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Mit der Ambition Zero Carbon haben wir bei AstraZeneca im Jahr 2020 eine ehrgeizige Roadmap zur Klimaneutralität aufgesetzt. Eines der mittelfristigen Ziele war es, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2026 um 98 % zu reduzieren. Zugegeben, Ziele und Roadmaps werden häufig öffentlichkeitswirksam verkündet. Was dann daraus wird, wird viel zu selten nachgefragt. Umso mehr freue ich mich, dass wir bei AstraZeneca Deutschland in diesem Monat einen wichtigen Meilenstein erreicht haben, und zwar sogar deutlich früher als vorgesehen. Denn seit dieser Woche ist unsere Firmenwagenflotte zu 100 Prozent elektrisch unterwegs. Unser Fuhrpark ist ein wesentlicher Faktor in der direkten Verantwortung für Emissionen (Scope 1 und 2), insbesondere da etwa die Hälfte unserer Mitarbeitenden in Deutschland im Außendienst unterwegs ist.
Blick auf den Plan
Als Anfang 2022 unser erster Kollege in München seinen Verbrenner gegen ein E-Auto austauschte, wussten wir alle noch nicht so genau, ob wir mit unserem Ziel nicht zu ambitioniert unterwegs sind. Denn auch wenn die Umstellung einer Fahrzeugflotte auf dem Papier einfach zu planen ist, schaut die Realität wie so oft etwas anders aus. Autos im Außendienst sind mehr als nur Gebrauchsgegenstände, sie sind ein wesentlicher Teil des Arbeitsplatzes und Ankerpunkt für persönliche Routinen im Job. Die Umstellung auf E-Mobilität wiederum ist nicht einfach nur der Tausch gegen ein neues Auto, sondern ein Technologiewechsel, der in persönliche Gewohnheiten und Arbeitsroutinen eingreift. Und zwar bei rund 750 Menschen, die regelmäßig mit AstraZeneca-Fahrzeugen unterwegs sind.
Blick auf die Realität
Schnell war klar, die Umstellung ist kein Logistikprojekt, sondern ein Changeprojekt. Denn nur wenn wir 750 Fahrer:innen überzeugen, können wir aus einem theoretischen Ziel einen praktischen Erfolg machen. Aber wie bekommt man das hin? Wir alle wissen aus Gesprächen mit Freunden, Familien und Kolleg:innen, wie kontrovers E-Autos diskutiert werden. Wie sollen wir da alle mitnehmen und überzeugen? Normalerweise sucht man im Management nach Mustern, Vorbildern, danach wie es andere gemacht haben. Die gab es jedoch nicht, denn tatsächlich sind wir mit der vollständigen Umstellung echte Vorreiter.
Probieren wie es geht: Der Mindset-Shift
Klar war also, dass wir Pionierarbeit leisten müssen, dass ein rein logistischer Ansatz nicht zum Ziel führen wird, sondern ein kompletter Mindshift notwendig ist. Noch vor der ersten großen Umstellungswelle haben wir deshalb im Transition Team verschiedene Plattformen und Formate aufgesetzt, die einerseits Sorgen und Fragen auffangen, und anderseits Begeisterung für die neue Mobilität wecken. Mit Foren zum Austausch in denen die ersten E-Auto-Fahrer:innen ihre Erfahrungen teilen, Fragen stellen, und Feedback geben können. So konnten wir im Live-Modus sehen, wo es hakt oder wo wir besser aufklären müssen. Mindestens genauso wichtig war es uns aber, dass das Team E-Mobilität live erleben und testen kann. Roadshows im Rahmen von Kongressen und Außendiensttreffen, bei denen neue Fahrzeugmodelle präsentiert und getestet werden konnten, haben dabei geholfen, Begeisterung für die Umstellung zu wecken. Wir haben dabei ganz gewusst auf eine große Marken- und Typenvielfalt gesetzt. So dass die Kolleg:innen aus einer wirklich breiten Palette an Fahrzeugen wählen können und damit ein sehr individueller Einstieg in die neue Technologie möglich ist.
Das Fazit
All diese Maßnahmen haben zu einer sehr offenen und aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Elektromobilität geführt. Und genau dieser offensive Umgang war aus meiner Sicht entscheidend für den Erfolg. Wir haben Räume für alle Meinungen, Sichtweisen, Argumente und Erfahrungen geschaffen und es hinbekommen, dass sich das ganze Unternehmen aktiv mit der Umstellung beschäftigt. Nicht alle 750 Fahrer:innen sind im Laufe des Changeprozesses zu E-Auto Fans geworden, aber alle haben verstanden, wie wichtig uns dieser Schritt ist und dass wir es mit unserer Roadmap ernst meinen.
Nachhaltigkeit als Teil des täglichen Handelns: Reisen, Events und Give-aways
Weiterer wichtiger Punkt im Changeprozess: Die Umstellung auf E-Autos ist kein singuläres Projekt. Auch andere Bereiche sind von Veränderungen betroffen. Reisen und Eventmanagement etwa werden bei uns auch unter nachhaltigen Gesichtspunkten neu gedacht. Mit einem klaren CO2-Budget für Reisen schaffen wir Anreize, alternative und umweltfreundliche Reisemöglichkeiten zu nutzen. Für Events gilt dasselbe: Von der Auswahl der Locations bis zur Minimierung von Einwegprodukten und der Vermeidung unnötiger Give-aways. So wird deutlich, dass alle ein Stück zum Wandel beitragen.