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Wissenschaftskommunikation…ist erstmal ein langes Wort, das nicht unbedingt das Zeug dazu hat, unsere Synapsen zu stimulieren. Wie schaffen wir es also, mehr Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Themen zu stiften? Mit unserem Format „VORschung voraus“ – haben wir bei AstraZeneca Deutschland im vergangenen Jahr ein neues lebendiges Dialogformat gestartet. In diesem Sommer gab es nun eine neue Ausgabe unter dem Motto „Die Reise der Innovation“, in der wir von der klinischen Forschung über den Marktzugang bis zur Versorgung der Patient:innen mit Stakeholdern und Medienvertreter:innen analysiert, aufgeklärt und diskutiert haben. Warum das Format funktioniert, liegt aus meiner Sicht an drei Zutaten: Klarheit, Nähe und Austausch.
Klarheit: Um Forschung verständlich zu machen, braucht es Hintergrundwissen und konkrete Beispiele
Ich hatte in einem meiner letzten Artikel zum Thema Wissenschaftskommunikation erwähnt, wie wichtig die Momente sind, in denen aus Wissenschaft Realität wird, unsere Arbeit den sprichwörtlichen Elfenbeinturm verlässt und in den Alltag der Patient:innen gelangt. Und somit auch Vorbehalte und Skepsis auffangen kann. Das haben wir bei unserer Veranstaltung an mehreren Beispielen gezeigt: Wie können wir beispielsweise dafür sorgen, dass Lungenkrebs nicht erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt wird? In Deutschland erkranken jährlich etwa 60.000 Menschen an Lungenkrebs, 45.000 sterben jedes Jahr daran. In frühen Stadien, wenn der Tumor noch vergleichsweise klein ist und noch keine Metastasen in anderen Organen aufgetreten sind, ist eine Heilung durchaus möglich.1 Ein Lungenkrebs-Screening kann helfen, die Krankheit früher zu erkennen und die Prognose der Betroffenen zu verbessern. Mit der sogenannten HANSE-Studie stellte mein Kollege Dr. Lars Mühlenhoff auf unserer Veranstaltung ein konkretes Projekt vor, das AstraZeneca in Deutschland unterstützt, um ein Lungenkrebsscreening zur Realität werden zu lassen. Dabei haben die Medizinische Hochschule Hannover, die LungenClinic Grosshansdorf und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Lübeck) Daten zu wichtigen Fragestellungen rund um ein strukturiertes nationales Früherkennungsprogramm für Lungenkrebs gesammelt. U.a. haben über 5.000 (Ex-) Raucher:innen aufgrund ihres höheren Risikos für Lungenkrebs am Screening teilgenommen und eine Computertomographie erhalten; in 64 Fällen entdeckten die Forscher:innen Lungenkarzinome, viele davon im Frühstadium. Eine Studie mit klarem Ziel, nachvollziehbarer Methodik und Ergebnissen, die helfen. Und damit ein lebendiges Beispiel, das auch Skeptikern belegt, wie aus Wissenschaft und Forschung ein Gewinn für die Gesundheit wird.
Nähe: Um das Vertrauen zu steigern, müssen wir Menschen zusammenbringen
Das Beispiel HANSE-Studie passte auch deshalb gut zu unserem Format, da mein Kollege Dr. Lars Mühlenhoff hier den Teilnehmenden aus erster Hand berichten konnte und wir natürlich auch diskutieren konnten. Menschen schaffen Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Neben Lars waren etliche weitere AstraZeneca Kolleg:innen für den Austausch vor Ort. Aber auch externe Blickwinkel und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure sind wichtig. In der Forschung – und in der Kommunikation. So konnten wir mit Professor Dr. oec. Volker Amelung, inav – privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH, Berlin, über neue Konzepte für mehr Effizienz im Gesundheitssystem diskutieren. Ein möglicher Schritt dafür sei beispielsweise, eine engere Verzahnung und Kooperationen unter den Akteuren des Gesundheitssystems zu fördern. Womit wir indirekt bei der dritten Zutat unseres Formats wären. Austausch und aufeinander zugehen.
Aufeinander zugehen: Um etwas zu bewegen, müssen wir alle Akteur:innen adressieren und zusammenarbeiten
Was auf unserer Veranstaltung zur Reise der Innovation auch immer wieder deutlich wurde, ist die Notwendigkeit, alle Akteur:innen des Gesundheitswesens anzusprechen und mitzunehmen. Und genau das gilt auch für die Wissenschaftskommunikation. Es ist einfach schön zu erleben, wie sich im Laufe unserer Reise durch Rückfragen, Diskussionen und neue Impulse aktuelle Themen deutlich besser vertiefen ließen als in der klassischen bilateralen Kommunikation. Weg vom reinen Senden und Empfangen, hin zu echtem Austausch, der Verständnis und Erkenntnis im Live-Modus schafft. Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe dieses Formats.
1Robert Koch-Institut. Krebs in Deutschland für 2017/2018, 13. Ausgabe, 2021.
Kommunikation als Schlüssel zur Innovation
Von der Entwicklung neuer Therapien bis zur Versorgung der Patient:innen: Kommunikation spielt eine zentrale Rolle. Sabine Reinstädler, Head of PR & Communikations Germany erklärt, was gute Wissenschaftskommunikation ausmacht und wie sie ihre Rolle als DPRG-Forschungssprecherin gestaltet.