunktionalen Bedarf abzielt und die den Austausch untereinander fördert sowie Raum gibt für vernetztes, interaktives Arbeiten. Die neue Offenheit hilft, Silos aufzubrechen und bringt mehr Transparenz in unseren Alltag. Insgesamt versprechen wir uns davon ein stärkeres Gefühl der Inklusion, nicht zuletzt, weil alle Mitarbeitenden gleichbehandelt werden, ob nun mit oder ohne Führungsverantwortung.  

"Für mich ist der größte Gewinn des Activity based Working, dass wir durch das Einbinden neuer Arbeitsmethoden Hierarchien abbauen und in der Zusammenarbeit effektiver werden."

In Vorbereitung auf unser neues Arbeitsumfeld haben wir ein Konzept für agiles Arbeiten etabliert und schulen unsere Mitarbeitenden zu agilen Arbeitsmethoden wie Scrum, Design Thinking und Lean Start-Up. Damit schaffen wir neben der neuen Infrastruktur die Grundvoraussetzung, das AstraZeneca iwork-Konzept bestmöglich für uns nutzen zu können.

Mit all dem Rüstzeug freue ich mich nun wahrlich auf die Erreichung unseres Meilensteins. Die Corona-Monate haben mir zwar gezeigt, dass ich vieles sehr effektiv aus dem Homeoffice heraus erledigen kann und dass ich die Flexibilität, die sich mir dadurch bietet, sehr schätze. Auf der anderen Seite hat es mir aber auch deutlich gemacht, dass der persönliche Kontakt unverzichtbar ist, um kreativ zu sein und Innovationen voranzutreiben – und einen wahren Teamspirit zu generieren. Der direkte Austausch mit meinem Team und den Kolleg:innen hat mir in letzter Zeit sehr gefehlt. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die derzeit geplanten Lockerungsmaßnahmen so eintreffen und wir unsere neue Freiheit im Frühjahr auch wirklich leben können.

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